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Für das brachliegende Gelände der ehemaligen Zeche Blumenthal werden die Planungen konkreter.

Stadt erhält Innovationsbooster vom Land NRW

Nächster Schritt für Blumenthal

Gute Nachricht für Herne: Die Planungen für die Entwicklung des Geländes der ehemaligen Zeche General Blumenthal werden konkreter. Nachdem bereits bekannt ist, dass das Areal beim 5-Standorte-Programm eine zentrale Rolle spielen wird (halloherne berichtete) und auch Fördergelder in Höhe von circa 4,6 Millionen Euro für Entwicklung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden können (halloherne berichtete), ereilt die Stadt nun erneut eine positive Nachricht.

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Herne erhält den sogenannten ersten Innovationsbooster vom Land NRW mit einem Volumen von 150.000 Euro für die Erstellung einer Konzeptstudie für das Gelände der ehemaligen Zeche. Mit Innovationsbooster ist im Übrigen eine Zuwendung für eine Leistung gemeint, die auch für das Land NRW von Interesse ist.

Konzeptstudie für Blumenthal entwickeln

Bei einem Pressegespräch am Donnerstag (10.8.2023) stellt Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda klar: „Das ist nun endlich der Startschuss für die Konzeptstudie für Blumenthal.“

Das Areal um das ehemalige Bergwerks General Blumenthal 11, das ehemalige Kraftwerk Shamrock und das brachliegendes Heitkamp-Gelände.

Weiter führt er aus: „Diese Konzeptstudie dient als Einstieg in das Projekt. Sie dient dazu, Ideen und mögliche Umsetzungen zu erarbeiten, damit wir näher an die Konkretisierung der Zielvorstellungen kommen. Denn mit Blumenthal sollen letztendlich 3.500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden." Ebenso werde auch der Bericht des Kommunalen Entwicklungsbeirat (halloherne berichtete) der Konzeptstudie beigefügt.

'Viel Arbeit liegt noch vor uns'

Ferner sei eine weitere Teilaufgabe die Gründung einer Projektgesellschaft, die am Dienstag, 5. September 2023, vom Rat beschlossen werden soll. Diese soll als Tochtergesellschaft der Stadtentwicklungsgesellschaft fungieren und sich unter anderem um die Entwicklungsstrategie sowie Grundstückskaufgeschäfte kümmern.

„Es ist der nächste Schritt in der Entwicklung von Blumenthal, dennoch liegt noch viel Arbeit vor uns", macht der Geschäftsführer der Herner Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Dr. Dirk Drenk, deutlich.

Pläne für die Seilbahn

Aber auch die Planungen in Bezug auf die mögliche Seilbahn werden konkreter. „Die Machbarkeitsstudie liegt vor und bestätigt, dass es möglich ist. Sie wird im Herbst den politischen Gremien präsentiert", so Dr. Dudda. „Der Nutzen liegt ganz klar über den Kosten."

OB Dr. Frank Dudda zeigt sich sichtlich erfreut über den Booster des Landes NRW.

Ferne komme hier ebenso viel Arbeit auf die Beteiligten zu. So muss das Seilbahnprojekt in den ÖPNV-Bedarfsplan aufgenommen werden, die Ausschreibung geplant und das Planfeststellungsverfahren in die Wege geleitet werden.

„Momentan lächeln noch einige Bürger über das Projekt Seilbahn, aber sie werden sehen, wie schnell sie letztendlich kommt", verdeutlicht Stadtrat Karlheinz Friedrichs.

'In fünf Jahren Seilbahn fahren'

Die Pläne um Blumenthal und ebenso die Seilbahn sollen zu einer Aufwertung Wanne-Eickels führen. Insgesamt sei der Bereich der Bielefelder Straße bis zum Technischen Rathaus angedacht.

Bis man Wanne dann wirklich aus luftigen Höhen bewundern kann, dauere es aber noch etwas. Jedoch drückt OB Dr. Dudda aufs Gas: „Von heute an gehe ich davon aus, dass man in fünf Jahren mit der Seilbahn fahren können wird."

Das Gelände der ehemaligen Zeche Blumenthal.
| Autor: Julia Blesgen