Neue Warnsirene an der Künstlerzeche

Insgesamt 26 im Stadtgebiet geplant

Warn-Sirene an der Künstlerzeche Unser Fritz.
Die neue Warn-Sirene an der Künstlerzeche Unser Fritz. Foto: Marcel Gruteser

Die Stadt Herne hat, wie vom Rat der Stadt beschlossen, damit begonnen, ein flächendeckendes Netz von Warnsirenen zu errichten. An insgesamt 26 Standorten sollen künftig Sirenen vor Gefahren warnen. Zu den bisherigen Standorten, an der Grundschule Stöckstraße, dem Evonik-Werk und dem Cranger Kirmes Platz, kommt ab sofort ein Weiterer hinzu: An der Künstlerzeche Unser Fritz. Dies teilten Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, Stadtrat Dr. Frank Burbulla sowie Branddirektor Marco Diesing, stellvertretender Leiter der Herner Feuerwehr, beim Pressegespräch am Dienstag (7.7.2020) mit.

„Wir möchten die Bevölkerung zunächst darüber informieren, dass es jetzt wieder ein Alarmsystem in unserer Stadt gibt und sie nicht panisch zusammenzucken müssen, wenn sie die Sirenen hören", so OB Dr. Dudda.

Weiter berichtete er: „Bei mir selbst wurden Erinnerungen an meine Jugend geweckt. Früher gab es samstags immer einen Probe-Alarm, und der hat bei vielen Menschen keine positiven Erinnerungen ausgelöst. Deshalb ist es mir wichtig, die Bürger über das neue Netz von Warnsirenen aufzuklären und zu informieren."

Warn-Sirene an der Künstlerzeche Unser Fritz, im Bild (v.li.) Dezernent Dr. Frank Burbulla und Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda.
Erläuterten die Vorteile der Warn-Sirene: (v.li.) Dezernent Dr. Frank Burbulla und Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. Foto: Marcel Gruteser

Alarm bei Naturkatastrophen

Gewählt wurde der neue Standort, da die Künstlerzeche im Überschwemmungsgebiet der Emscher liege. „Das neue Netz ist ein wichtiger Baustein der Architektur des Sicherheitskonzeptes unserer Stadt. So können wir die Sirenen beispielsweise bei Naturkatastrophen einsetzen", sagte Stadtrat Dr. Frank Burbulla. „Das Ziel ist, die Bevölkerung zuerst zu warnen und dann zu informieren.“

Eine Sirene kostet circa 10.000 Euro. Insgesamt liegen die Kosten bei rund 500.000 Euro, von denen der städtische Anteil rund 300.000 Euro beträgt. 100.000 Euro erhält die Stadt durch eine Förderung vom Land NRW.

Die Sirenen werden auf oder an öffentlichen als auch privatwirtschaftlichen Gebäuden errichtet. Die Sirenen selbst sind von der Leitstelle der Feuerwehr einzeln ansteuerbar, das heißt, bei einer Warnung für ein bestimmtes Gebiet, würden nicht alle Sirenen im Stadtgebiet einen Warnton abgeben.

Bei Alarm: Radio einschalten, Durchsagen und Warn-Apps beachten

In naher Zukunft werde es auch Probealarme geben, beispielsweise am bundesweiten Warntag, voraussichtlich im September 2020. „Die Sirenen haben die Aufgabe zu warnen. Bei einem richtigen Alarm wird ein einminütiger Heulton erklingen", so Branddirektor Marco Diesing. Damit verbunden sei dann auch die Aufforderung, einen Hörfunksender einzuschalten, auf Durchsagen oder auf Meldungen von Warn-Apps wie Nina zu achten. Die Entwarnung erfolge dann durch einen Dauerton.

Warn-Sirene an der Künstlerzeche Unser Fritz, im Bild Marco Diesing, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Herne.
Stellte die Funktionen der Warnsirene vor: Branddirektor Marco Diesing, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Herne. Foto: Marcel Gruteser

In diesem Jahr sollen noch zehn weitere Sirenen angebracht werden. So soll auch die Sirene am Evonik-Werk gegen eine Neue ausgetauscht werden, berichtete der Standortleiter Dr. Rainer Stahl. „Wir sind uns bewusst, welche Verantwortung wir als Unternehmen, unter anderem für Chemie, für die Sicherheit haben. Daher wollen wir die Stadt und die Feuerwehr bei der Gefahrenabwehr unterstützen", sagte Stahl.

Das gesamte Projekt soll Ende 2021 abgeschlossen sein.

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