Piraten testen Online-Fraktionssitzung

Infoabende: Computer, Handy und das Internet.
Symbolbild. Foto: Veranstalter

Die PIRATEN-AL Fraktion hat sich den neuen Umständen angepaßt und hielt ihre montägliche Fraktionssitzung als Online-Konferenz ab. Dies gab die Fraktion am Donnerstag (2.4.2020) bekannt.

Sieben von zehn Mitgliedern der erweiterten Fraktion (also inklusive der sachkundigen Bürger und Bezirksverordneten) gelang der Sprung über die Technik-Hürden. Selbst ein Mitglied, dass sich außerhalb von Herne aufhielt, konnte problemlos an der Sitzung teilnehmen. Die Übrigen wollten zunächst den Probelauf abwarten.

Die Fraktion berichtete darüber, dass flächendeckende leistungsfähige Internetverbindungen auch in Krisenzeiten überlebenswichtig sind. Ein ordentliches Headset und eine vernünftige Kamera seien Gold wert. Die Videokonferenzsoftware könnte noch den ein oder anderen Feinschliff gebrauchen, damit sie besser zum Prozedere in politischen Gremien passe. Kürzer werden die Fraktionssitzungen dadurch nicht.

„Auch wenn aktuell die Kommunalparlamente nur in Dringlichkeitsfällen (oder Notbesetzungen) tagen, heißt das nicht, dass wir als Oppositionsparteien keinen Gestaltungsauftrag mehr haben. Ganz im Gegenteil: Auch in Zeiten, in der die Exekutive sich bemüht unter Notstandsvollmachten diese Krise zu bewältigen, ist es nötig ihr Handeln aufmerksam und lösungs-orientiert zu verfolgen", so Fraktionsvorsitzender Bernd Schroeder.

„Wir werden uns dauerhaft auf eine neue Zeitrechnung einrichten dürfen. Wir wollen diese Krise als Chance sehen. Es wird vieles ganz neu gedacht werden müssen. Wir hoffen, dass in Herne mit Respekt, gegenseitiger Unterstützung und Rücksichtnahme das Miteinander und Füreinander gestärkt werden kann. Gerade jetzt ist es wichtig, weiterhin unsere Aufgaben als politische Parteien wahrzunehmen, damit die gewaltigen Veränderungen den Bürgern mehr Vor- als Nachteile bringen", so Schröder weiter.

Die Fraktion zieht ein positives Fazit aus der ersten Online-Sitzung. Die Scheu des Politbetriebs vor den längst etablierten Online-Möglichkeiten sei unbegründet. Die Partei hoffe, dass sich beim Thema Ratsstreaming vielleicht noch vor den Sommerferien tue.

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