Romane über Autor Stephen Crane veröffentlicht

Pendragon Verlag ehrt 'James Dean der Literatur'

Zwei Romane von und über Stephen Crane.
Zwei Romane von und über Stephen Crane. Foto: Pendragon Verlag

Der James Dean der amerikanischen Literatur, so wird Autor Stephen Crane genannt. Nun erscheinen am Donnerstag (24.9.2020) zwei Romane im Pendragon Verlag, die sich mit dem Ausnahme- Schriftsteller beschäftigen, der viel zu früh im Alter von 28 Jahren an den Folgen einer Tuberkulose- Erkrankung verstarb.

Crane war Reporter, Kriegsberichterstatter, Abenteurer und ein großartiger Schriftsteller. Mit 22 Jahren schrieb er den Roman Die rote Tapferkeitsmedaille, der ihn auf einen Schlag weltberühmt machte.

Das sind die Romane

In Mr. Crane beschwört Autor Andreas Kollender meisterhaft das Wesen des viel zu früh verstorbenen Genies herauf. Denn historische Figuren schillernd zum Leben zu erwecken ist Kollenders Steckenpferd.

Der Roman Mr. Crane spielt im Somme 1900. Schriftsteller Stephen Crane befindet sich im Tuberkulose-Sanatorium Badenweiler und wird von der jungen Krankenschwester Elisabeth gepflegt. Sie kennt seine Bücher, seit Langem fühlt sie sich ihm seelenverwandt. In den heißen Tagen im Sanatorium entwickelt sich zwischen den beiden Außenseitern eine obsessive Liebesbeziehung, die sie vor allen geheim halten müssen. Crane, von Fieber und Delirien befallen, erzählt Elisabeth von seinem Schreiben, seinen Liebschaften und seinen Erlebnissen als Kriegsberichterstatter. Mitgerissen und ermuntert durch Cranes Erzählungen wagt Elisabeth endlich, ihm das große Geheimnis ihres Lebens zu offenbaren.

Mr. Crane von Andreas Kollender. Gebunden mit Lesebändchen, 256 Seiten, 24 Euro , ISBN: 978-3-86532-685-0.

Die rote Tapferkeitsmedaille von Stephen Crane, ist ein Meisterwerk, das die Empfindungen, Sorgen und Nöte des einfachen Soldaten im amerikanischen Bürgerkrieg auslotet, Jahre bevor die Psychoanalyse Einzug in die Wissenschaften hielt. Verfasst von einem 22-jährigen Collegeabbrecher, der keine Ahnung vom Soldatenleben hatte und erst 1871, sechs Jahre nach dem Ende des Bürger­kriegs, geboren worden war.

Cranes Stil und Dramaturgie lassen den Leser unmittelbar am Geschehen teilhaben. Als „Die rote Tapferkeitsmedaille“ 1895 erschien,­ ­entwickelte sich der Roman rasch zu einem Bestseller und veränderte die Sicht auf den modernen Krieg radikal. Dieser ­Perspektive schlossen sich viele Autoren an, bis hin zu Erich Maria ­Remarque in seinem Roman „Im Westen nichts Neues“. „Blutige Füße und gottverdammt dürftige Rationen, das ist alles, was wir haben“, maulte der Schreihals. Der Schweiß vermehrte sich im ­gleichen Tempo wie die Beschwerden. ­Einige rissen sich auch die schweren ­Hemden vom Leib. Am Ende trugen die meisten nur noch das, was für einen ­Soldaten unverzichtbar war: die notdürftigsten Klamotten, ­Decken, Brotbeutel, Feldflasche, Waffen und Munition.“

Die rote Tapferkeitsmedaille von Stephen Crane. Gebunden mit Lesebändchen, 320 Seiten, 24 Euro, ISBN: 978-3-86532-686-7.

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