Hilfsgüter für Patienten in Bolivien

Verladung der Hilfsgüter für Bolivien.
Verladung der Hilfsgüter für Bolivien. Foto: Kath. St. Lukas Gesellschaft

Dortmund. Dr. Ernesto Valverde und seine Mitstreiter von der Deutschen Bolivien-Hilfe e.V. fahren 2020 erneut nach Bolivien, um medizinische Geräte an regionale Krankenhäuser zu verteilen und ehrenamtlich Chagas-Patienten mit Herzschrittmachern zu versorgen. Der Vorabtransport der Hilfsgüter hatte sich wegen gewalttätiger Ausschreitungen in Bolivien bis kurz vor Weihnachten verzögert.

Die Deutsche Bolivien-Hilfe e.V. engagiert sich seit Jahren, um Engpässe bei medizinischen Geräten in Krankenhäusern mit gespendeten Hilfsgütern etwas zu lindern. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Versorgung von Patienten mit der lebensbedrohlichen Chagas-Infektion, von der vor allem junge Familienväter in der Landbevölkerung betroffen sind (chagas-wikipedia). Diesmal geht es darüber hinaus um die Unterversorgung von Dialysepatienten. Nach Angaben von Dr. Valverde sind im letzten Jahr viele Dialysepflichtige verstorben, weil sie nicht behandelt werden konnten. Deswegen ist es zu Demonstrationen in der Andenstadt La Paz gekommen. Bolivianische Ärzte haben für eine bessere Ausstattung der Krankenhäuser gestreikt.

„Wir danken besonders dem Dialysezentrum von Dr. Karsten Schumann & Partner für die Überlassung von generalüberholten Geräten für zwölf Dialyseplätze. Unser Dank geht auch an die niedergelassenen Kollegen und das Josef-Hospital in Dortmund-Hörde, die Ultraschall- und EKG-Geräte zur Verfügung gestellt haben. Nicht zuletzt sind wir dem Medizin-Techniker Thomas Klähr und unserem Vereinsteam für Ihr Engagement mit Dank verbunden“ sagt Dr. Valverde.

Das St.-Josefs-Hospital in Dortmund Hörde unterstützt die Arbeit seines langjährigen Oberarztes seit vielen Jahren und engagiert sich darüber hinaus für ein Hospiz-Projekt in der bolivianischen Stadt Sucre. Deutsche Bolivien-Hilfe

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