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In einem etwa anderthalbjährigen Coachingprozess sollen bei dem Projekt Entscheider aus kleineren Großstädten bei der Entwicklung und Implementierung einer klimaangepassten, wassersensiblen Stadtentwicklung begleitet werden (Symbolbild)

Forschungsprojekt hilft bei Anpassung an Klimawandelfolgen

'BlueGreen City Coaching' startet

Die Folgen des Klimawandels wie Hitze und Starkregen stellen die Kommunen vor große Herausforderungen. Um sich noch besser darauf einstellen zu können, bietet das Projekt „BlueGreen City Coaching” (BGCC) individuelle Beratungen an. Die Stadt Herne gehört zu einer von zehn teilnehmenden Kommunen. In einem etwa anderthalbjährigen Coachingprozess sollen bei dem Projekt Entscheider aus kleineren Großstädten bei der Entwicklung und Implementierung einer klimaangepassten, wassersensiblen Stadtentwicklung begleitet werden.

Es sollen zudem Führungsstrukturen gestärkt und Entscheidungsprozesse verbessert werden, um blau-grüne Infrastrukturen langfristig zu verstetigen. „Die negativen Auswirkungen des Klimawandels nehmen zu und Herne mit seiner zentralen Lage im Ruhrgebiet ist auch davon betroffen“, so Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, der die Teilnahme an dem Projekt ausdrücklich begrüßt. „Wir setzen schon jetzt mit zahlreichen Projekten auf eine klimaangepasste Stadtentwicklung mit Grün und Wasser. Schließlich sollen unsere Bürger*innen und Bürger auch zukünftig ein lebenswertes Umfeld vorfinden.“

Praktische Untersützung

Das Projekt „BlueGreen City Coaching“ unterstützt Städte ganz praktisch. Sie erhalten konkrete Hilfe dabei, Potentiale von grüner und blauer Infrastruktur – also zum Beispiel Parks, Bäume, Wasserflächen oder Entwässerung – besser zu verstehen und sinnvoll zu nutzen. Gemeinsam wird geschaut, was vor Ort möglich ist und wo es Grenzen gibt. Es wird festgelegt, welche Schritte zuerst, später oder langfristig angegangen werden sollten. Auch sollen klare Rahmenbedingungen geschaffen werden. Ziel ist es, gut begründete und auf die jeweilige Stadt zugeschnittene Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.

Projektbeteiligte

Der Coachingprozess hat im Herbst 2025 begonnen und endet im Frühjahr 2027. Die Projektleitung obliegt dem Fachbereich Umwelt und Stadtplanung in enger Abstimmung mit den Fachbereichen Tiefbau und Verkehr, Stadtgrün, Gebäudemanagement, Gesundheit, Schule und Weiterbildung, Kinder-Jugend-Familie sowie der Stadtentwicklungsgesellschaft Herne, der Stadtentwässerung Herne und der Herner Schulmodernisierungsgesellschaft.

Zusammenfassung in Toolbox

Die Ergebnisse werden so aufbereitet, dass sie sich leicht in kommunale Entscheidungsprozesse integrieren lassen. Die vier Schwerpunktthemen „Blau-Grüne Infrastrukturplanung“, „Kosten – Nutzen – Finanzierung“, „Recht“ und „Governance“ sind in einer Toolbox zusammengefasst. An den Inhalten können sich die teilnehmenden Kommunen im Rahmen des Coachings bedienen. Erfolgreiche Strategien sollen als Vorbilder für weitere Städte dienen.

Über das Projekt

Das Projekt „BlueGreen City Coaching“ ist ein vom Umweltbundesamt betreutes Forschungsprojekt, das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz über das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz gefördert wird. Die Umsetzung erfolgt durch das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Urbanistik und Fresh Thoughts. Unterstützend wirken der Deutsche Städtetag sowie das Zentrum Klimaanpassung.

Freitag, 23. Januar 2026 | Quelle: Pressebüro der Stadt Herne