Herne gedenkt der Opfer der Shoah

Shoa-Mahnmal wird geöffnet

Kranz am Shoah-Mahnmal.
Kranz am Shoah-Mahnmal. Foto: Rüdiger Ungebauer

Die Stadt Herne lädt am Montag, 27. Januar 2020, ein, an die Opfer der Shoah zu erinnern. Die Gedenkveranstaltung beginnt um 12 Uhr im Kulturzentrum am Willi-Pohlmann-Platz. Die Stadt Herne erwartet zu der Veranstaltung den Minister für Bundes und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes NRW, Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, und den Regierungspräsidenten von Arnsberg, Hans-Josef Vogel. Nach einer Rede von Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda erinnern Schüler der Gymnasien Wanne und Eickel sowie der Gesamtschule Wanne-Eickel mit der Präsentation Ein Ort namens Auschwitz an die unvorstellbaren Gräuel im Vernichtungslager.

Die cool cats gedenken der Opfer.
Die cool cats gedenken der Opfer. Foto: Jörg Lippmeyer

Am 27. Januar 1945 erfolgte die Befreiung von Auschwitz. Seit 1996 ist der Jahrestag in Deutschland offizieller Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus'. Die Band der Gesamtschule Wanne Eickel sorgt für den musikalischen Rahmen. In Herne setzen seit vielen Jahren junge Menschen die inhaltlichen Akzente bei den Gedenkveranstaltungen. So wird vor dem Hintergrund, dass immer weniger Zeitzeugen leben, das Erinnern und Gedenken bewusst an nachfolgende Generationen weitergegeben.

Das Shoah-Denkmal.
Das Shoah-Denkmal. Foto: Robert Freise

Nach dem Festakt versammeln sich die Teilnehmenden am Shoah Mahnmal auf dem Willi-Pohlmann-Platz. Minister Holthoff-Pförtner und Regierungspräsident Vogel halten Reden. Hanna Schmitz wird mit einer Zeitzeugin sprechen. Aaron Naor, Vorbeter der jüdischen Gemeinde Bochum – Herne –Hattingen, Superintendent Rainer Rimkus des Evangelischen Kirchenkreises Herne und der Dechant des Dekanats Emschertal, Norbert-Johannes Walter, sprechen die Gebete.

Shoa-Mahnmal

Shoah-Denkmal auf dem Willi-Pohlmann-Platz am 7.1.2015.
Shoah-Denkmal auf dem Willi-Pohlmann-Platz am 7.1.2015. Foto: Günter Mydlak

Das Mahnmal, das im Januar 2010 eingeweiht wurde, ist in der Folgezeit mehrmals beschädigt und geschändet worden. Darum beschloss der Rat der Stadt Herne im März 2017, dass das Mahnmal einen baulichen Schutz bekommen soll. Baubeginn war zwei Jahre später, im März 2019. Die Fertigstellung war für August 2019 geplant, sie verzögerte sich jedoch.

Die Fertigstellung der künstlerisch gestalteten Schutzhülle erwies sich schwieriger als geplant. Mit einer Fertigstellung war auch zum Jahrestag der Pogromnacht am 9. November nicht zu rechnen (halloherne berichtete). Jetzt soll das Mahnmal am Montag, 27. Januar 2020, erstmalig wieder nach der Fertigstellung der künstlerischen Erweiterung zu sehen sein: mit einem zu öffnenden Schutz aus Bronzeplatten, in welche die Standorte des Herner Nahtstellen-Projekts eingearbeitet sind.

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Montag, 27. Januar 2020, um 12 Uhr Kulturzentrum Herne , Willi-Pohlmann-Platz 1 , 44623 Herne Öffentliche Gebäude in unserer Stadt tragen Halbmast-Beflaggung.
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