Das Unternehmen setzt auf die Zukunft, Expansion und Photovoltaik
Elektro Sprick eröffnet neuen Erweiterungsbau
Durchaus beeindruckend kommt das neue Gebäude an der Riemker Straße 80 daher: Der Neubau ist das Erweiterungsgebäude der Firma Elektro Sprick, die damit auf die Zukunft, Expansion im Unternehmen und vor allem den Bereich der Photovoltaik (PV) setzt. Am Freitag (3.7.2026) war vor rund 160 geladenen Gästen, ein Mix aus Kunden, Geschäftspartnern, Vertretern aus der Verwaltung und Politik, die große Eröffnung.
Seniorchef Rüdiger Sprick als auch Juniorchef Robin Sprick ist die Freude über den nächsten Meilenstein sichtlich anzusehen. „Für unsere Expansion in der Firma war der Neubau dringend nötig. Allein der Markt in der PV ist so groß geworden, dass wir nicht nur als Team, sondern auch mit den Räumen wachsen mussten“, erklärt Rüdiger Sprick im Gespräch mit halloherne.
Drei Etagen und rund 600 Quadratmeter Fläche
Sohn Robin, der nun in dritter Generation im Unternehmen aktiv ist, nachdem es ursprünglich von Horst Sprick im Januar 1968 gegründet wurde, fügt im halloherne-Gespräch an: „Der Erweiterungsbau hat insgesamt drei Etagen und rund 600 Quadratmeter Fläche. Es sind ein Dutzend neue Büros entstanden, eine Ausstellungsfläche als Showroom für PV-Anlagen, Wärmepumpen und Schaltkästen, sowie ein Aufenthaltsraum und Besprechungsraum.“
Ein moderner und offener Eingangsbereich empfängt nun die Kunden, dieser erinnert er an eine Hotellobby, als an eine Elektrofachfirma. Eine moderne Optik im ganzen Gebäude versprüht eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Zur Investitionssumme des Neubaus wollen die Chefs keine Angaben machen, aber der Seniorchef weiß: „Heutzutage macht nicht nur das Gehalt etwas aus, sondern auch die Softskills und das Gemeinschaftsgefühl.“
45 Mitarbeiter hat die Firma derzeit
Besonders die Büros machen sich aber bemerkbar: „Zuletzt saßen unsere Mitarbeiter teilweise zu viert, fünft oder sechst in einem Raum. Das war auch vom Lautstärkepegel kein gutes Arbeiten mehr. Nun sind maximal zwei Arbeitsplätze pro Büro entstanden, um in Ruhe arbeiten zu können.“ Rund 45 Mitarbeiter hat die Elektrofirma aktuell, als er in die Firma eingestiegen ist waren es halb so viele.
Ein Jahr hat die Bauphase gedauert, die Planung vorher logischerweise noch etwas länger. Nun ist aber alles fertig. „Es war wie eine OP am offenen Herzen, trotz der Baustelle ging der Betrieb normal weiter. Aber alle haben das gut gemeistert“, resümiert der Juniorchef.
Schon als Kind immer vor Ort gewesen
Auch wenn er schon als Kind immer vor Ort war und mit der Firma groß wurde, war lange gar nicht klar, ob er den selben Weg wie sein Vater und Opa einschlagen wird. „Ich war auf dem Gymnasium und habe mich dann einigermaßen kurzfristig dazu entschieden, nach der zehnten Klasse mit einem Realschulabschluss mit der Schule aufzuhören und die Ausbildung 2015 zu beginnen“, blickt er zurück. Anschließend ging alles relativ zügig, nach der Lehre ging es direkt zur Meisterschule. 2020 dann die Ernennung als Elektrotechnikermeister.
Seitdem ist der heute 26-Jährige mittendrin und wird irgendwann seinen Vater als alleiniger Chef beerben. „Für mich bedeutet der Neubau auch, dass ich das Unternehmen in die nächste Generation bringen will“, freut sich Papa Rüdiger über seinen Sohn und das fertige Bauprojekt. „Ich will damit auch zeigen: Das Handwerk lohnt sich.“ Bekanntlich haben viele Handwerksunternehmen Probleme, Nachfolger für den nahenden Ruhestand zu finden - vor allem, wenn es keinen Nachwuchs gibt oder der andere Pläne hat.
Stolz, Verantwortung zu übernehmen
Für den Sohnemann heißt die Unternehmensnachfolge auch Verantwortung übernehmen: „Das macht mich aber auch stolz und ich möchte weiter daran mitwirken, dass die Firma größer wird.“ Aufträge für Solaranlagen würden derzeit rund 30 bis 40 Prozent des Umsatzes ausmachen, hinzu kommen Arbeiten mit Wärmepumpen und die „üblichen“ Elektroinstallationen, auch für zum Beispiel Klimaanlagen und Elektro-Ladestationen. Arbeiten an Neubau-Projekten seien aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage auf dem Bau zurückgegangen, erklärt Robin Sprick.
Bleibt noch die Frage, was mit den bisherigen Büroräumen geschieht. „Die räumen wir frei und erweitern damit unser Lager“, erklärt der Juniorchef und verabschiedet sich, um die nächsten Gäste zu begrüßen. Die Zukunft bei Elektro Sprick hat gerade erst angefangen.