Drei Events unter dem Titel 'N8WERK' am Funkenbergquartier
Abrisspartys mit Top-DJs in alter Halle
Hier steht nicht nur Abrissparty drauf, hier ist Abrissparty garantiert: Der LM:V-Veranstaltungsservice um Jano und Mika Menzel plant mit dem Format „N8WERK“ in einer alten Industriehalle auf dem Funkenberggelände drei Events mit unterschiedlichen Musikrichtungen zum Abfeiern - nur wenige Meter entfernt entsteht derzeit die neue Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung (HSPV).
Das Ganze soll im April 2026 nicht nur Herner Fans von Techno, 90er und Clubsounds anlocken. Das Besondere: Die Events werden in dieser rund 4.500 Quadratmeter großen Location einzigartig sein, da im Anschluss die alte Halle an der Schüchtermannstraße 12 abgerissen wird.
Promovideos sorgen für Aufmerksamkeit
Auch wenn der Vorverkauf bereits seit Anfang 2026 läuft und erste Promovideos zahlreich via Instagram und TikTok geklickt und angesehen wurden, stellte das Veranstaltungsteam die Details zur Sause erst am Donnerstag (5.2.2026) offiziell vor. In der Halle, die an sich noch gut erhalten ist und eine sichere Statik samt Dach ohne Löcher vorweisen kann, ist es beim Pressetermin ziemlich kühl. Das liegt vor allem an den Außentemperaturen von rund drei Grad. Auch wenn es bei den Events vermutlich draußen wärmer sein wird, muss man sich dann etwas warm tanzen.
Wenn man sich umschaut, liegt noch diverser Schutt und Müll herum, der noch entfernt werden muss. Ein wenig drängt die Zeit dabei schon, schließlich muss auch noch sämtliche Technik samt Infrastruktur für Verpflegung, Sanitäranlagen und weitere notwendige Dinge aufgebaut werden.
'Warehouse Rave' zum Start mit Techno
Darum geht es: Die Veranstalter planen zum Start am Samstag, 18. April 2026, einen „Warehouse Rave“ mit Technomusik (Beginn: 18 Uhr). Hierfür konnten DJs wie Mha Iri, Ian Crank, Jay Lumen, Caiva, Per Pleks und Lokalmatador The Enveloper verpflichtet werden. Zusätzlich sollen noch weitere lokale Experten an den Plattentellern das Publikum zum Abzappeln bringen.
Am Wochenende darauf, am Freitag, 24. April 2026, steht mit dem Event „Heroes of the 90s“ eine Reise in das Eurodance-Zeitalter an (Beginn: 20 Uhr). Bekannte Namen aus der Szene wie Captain Jack („Captain Jack“), Shaun Baker („Explode“), Aquaqen („Explode High Like Amsterdam“), Woody van Eyden und Oscar de la Fuente möchten ihre Hits am Industriestandort aus den Boxen dröhnen lassen.
Lokale Vereine einbinden
Den Abschluss bietet die „Clubnight“, ein Mix aus Clubhouse, Mashups, Remixes und Chartsongs (Beginn: 20 Uhr). Hierfür wurden Salvatore Mancuso, Heatboven, LuiRee, Luca T, Noka und der Herner STEEL gebucht. Dieses Event hat noch einen besonderen Fokus: Die Veranstalter wollen gezielt lokale Vereine einbinden.
Diese erhalten auf Wunsch eigenes Werbematerial und einen eigenen Ticketshop-Link. Wer darüber bestellt, unterstützt die jeweilige Organisation mit zehn Euro - der Hälfte des Ticketpreises. Gleichzeitig können so ganze Mannschaften samt Anhang zusammen feiern und einen schönen Abend genießen. Vereine können sich per Mail an wenden.
Rund 2.000 Besucher pro Event - möglicherweise auch mehr
Aktuell sind rund 2.000 Besucher pro Event zugelassen, je nach Ansturm auf die Tickets könnte sich die Zahl noch erhöhen. Dafür muss aber dann mindestens ein weiterer Fluchtweg geschaffen werden, sonst gibt es vom Ordnungsamt keine Genehmigung für mehr feierwütige Fans. 20 Euro (Studenten 15 Euro) kosten mittlerweile alle Events gleichermaßen, ein Frühbucherrabatt ist bereits abgelaufen. Interessant: Teils wurden schon Karten in der Nähe von Erfurt als auch in den Niederlanden für die Partys gekauft.
Innerhalb der Halle soll das Bühnenbild neben moderner Technik auch an die Industrie erinnern: Zwei große geliehene Bagger rahmen die Stage ein. Wie üblich, wird es neben mehreren Getränkeständen auch eine Auswahl an Foodständen geben. Bezahlt werden kann bar oder mit Karte. Eine Garderobe wird es ebenfalls geben. Der Name „N8WERK“ soll an den Produktionsstandort früherer Tage erinnern. Da dieser Titel bereits geschützt wurde, könnte später an anderer Stelle ähnliche Partys folgen.
„Im März 2025 hatten wir eine Halle gegenüber zum ersten Mal auf dem Schirm. Diese erwies sich aber aus mehreren Punkten als ungeeignet für ein großes Event. Maurice Schirmer, der Geschäftsführer der Funkenbergentwicklungsgesellschaft (FEG), nannte uns aber dann die Halle, in der wir jetzt stehen. Sie ist optimal“, betont Jano Menzel. „Da der ganze Aufwand mit Technik und Co. aber bei einer Veranstaltung nicht rentabel ist, haben wir uns für drei Events mit unterschiedlicher Musik entschieden.“ Hinter der Halle sind Parkplätze für Autos vorgesehen.
'Wir sind in Herne Möglichmacher'
Schirmer selbst erklärt: „Mir wurde beim ersten Gespräch mit Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda schon gesagt: In Herne sind wir Möglichmacher. Also: Warum dann nicht auch über eine Party in einer Halle nachdenken, die danach abgerissen wird?“
Dudda selbst würde auch schon am liebsten sofort sein Tanzbein schwingen. „Wir sind hier an einem Ort, den wir vorher nie betreten haben. Die frühere industrielle Nutzung macht hier den Charme aus, um nun eine neue Erzählung auf dem Gelände zu starten“, schildert er. „Es ist noch ein sehr ansehnliches Gebäude und die Partys werden eine große Strahlkraft für das Quartier und die Stadt hervorrufen.“ Ihn freut es, dass LM:V das alte Kapitel so kreativ und modern wie möglich beenden wollen und gleichzeitig die alte Architektur im Blick haben.
Abrissparty nicht nur im übertragenen Sinne
Der Herner DJ STEEL, der zuletzt im Oktober 2025 seine neuste Single „That Don't Impress Me Much“ veröffentlichte (halloherne berichtete), ist ebenfalls von den Planungen sehr angetan. „Die Halle ist imposant und das ganze Konzept finde ich cool. Vor allem die soziale Komponente bei der „Clubnight“ ist eine schöne Sache für die Vereine“, berichtet er im halloherne-Gespräch. „Und wenn wir mal ehrlich sind: Was LM:V in die Hand nimmt, gelingt einfach. Von daher ist es gut, dass wir in Herne mal etwas zum Feiern kriegen. Wer dabei ist, kann sagen: Wir haben die Halle abgerissen und das nicht nur im übertragenen Sinne.“
DJ The Enveloper ist schon voller Vorfreude, wie er gegenüber halloherne erzählt: „So etwas hatte ich persönlich noch nicht und das ist kein alltägliches Event. Man sagt ja: Das Ruhrgebiet ist auf Stahl und Kohle gebaut und das trifft hier besonders zu. Für uns als Künstler als auch für die Besucher wird es bestimmt aufregend und gut.“
Tickets für die drei Events können über die LM:V-Homepage erworben werden, hier wird man zu den einzelnen Shops weitergeleitet.
Weitere Termine (2) anzeigen...
- Freitag, 24. April 2026, um 20 Uhr
- Samstag, 25. April 2026, um 20 Uhr