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Die Vorschulkinder des Waldorfkinderhauses trainieren ihre motorischen Fähigkeiten und ihre Kreativität.

Vorschularbeit im Waldorfkinderhaus Herne

Kinder in der Entwicklung fördern

Kinder bestmöglich in ihrer Entwicklung fördern und auf die Schule vorbereiten, das haben sich die Verantwortlichen des Waldorfkinderhauses Herne e.V. zu einem ihrer Anliegen gemacht. Nils Kubiak, Mitarbeiter des Hauses, hat zu diesem Thema sogar eine Einzelfallstudie als Teil seiner Bachelorarbeit verfasst. Sie beschäftigt sich damit, wie sich die Vorschularbeit im Waldorfkinderhaus auf die Schulfähigkeit für die 1. Klasse in einer Waldorfschule auswirkt. Jedoch gebe sie auch Aufschluss darüber, wie sich die Arbeit auf eine Grundschule auswirke.

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Das Waldorfkinderhaus wurde von Kubiaks Mutter, Martina Tyzak-Kubiak, vor gut 28 Jahren im Jahr 1994 eröffnet. Bis heute ist sie als Leitung der Einrichtung tätig. Nils Kubiak war selbst eines der ersten Kinder, die dort ihre Kindergartenzeit verbrachten.

Nils Kubiak hat über die Vorschularbeit eine Einzelfallstudie geschrieben.

Von Anfang an sei das Waldorfkinderhaus von der Herner Bevölkerung gut angenommen worden. „Es war eine sehr interessierte und offene Atmosphäre. Wir hatten von Beginn an viele Nachfragen. Zunächst standen wir eher vor dem Problem, die richtigen Räume zu finden", berichtet Martina Tyzak-Kubiak. Nach längerer Suche fanden dann die Verantwortlichen die Örtlichkeit am Harpener Weg 30, der bis heute der Standort für das Kinderhaus ist.

Das Kinderhaus besteht heute aus zwei Gruppen: Einer U3- und einer Ü3-Gruppe, mit einem spezifischen Vorschulbereich mit circa 30 Kindern. „Wir haben einfach gemerkt - besonders jetzt noch einmal während der Pandemiezeit - das die Schulvorbereitung einen immer höheren Stellenwert bekommt", so Nils Kubiak.

Vorschularbeit in den Fokus rücken

Weiter führt er aus: „Vielfach ist die Schulfähigkeit nicht mehr so, wie sie sein sollte. Die Kinder haben teilweise einige Defizite. Deshalb haben wir eine Vorschulvorbereitung ausgearbeitet, die die Kinder in ihrer Sprache und Motorik, aber auch in ihrer Kreativität und Persönlichkeitsentwicklung fördert."

Die Puppenecke im Waldorfkinderhaus.

Diese setze sich aus drei Kriterien zusammen. Zum einen gebe es die Vorschulmappe, darin werden Bilder von den Kindern gesammelt. Diese Dokumentation der künstlerischen Arbeit zeige auch den Entwicklungsstand des Kindes.

Der zweite wichtige Baustein sei die Förderung von Sprache und Motorik. So finde einmal in der Woche die Vorschuleurythmie statt. Hier komme eigens eine Eurythmetikerin in das Kinderhaus und stärkt die Sprache sowie die Bewegung der Kinder. Als dritten und letzten Baustein nennt der 31-Jährige die Förderung von handwerklichen Tätigkeiten.

„In diesem Jahr haben wir nur vier Vorschulkinder. Im nächsten Jahr neun. Dadurch, dass wir so kleine Gruppen haben, können wir besser auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingehen", so Kubiak.

Kein starres Programm

Den Verantwortlichen des Waldorfkinderhauses ist es wichtig, die Kinder dort abzuholen, wo sie sich gemäß ihrem Entwicklungsstand befinden. „Wir haben kein starres Vorschulprogramm. Alles, was wir machen, beruht auf der Freiwilligkeit der Kinder. Wir wollen die Lernfreude der Kinder wecken. So werden sie auch aktiv mit in das Programm der Vorschularbeit mit eingebunden", so Nils Kubiak.

In Projekten entwerfen die Kinder beispielsweise Kuschelkissen oder auch kleine Holzboote, die später am Gysenberg ins Wasser gelassen werden. In diesem Jahr gab es ein besonderes Projekt. Die Kinder gestalteten selbst ein Puppenhaus. „Die Gruppe war schon so weit, dass wir es machen konnten. Die Idee dazu hatte übrigens ein Vorschulkind. Wir haben unterstützend daran mitgewirkt, aber die Lösungsansätze lieferten die Kinder selbst", so der 31-Jährige.

Die Kinderküchenecke im Waldorfhaus

Ebenso ist den Verantwortlichen wichtig, dass die Kinder Zeit in der Natur verbringen. So gibt es einen naturbelassenen Garten, in dem die Kinder sich neben Spielgeräten auch an einem Kletterbaum austoben können.

Thematik ins Bewusstsein bringen

Für seine Einzelfallstudie als Teil seiner Bachelorarbeit hat Nils Kubiak ein Kind während seiner Vorschulzeit begleitet. Jedoch war es ihm wichtig, dass die Studie auch auf die Entwicklung allgemein betrachtet werden kann. „Es war mir einfach wichtig, dass diese Thematik in das öffentliche Bewusstsein rückt. Denn es gibt kaum wissenschaftliches Material für die Vorschularbeit in einem Waldorfkinderhaus", sagt der Mitarbeiter des Kinderhauses. Insgesamt arbeitete Kubiak ein dreiviertel Jahr an seiner Arbeit, die letztendlich mit 1,0 bewertet wurde.

„Es zeigte sich in Rücksprache mit den Eltern und Lehrern, dass sich die Vorschularbeit positiv auf die Schulfähigkeit des Kindes ausgewirkt hat. Ebenso auch auf die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes", sagt der junge Mann.

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Insgesamt, so macht Kubiak deutlich, ist die Erteilung der Schulfähigkeit ein Zusammenspiel von Kita, Kinderarzt, Eltern, Lehrern und dem Schulamt, aber immer unter Berücksichtigung der Perspektive des Kindes. „Die Vorschularbeit wird in den nächsten Jahren immer mehr an Wichtigkeit gewinnen. Hierbei ist es wichtig, immer auch auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes einzugehen und sich nicht nur starr nach Vorgaben zu richten, sondern die Kinder dort abzuholen, wo sie stehen“, so Nils Kubiak abschließend.

Für die Kinder gibt es viel Spielzeug aus Holz.
| Autor: Julia Blesgen

Sparkasse zu Selbstbedienungsstandorte

Angepasste nächtliche Öffnungszeiten

Die Filiale in Holsterhausen ist seit dem 1.1.2022 geschlossen, der SB-Foyer schließt zum 16.10.2022.

Die Herner Sparkasse reagiert auf die gegenwärtigen Anforderungen zum Energiesparen und teilt in einer Pressemitteilung von Freitag (30.9.2022) mit, dass das bislang übergangsweise weiterbetriebene SB-Foyer der ehemaligen Geschäftsstelle Holthausen nach einer Übergangszeit - wie angekündigt - geschlossen wird. Nach Abstimmung mit dem Vermieter des Standortes betreibt die Sparkasse ihre SB-Technik an diesem Standort daher nur noch bis Sonntag, 16. Oktober 2022, weiter. Die nächstgelegenen Selbstbedienungsgeräte hält die Sparkasse für ihre Kunden in der Geschäftsstelle Sodingen vor. In der Mont-Cenis-Straße 267a bietet die Herner Sparkasse darüber hinaus auch umfassende Serviceangebote und eine persönliche und individuelle Beratung vor Ort. Neben verschiedenen Maßnahmen wie der Absenkung der Raumtemperatur in den Räumen des Kreditinstituts schränkt die Sparkasse künftig nachts auch die Öffnungszeiten ihrer Selbstbedienungsstandorte an weniger frequentierten Standorten ein. Aus diesem Grunde schließt die Geschäftsstelle Röhlinghausen den Zugang zu den Selbstbedienungsgeräten ab Anfang Oktober zwischen 0:00 und 5:30 Uhr und schaltet die vorgehaltene SB-Technik in diesem Zeitraum ab. Auch die beiden SB-Standorte Elpes Hof und Wanne-Nord schließen künftig im selben Zeitraum in der Nacht. In den Geschäftsstellen Horsthausen und Holsterhausen wird diese Regelung für den nächtlichen Zugang zu den Selbstbedienungsgeräten bereits seit eineinhalb Jahren umgesetzt. Die SB-Foyers der Hauptstelle, der Niederlassung Wanne sowie der Geschäftsstellen Sodingen, City und Eickel hält die Sparkasse aufgrund einer höheren nächtlichen Kundenfrequenz weiterhin durchgehend geöffnet. Gleiches gilt für den SB-Standort am Bahnhof. Allerdings wird an diesen Standorten in der Zeit von 0:00 und 5:30 Uhr ein Teil der SB-Geräte ausgeschaltet. Neben der Einsparung von Energie für Geräte, Beleuchtung und Heizung kommt die Sparkasse damit auch gestiegenen Sicherheitsanforderungen nach. Aufgrund der Zunahme von Geldautomaten-Sprengungen bei Nachbarsparkassen folgt die Herner Sparkasse mit den Nachtschließungen damit zusätzlich auch den Empfehlungen des Landeskriminalamtes sowie des Versicherers. Bereits angekündigt war, dass das bislang übergangsweise weiterbetriebene SB-Foyer der ehemaligen Geschäftsstelle Holthausen nach einer Übergangszeit geschlossen wird. Nach Abstimmung mit dem Vermieter des Standortes betreibt die Sparkasse ihre SB-Technik an diesem Standort daher nur noch bis zum 16.10.2022 weiter. Die nächstgelegenen Selbstbedienungsgeräte hält die Sparkasse für ihre Kunden in der Geschäftsstelle Sodingen vor. In der Mont-Cenis-Straße 267a bietet die Herner Sparkasse darüber hinaus auch umfassende Serviceangebote und eine persönliche und individuelle Beratung vor Ort.

1,67 Millionen Unterstützung vom Bund

Förderung des Wasserstoff-Netzwerkes

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz wird das Wasserstoff-Netzwerk in den kommenden Jahren mit bis zu 1,67 Millionen Euro fördern.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz wird das Wasserstoff-Netzwerk, dem alle 53 Kommunen in der Metropole angehören, in den kommenden Jahren mit bis zu 1,67 Millionen Euro fördern. Das Netzwerk soll den interkommunalen Austausch über aktuelle Entwicklungen zu Wasserstoff-Themen in der Metropole Ruhr fördern, um gemeinsame infrastrukturelle Voraussetzungen schaffen zu können. Ein IT-Tool soll eingerichtet werden, mit dem die bereits erreichte Treibhausgasminderung sichtbar gemacht und geplante Minderungsstrategien simuliert werden können. Darüber hinaus sei eine Beratung der Kommunen zum Einsatz von grünem Wasserstoff geplant. Für die Koordination des Netzwerkes wurde ein Förderantrag als Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative gestellt. Den Eigenmittelanteil wird der Regionalverband Ruhr (RVR) über die Wasserstoff-Koordinierungsstelle (HyMR) beisteuern. Der RVR übernehme das Netzwerkmanagement. „Mit der großen Bereitschaft der Kommunen im Klimaschutznetzwerk Wasserstoff mitzuwirken, macht die Metropole Ruhr deutlich, dass das Ziel Klimaneutralität nur zusammen gelingen kann“, betont RVR- Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel. „Mit Hilfe der Bundesmittel werden wir die industrielle und klimafreundliche Erneuerung unserer Region gemeinsam vorantreiben.“ Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne und zugleich Vorsitzender der RVR- Verbandsversammlung erklärt: „Für Herne wird Frau Dr. Rebsch als Bereichsleitung des 5-StandorteProgramms Herne am Klimaschutznetzwerk Wasserstoff mitwirken, um das Thema Wasserstoff mit Herner Projekten aus dem 5-StandorteProgramm zu verknüpfen.“ Um die im Klimaschutzgesetz verankerte Klimaneutralität im Jahre 2045 zu erreichen, sei es erforderlich, dass alle Sektoren von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien umrüsten. Dem Einsatz von grünem Wasserstoff komme dabei vor allem in der Industrie eine Schlüsselrolle zu. Die RVR-Verbandsversammlung habe daher Ende letzten Jahres beschlossen, eine regionale Koordinierungsstelle für Wasserstoff in der Metropole Ruhr (HYMR) einzurichten. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiere und fördere die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgas-emissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen

we-house ist noch Baustelle

Verschenkeladen in Sodingen

Das we-house-Team vom Verschenkeladen.

In das we-house, dem ehemaligen Sodinger Hochbunker am Kurt-Edelhagen-Platz, sind mittlerweile fast alle Bewohner eingezogen. Rund 50 Menschen - von schwanger bis zu 65 Jahren - wohnen nun im Oktober 2022 in den 25 Wohnungen und fühlen sich hinter den dicken Wänden eigentlich pudelwohl. Ja, eigentlich! Denn der Bunker gleicht an vielen Stellen immer noch einer Baustelle. Aber das Miteinander in dem gemeinschaftlichen Wohnprojekt funktioniert und so lässt sich das Leben mit dem Gerüst, der unvollständigen Fassade und der Baustelle im Treppenhaus besser aushalten. Gemeinsam und nachhaltig, das sind zwei Adjektive, die den (Bunker-) Menschen wichtig sind. Darum ist ein Aspekt des Zusammenlebens auch, dass nicht jeder alles besitzen muss, sondern das gegenseitige Ausleihen wird groß geschrieben. So hat jeder von ihnen seine Dinge gesichtet und das, was nicht benötigt, wird nun in dem Verschenkeladen angeboten. Der befindet sich auf der andern Straßenseite des Bunkers, Mont-Cenis-Straße 313, und hat seit Sonntag (18.9.2022) geöffnet. Jutta Büschkes, eine Bewohnerin, sagt gegenüber halloherne: „Wir haben die Öffnungszeiten unseres kleinen Lädchens der Galerie vis-à-vis angepasst und wechseln uns mit dem Ladendienst ab.“ Mittwochs und sonntags kann nun jeder in der Zeit von 15 bis 18 Uhr erst 'Kunst gucken' und dann shoppen oder andersherum. Gegen eine Spende wechseln dann die Gegenstände ihren Besitzer. Das ist erstmal bis Ende des Jahres möglich, da der Laden in dem (Bunker-) Baubüro untergebracht ist, dessen Räume bis Ende des Jahres angemietet sind. Wenn denn der Bunker einmal komplett fertig und die Baustelle verschwunden sein sollte, dann könne sich die Gemeinschaft eine kleine Tauschecke im Erdgeschoss vorstellen. Auf jeden Fall kommt in das Erdgeschoss aber ein Bistro mit einem Bio-Angebot und einem günstigen Mittagstisch - für die Bewohner, aber auch für die Sodinger. Zudem könne sich die Gemeinschaft vorstellen, dass das Bistro als Begegnungsstätte für die Bewohner und die Nachbarschaft fungiert und sich hier ein kleine Kulturprogramm etabliert. Dazu wird noch ein Pächter gesucht, der das Bistro zwar in Eigenverantwortung - aber in Absprache mit der Hausgemeinschaft - führt. Wer sich vorstellen könnte, das Bistro zu führen, der kann sich bei Alex Timm, we-house Herne GmbH & Co. KG, Mont-Cenis-Straße 294, 44627 Herne, oder aber auch per Tel 02323 3689 363 melden.

Erstes Netzwerktreffen des Projektes 'Herner Brücke'

Gemeinsam Suchterkrankten helfen

Das Projekt 'Herner Brücke' will Hilfsangebote vernetzen. Projektleiter Dr. Florian Ternes (10.v.l) und Stefanie Thomczyk (12.v.l.) freuen sich über den Start.

Menschen, die an einer Suchterkrankung leiden oder kurz davorstehen, in eine Abhängigkeit zu fallen, benötigen Unterstützung und Hilfestellung. Jedoch ist es für viele schwer, den Weg ins Hilfesystem zu finden, da eine Suchterkrankung oftmals immer noch mit einer Stigmatisierung verbunden ist. Das Projekt „Herner Brücke“, welches die unterschiedlichen Herner Sozial- und Gesundheitshilfen miteinander vernetzen will, setzt genau hier an. Die Akteure möchten Betroffenen und Angehörigen, die ihrerseits den Weg ins Hilfesystem noch nicht gefunden haben, einen niederschwelligen Zugang zu Hilfsangeboten bieten. Am Freitag (30.9.2022) fand das erste Netzwerktreffen, der 16 beteiligten Partner statt. Im Anschluss dran präsentierten die Akteure ihr Ziele und Planungen. „Der Ursprung des Projektes liegt im Jahr 2019. Die Stadt Herne hat beschlossen, das bestehende Suchthilfe-Angebot zu verbessern und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Akteuren noch besser zu gestalten", berichtete Projektleiter, Dr. Florian Ternes. Die derzeitigen Netzwerkpartner bestehen aus der Arbeiterwohlfahrt, dem Arbeiter-Samariter-Bund, dem Bürger-Selbsthilfe-Zentrum Herne, dem Caritasverband Herne, dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Herne, der Gesellschaft freie Sozialarbeit, der Jugend,-Konflikt-und Drogenberatung, der Kadesch gGmbh, dem Kommunalen Integrationszentrum, Nachbarn e.V., der wewole Stiftung, dem Zeppelin-Zentrum/Kirchenkreis Herne und den Fachbereichen der Stadt Herne für Gesundheitsmanagement, dem Fachbereich Soziales und Kinder-Jugend-Familie. Dr. Florian Ternes: „Mit dem Projekt möchten wir einen niederschwelligen Zugang zum Hilfssystem ermöglichen. Es soll im Kern, um die Beratung und Vermittlung von Hilfe gehen. Dazu beschäftigen wir uns mit den Fragen: Wie finden Menschen Zugang zu den Suchthilfesystemen und wie kann die gesundheitliche sowie soziale Versorgung auf kommunaler Ebene durch ganzheitliche Hilfeprozesse verbessert werden?" Das Projekt sei zunächst für zwei Jahre angelegt und in zwei Phasen untergliedert. Die erste Phase sei bereits gestartet. Hierbei gehe es zunächst um die Planung und Theorie. Ab Anfang 2023 soll es dann in die praktische Phase gehen. Es wird durch das Ministerium Arbeit, Gesundheit, Soziales des Landes NRW als Teil des Aktionsplans gegen Sucht NRW gefördert. Dazu soll unter anderem im Februar 2023 eine App an den Start gehen, die Betroffenen und Angehörigen dabei helfen soll, das passende Hilfsangebot zu finden, das in einfacher Sprache verfasst sein wird. Die Menschen finden hier passgenau zu ihrer Suchterkrankung ein Angebot. Außerdem möchten die Akteure Handlungsempfehlungen entwickeln, wie man mit schwierigen Situationen wie Rückfällen, Therapieabbruch oder auch Gewalt umgehen kann. Stefanie Thomczyk, Mitarbeiterin des Projekts „Herner Brücke“: „Heute ist ein ganz tolles Datum. Ich freue mich sehr über das Projekt mit den vielen tollen beteiligten Akteuren. Mit der Herner Brücke wollen wir uns direkt an die Menschen richten. Keiner soll Hemmungen haben, sich an uns zu wenden. Ähnlich sah es auch Kristin Pfotenhauer, Geschäftsführerin der Kadesch gGmbH und Jugend-, Konflikt- und Drogenberatung. Ihr ist die Vernetzung der einzelnen Stellen wichtig. „Der Austausch mit den einzelnen Hilfsangeboten ist wichtig. Deshalb finde ich dieses Projekt so großartig." Claudia Bartsch vom Soziotherapeutischen Zentrum Heyermanns Hof des ASB: „Die enge Zusammenarbeit bietet eine tolle Hilfestellung für betroffene Menschen und kann auch ein stückweit entstigmatisierend wirken." Pia Plattner vom Sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt Herne sprach gegenüber halloherne von der Bedeutung des Netzwerkes für Suchterkrankte. „Es gibt immer noch Menschen, die den Weg ins Hilfesystem nicht finden. Deshalb ist es so maßgebend, dass diese Vernetzung stattfindet. Denn jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, Hilfe zu bekommen. Daher ist es toll, dass wir mit dem Projekt Hand in Hand arbeiten."

Bier, Brezel, Weißwurst, Tracht und Co. in der City

Oktoberfest im Wirtshaus Herne

Ein Prosit auf die Gemütlichkeit: Das Herner Wirtshaus veranstaltet am 1. Oktober 2022 sein eigenes Oktoberfest.

„O'zapft is!“ heißt es nicht nur ab Samstag, 17. September 2022, in der bayerischen Landeshauptstadt München, wenn die 187. Wiesn eröffnet werden. Auch Herne kann Oktoberfest. Daher lädt das Herner Wirtshaus in den Neuen Höfen Herne am Robert-Brauner-Platz die Ruhrpott-Bajuwaren am Samstag, 1. Oktober 2022, ab 17 Uhr ein. Der Eintritt ist frei - das freut den Geldbeutel. Die Gäste erwartet bayerische Festzeltstimmung samt DJ und Tanzfläche - ein Prosit der Gemütlichkeit ist hier nahezu garantiert. Aus den Zapfhähnen läuft literweise das Löwenbräu Oktoberfestbier, um die durstigen Teilzeit-Bayern zu versorgen. Zur deftigen Stärkung gibt es allerhand Kulinarisches aus dem Süden der Republik: Brezel, Weißwurst, Haxen oder Kaiserschmarrn stehen an diesem Abend auf der Wirtshaus-Speisekarte. Denn jeder weiß: Auf leeren Magen trinkt (und feiert) es sich nicht besonders gut. Natürlich ist auch die Trachtenmode mit feschen Dirndln, karierten Hemden und den Lederhosen sehr gerne gesehen. „Es ist aber kein Muss“, stellt die Wirtshaus-Geschäftsführerin Britta Rommel klar und öffnet somit auch für modisch anders gekleidete Besucher gerne die Türen. Dementsprechend steht einem Abend mit Schunkeln, Singen und gegenseitig Zuprosten nichts im Wege - so kann man sich die rund 650 Kilometer bis zum Original auf der Münchner Theresienwiese sparen.

Bildungskonferenz 2022

'Kultur bildet'

In der städtischen Musikschule trafen sich Teilnehmende aus Verwaltung, Politik und Institutionen zur Konferenz.

Unter dem Motto „Kultur bildet!“ fand am Mittwoch, 28. September 2022, die Bildungskonferenz 2022 statt. In der städtischen Musikschule trafen sich Teilnehmende aus Verwaltung, Politik und Institutionen zur Konferenz. Der Hausherr der Musikschule, Christian Ribbe, begrüßte die Teilnehmenden und übergab das Wort an Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, der eine Videobotschaft geschickt hatte. Dudda unterstrich den Wert, den die Kultur für die Bildung hat. „Insbesondere in den Schulen gewinnt kulturelle Bildung immer mehr an Bedeutung. Denn gerade nach der Pandemie haben wir festgestellt: Die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen sind noch weiter auseinandergedriftet. Damit diese Schere nicht noch weiter aufgeht, kann kulturelle Bildung Schüler in ihrer sozio-emotionalen Entwicklung zu unterstützen.“ Mit Blick auf die Zukunft ergänzte das Stadtoberhaupt: „Wir glauben, dass Kultur, Architektur und Datenorientierung Motoren einer guten zukünftigen Stadtentwicklung sein werden. Von daher kann man nicht früh genug dafür ein Bewusstsein wecken.“ Als nächstes richtete Andrea Christoph-Martini, Schulamtsdirektorin, das Wort an die Anwesenden. „Heute reden wir über kulturelle Bildung, die kein unwichtiger Appendix ist, sondern entscheidender Faktor für gelingende Lebens- und Bildungsbiografien. Davon bin ich, nicht allein aus meiner eigenen Biografie heraus, überzeugt.“ Schul- und Kulturdezernent Andreas Merkendorf freute sich darüber, dass die Bildungskonferenz wieder stattfinden konnte. „Wir haben alle gemeinsam eine große Aufgabe zu stemmen, damit kulturelle Bildung wieder in Fahrt kommt. Ich freue mich, dass gerade die drei Fachbereiche Schule, Kultur und Kinder, Jugend und Familie in dieser herausfordernden Zeit mit knappen Ressourcen in den letzten Monaten viele tolle Dinge auf die Beine gestellt haben." Simone Hoberg von der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW gab einen Impulsvortrag mit dem Titel „Das Potential der kulturellen Bildung für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen – Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum?“ und eröffnete die erste Workshop-Runde. Mit einer Podiumsdiskussion und einem Ausblick auf die nächsten Monate und Jahre ging die Bildungskonferenz zu Ende.

Laubzeit

Die Entsorgung informiert

Laubentsorgung in Herten.

Wenn die Tage kürzer werden und die Blätter sich verfärben, bereiten sich die Straßenbäume auf ihren „Winterurlaub“ vor. Spätestens wenn die ersten Herbstböen an den Ästen rütteln, fällt die bunte Pracht auf Straßen und Gehwege und das große Fegen geht los... Darum informiert die Entsorgung Herne in einer Pressemitteilung vom Mittwoch (28.9.2022) welche Regeln für wen gültig sind. Die Pflicht zur Gehwegreinigung für Grundstückseigentümer, die in der Straßenreinigungssatzung geregelt wird, gilt auch für die Laubbeseitigung. Mindestens einmal in der Woche, bei Bedarf auch häufiger, ist der Blättersegen aufzunehmen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Wind die herbstliche Pracht aus dem eigenen Vorgarten, von den Straßenbäumen oder aus dem Nachbargarten auf den Gehweg vor dem Grundstück geweht hat. Entsorgung Herne hilft bei der Reinigungspflicht mit dem Aufstellen von Laubbehältern. Am 21. September wurde mit der Aufstellung begonnen. Im letzten Jahr standen 440 Laubbehälter in Straßen mit hoher Baumdichte. In diesem Herbst werden noch mehr Behälter für Straßenlaub an neuen Standorten dazukommen. Die Laubgefäße haben ein Volumen von 1.100 L und dienen ausschließlich der Aufnahme von Straßenlaub. Übrigens: Der Laubbehälter, der vor einem Grundstück steht, darf selbstverständlich auch von allen anderen Nachbarinnen und Nachbarn aus der Umgebung benutzt werden! Auf keinen Fall darf das Laub in die Straßenrinne gefegt werden. Das kann zu Verstopfung der Gullys führen. Jeder Laubbehälter wird zweimal in der Woche geleert. Dazu werden zwei Müllwagen auf Tour geschickt. Etwa acht Wochen lang bleiben die Laubbehälter in den Revieren. Rund 2000 Tonnen Straßenlaub werden jährlich in Herne eingesammelt und einer Firma zur Verwertung übergeben. Laub aus Gärten sowie Strauch-und Grünschnitt darf nicht über Behälter für Straßenlaub entsorgt werden. Die Blätterpracht kann genauso wie das andere Grüngut aus dem eigenen Garten in die Biotonne gegeben werden. Bei Grundstücken, die nicht an die Biotonne angeschlossen sind, gehört das Laub in die Restmülltonne. Bei Laubanfall auf großen Grundstücken bietet Entsorgung Herne Container für Garten- und Parkabfälle in verschiedenen Größen gegen Entgelt an. Auch bei den kostenlosen Gartenabfallaktionen im Oktober und November kann man das Grüngut zur Verwertung abgegeben. So gelangt es in den Kreislauf der Natur zurück. Etwa 30 bis 35 Tonnen Laub werden täglich von den Teams der Straßenreinigung mit großen und kleinen Kehrmaschinen von den Straßen aufgenommen. Die Zahl der wöchentlichen Reinigungen ist unterschiedlich: Zwischen einer Reinigung in der Woche in reinen Wohnstraßen bis zu sieben Reinigungen in der Woche in den Fußgängerzonen in Herne und Wanne. Weil es um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer geht, hat die Laubbeseitigung immer Vorrang vor der üblichen Straßenreinigung, d. h. der „gewohnte“ Reinigungstag kann sich in der „Laubzeit“ verschieben.

Spielstadt 2022

Hier geben die Kinder den Ton

Bibi Buntstrumpf lädt zur Spielstadt 2022 ein.

Die Kinderanwältin Bibi Buntstrumpf bietet in Kooperation mit den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Falken Herne (Galaxy Horsthausen, Kindertreff am Pütt, das JUP und dem Pub a la Pub) von Dienstag, 4., bis Samstag, 17. Oktober 2022, in den Herbstferien die Spielstadt an. Arbeiten, Steuern zahlen und wählen gehen, hier können die Jüngsten spielerisch lernen wie eine Stadt und Demokratie funktioniert. Täglich von 10:30 bis 15:30 Uhr sind alle Kinder zwischen 6 und 12 Jahren in die Einrichtung Galaxy Horsthausen auf der Gneisenaustraße 6 eingeladen, mit vielen anderen Kindern eine „Stadt im Kleinen“ zu gestalten. Die Kinder können hier in die Fußstapfen der Erwachsenen treten und ihre eigene kleine Stadt leiten, bei der Post, Bank , Jobcenter oder für die Zeitung arbeiten. Dieses komplexe Projekt ist ein umfassendes Bildungsangebot für die Kinder, Jungen wie Mädchen, unabhängig von Herkunft und Bildungshintergrund. Die inszenierte Welt der Spielstadt eröffnet den Kindern die Möglichkeit, probeweise im Spiel, aber in ernst genommenen Rollen, ein städtisches Gemeinwesen und im weitesten Sinne soziales Leben zu erfahren. Wie funktioniert das Stadtleben, wie die Verwaltung, die lokale Politik, der Kreislauf von Arbeit, Geld und Konsum? Die Wirklichkeit einer Stadt, wenn auch diesmal im kleineren Rahmen, bleibt anschlussfähig an die fantasievoll entwickelte Kinderwelt und umgekehrt. Am Donnerstag, den 6.10.22 wird gewählt, Bürgermeister*in Wahlen. So Lernen Kinder Einfluss auf Abläufe zu nehmen.