Künstlergespräch: Asad Raza in der Essener City

Essen. Urbane Künste Ruhr zeigt die groß angelegte Installation Absorption des US-amerikanischen Künstlers Asad Raza. Als Beitrag zur diesjährigen Ruhrtriennale ist die Arbeit noch bis zum 25. September im ehemaligen Allbauhaus in Essen zu erleben.

Installation mit dem Künstler Asad Raza.
Installation mit dem Künstler Asad Raza. Foto: urbane künste ruhr

Am Donnerstag, 9. September 2021, um 19 Uhr spricht Britta Peters, Künstlerische Leiterin von Urbane Künste Ruhr, in der Installation mit dem Künstler Asad Raza und dem emeritierten Professor für Standortkunde und Bodenschutz an der TU Berlin Gerd Wessolek. Während der Ausstellung wird mittels einer kontinuierlichen Bearbeitung durch so genannte „Cultivators“ aus Lehm, Sand, Kompost und weiteren Bestandteilen eine neue Erde erzeugt. Der Prozess wird von verschiedenen Seiten wissenschaftlich begleitet, unter anderem durch die Bodenkundler Prof. Dr. Jörg Rinklebe von der Ruhr Universität Wuppertal sowie Prof. Dr. Gerd Wessolek. Im Fokus des Gesprächs stehen nicht nur die prozesshafte Dynamik und die Energiekreisläufe von Absorption, sondern auch die besondere Verbindung zur Geschichte des Ruhrgebiets und dem Veranstaltungsort in der Essener Innenstadt.

Mit Absorption zeigt Urbane Künste Ruhr eine Arbeit von großer sinnlicher und poetischer Kraft, die das gesamte Erdgeschoss des Gebäudes am Pferdemarkt einnimmt. Erde dringt bis in die hintersten Ecken des geschichtsträchtigen Gebäudes in der Essener Innenstadt. Die Erde entsteht als Gemisch aus Sand, Lehm und Kompostanteilen. Diese Basis wird im Vorfeld und während der Ausstellungslaufzeit mit organischer und anorganischer Materie aus dem Ruhrgebiet (beispielsweise Klärschlamm, Altpapier oder Haare) versetzt und durch Bearbeitung und Kompostierung zu neuer Erde – von Raza „Neosoil“ genannt – verarbeitet. So ist Absorption eine Installation, die die verwerteten Materialen veredelt und keinen Abfall produziert, sondern kulturelles und industrielles Wissen in sich und weiterträgt.

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Donnerstag, 09. September 2021, um 19 Uhr Der Eintritt ist frei. Aufgrund eingeschränkter Kapazitäten ist eine Anmeldung erforderlich: www.ruhrtriennale.de Darüber hinaus gilt weiterhin grundsätzlich die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske, sowie die 3-G-Regel.
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