Familiensonntag, Kreativseminar, Vortrag, Führungen und Internationaler Museumstag
Im Mai ist viel los im LWL-Museum
Im Mai lädt das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne zu einem Programm ein, das Wissen, Kreativität und Mitmachen miteinander verbindet. Die Besuchenden erwartet ein Mix aus Familienangeboten, Workshops und Einblicken in Kultur und Geschichte: Beim Familiensonntag, 3. Mai 2026, dreht sich alles um Esskulturen weltweit, während ein öffentlicher Vortrag 7. Mai 2026 den Blick auf die Rolle von Essen in Film und Serie richtet. Wer selbst aktiv werden möchte, kann beim Kreativseminar am 9./10. Mai 2026 erste Erfahrungen in der Schmiedekunst sammeln.
Ein besonderer Höhepunkt ist der Internationale Museumstag am 17. Mai 2026, an dem das Museum mit einem erweiterten Sonderprogramm, einer Mitmachaktion und freiem Eintritt öffnet. Archäologische Arbeit ist hier bei einer Schnuppergrabung im „Grabungscamp“ zu erleben, zahlreiche öffentliche Führungen geben Einblicke in die Dauer- und Sonderausstellung.
Familiensonntag „Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch“
Am Familiensonntag, 3. Mai 2026, heißt es im Museum um 13 Uhr und 15 Uhr „Mit vollem Mund die Füße aufm Tisch". Benehmen ist Glücksache? Ganz sicher nicht. Wie man sich zu Tisch richtig benimmt, hängt vor allem davon ab, wo und mit wem man isst. Die Teilnehmenden machen im LWL-Museum eine kleine Zeitreise um die Welt und erfahren, wo ein "Bäuerchen“ zum guten Ton gehört und mit wem man besser nicht den Becher teilt. Wie es darüber hinaus gelingt, die Tischgesellschaft zu beeindrucken, erfahren Interessierte im anschließenden Servietten-Workshop.
Das Programm richtet sich an Kinder ab acht Jahren und dauert 1,5 Stunden. Die Teilnahme am Familienprogramm ist kostenlos. Es fällt lediglich der reguläre Eintritt in die Ausstellung an. Eine Anmeldung zum Familienprogramm ist telefonisch unter 02323 94628-0 zu den Öffnungszeiten des Museums erforderlich.
Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) lädt am 7. Mai um 19 Uhr zum kostenlosen öffentlichen Vortrag „Filmische Delikatessen - Essen in Filmen und Serien". Wer an Essen und Filme denkt, denkt an Popcorn und Nachos. Doch wie sieht es mit Essen in Filmen aus? Was essen Figuren im Film? Charakterisiert die Wahl des Mahls die Figur womöglich? Und warum sind bei Tarantino Gewalt und Essen so eng miteinander verknüpft? Das alles betrachtet Kai Bernhardt, studierter Medienwissenschaftler und Kulturvermittler der aktuellen Ausstellung "Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet“, in seinem Vortrag.
Kreativseminar „Einstieg in die Schmiedekunst“
Die Bearbeitung von Eisen ist eine Handwerkskunst, die mit Beginn der Eisenzeit vor rund 2.800 Jahren ihren Anfang nahm. Bis heute funktioniert das Schmieden nach dem gleichen Grundprinzip wie damals. Die Techniken hingegen haben sich stets weiterentwickelt und im Mittelalter ihren Höhepunkt erfahren.
Bei dem zweitägigen Kreativseminar „Einstieg in die Schmiedekunst“ am 9. und 10. Mai können Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren jeweils von 11 bis 17 Uhr eigene Erfahrungen mit dem Schmieden sammeln.
Nach einem kurzen Rundgang durch die Dauerausstellung, in der die historisch-archäologische Entwicklung der Schmiedekunst erläutert wird, geht es ans Feuer. Unter fachmännischer Anleitung fertigen die Teilnehmenden Objekte, die zum mittelalterlichen Alltag gehörten. Ob darüber hinaus noch weiteres nach Wunsch entsteht, hängt vom Geschick der einzelnen Teilnehmenden ab.
Die Kosten für das Kreativseminar liegen bei 120 Euro pro Person, inklusive Material, zuzüglich Museumseintritt für alle Teilnehmenden ab 18 Jahren. Für die Teilnahme an dem Kreativseminar ist eine telefonische Anmeldung unter 02323 94628-0 während der Öffnungszeiten des Museums oder erforderlich.
Internationaler Museumstag „Mahlzeit!“
Am 17. Mai findet der Internationale Museumstag statt. Zu diesem Anlass gibt es im LWL-Museum zwischen 11 Uhr und 18 Uhr ein abwechslungsreiches Programm. Im „Grabungscamp“ können Familien und Interessierte von 13 bis 17 Uhr selbst aktiv werden. Wer schon immer mal an einer Ausgrabung teilnehmen wollte, bekommt bei der offenen Schnupper-Ausgrabung die Chance. Die Grabungsfachleute des Museums zeigen, wie echte Archäolog:innen arbeiten. Mit Kelle und Pinsel können die Teilnehmenden dann selbst Funde freilegen. Die Teilnahme ist kostenlos und offen für alle. Kinder bis 14 Jahren können nur in Begleitung der Eltern mitmachen. Das Angebot dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Eine Reservierung ist nicht möglich.
Anlässlich des Internationalen Museumstages ist der Eintritt in die Dauerausstellung und die Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet“ frei. Außerdem finden zu jeder vollen Stunde ab 12 Uhr kostenlose Führungen statt. Die öffentliche Führung „Mahlzeit!“ durch die gleichnamige Sonderausstellung startet um 12 Uhr, 14 Uhr, 15 Uhr und 16 Uhr. Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung findet um 13 Uhr und um 17 Uhr statt. Auch wenn die Führungen kostenlos sind, empfiehlt sich das Buchen eines kostenlosen Tickets, um einen Platz in der Führung zu reservieren, da die Plätze begrenzt sind.
Öffentliche Führungen durch Dauer- und Sonderausstellung
Die öffentliche Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung steht im Mai an allen Sonn- und Feiertagen 1., 3., 10., 14., 17., 24., 25., 26. Mai 2026 um 13 Uhr auf dem Programm. Bei dem Rundgang folgen Besuchende in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden erwartet sie beispielsweise der in Mitteleuropa einmalige Faustkeil aus Mammutknochen, der Schmuck der Damen von Ilse als eine der geheimnisvollsten Entdeckungen aus der Eisenzeit sowie das reich mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum.
An den Sonn- und Feiertagen im Mai 1., 3., 10., 14., 17., 24., 25., 31. Mai 2026 um 15 Uhr erwartet Besuchende die öffentliche Führung „Mahlzeit“ durch die gleichnamige Sonderausstellung. Gemeinsames Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Ob beim königlichen Bankett, der einfachen Bauernmahlzeit, dem familiären Abendessen oder der gemeinsamen Mittagspause - überall offenbaren sich Fragen: Wer sitzt wo? Wer bekommt das beste Stück? Welche Rituale bestimmen das gemeinsame Mahl? Und was verrät das alles über Macht, Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und vor allem Kultur?
Von opulenten Festtafeln und rituellen Speisungen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart - schnelle Snacks, digitale Ablenkung und der scheinbare Verlust gemeinsamer Rituale - zeigt diese Ausstellung, wie Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff wirkt. Mit einem Blick auf mehr als 300 Exponate und Geschichten lädt „Mahlzeit!“ dazu ein, die kulturelle Dimension des Essens neu zu entdecken.