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Finale Übergabe: Die Initiative Wiederinbetriebnahme Hallenbad Eickel am Technischen Rathaus mit 10.559 Unterschriften.

Initiative ist glücklich, die Stadt erklärt das weitere Vorgehen

Hallenbad: 10.559 Unterschriften überreicht

Ganz kurz vor Fristende wurden es nochmal drei Unterschriften mehr, sodass das angefertigte Plakat noch leicht modifiziert wurde. Am Donnerstag (20.1.2022) überreichte die „Initiative Wiederinbetriebnahme Hallenbad Eickel“ mit einigen Mitstreitern letztendlich satte 10.559 Unterschriften am Technischen Rathaus an die Stadt Herne. Damit ging ein weiterer Schritt zu Ende. Nun sind andere am Zug.

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Bereits am Dienstag (18.1.2022) war klar, dass es reicht (halloherne berichtete). Die Initiative um Horst „Hotte“ Schröder und Susanne Adami hat deutlich mehr als die für das Bürgerbegehren (halloherne berichtete) benötigten 5.974 Unterschriften zusammen - trotz abgelehnter Fristverlängerung (halloherne berichtete). Vor einer knappen Woche, am Donnerstag (13.1.2022), fehlten noch rund 1.000 Unterschriften (halloherne berichtete).

'Willen nach Schwimmflächen vorhanden'

„Es ist schön, so viele Unterstützer im Rücken zu haben, das freut uns natürlich. Jedoch ist die eigentliche Zahl, wie viele Unterschriften es letztendlich geworden sind, gar nicht so wichtig. Wichtiger ist, dass der Willen nach weiteren Schwimmflächen offenkundig vorhanden ist“, bilanziert Schröder im Gespräch mit halloherne nach der finalen Übergabe. „Wir haben auch viele Kontakte in die umliegenden Städte, beispielsweise Bochum oder Recklinghausen, gehabt, die früher gerne im Hallenbad waren und auch für den Erhalt sind.“

Einige hätten sogar unterschrieben - doch diese Unterschriften werden nicht zählen, da nur Personen mit Herner Wohnsitz, Deutscher oder EU-Staatsbürgerschaft und Wahlberechtigung (ab 16 Jahre) den Stift in die Hand nehmen durften, damit es auch gültig ist.

Unterstützung auch aus anderen Stadtteilen

Eine Sache ist Schröder noch besonders wichtig. „Wir freuen uns sehr, dass über 2.500 Unterschriften aus dem 'alten Herne' kommen. Man sieht, auch außerhalb von Wanne und Eickel ist der Wunsch nach mehr Wasserflächen vorhanden. Es sind nicht immer nur die ewig Gestrigen. Dafür waren auch viele, die mitgemacht haben, zu jung“, erläutert Horst Schröder.

Die älteste Unterstützerin, eine Frau mit Jahrgang 1924, spendete zusätzlich noch zehn Euro.

Die älteste Teilnehmerin, verrät der Wanne-Eickeler gegenüber halloherne, sei Jahrgang 1924. „Sie sagte, sie werde zwar das Hallenbad nicht mehr nutzen können, wolle aber damit den Erhalt unterstützen. Zusätzlich hat sie uns noch zehn Euro gespendet, um so noch etwas zu helfen“, freut sich "Graf Hotte".

Verwaltung und Politik am Zug

Nun, da genug Unterschriften zusammen sind, sind Stadt und Politik am Zug. „Erstmal abwarten, wie beide reagieren. Die nächsten Schritte liegen bei der Verwaltung und der Politik“, sagt Schröder. Die Ansichten, in welchem Zustand sich das Hallenbad befindet, gehen dabei zwischen Stadt (halloherne berichtete) und Initiative (halloherne berichtete) deutlich auseinander.

Ein Blick in das seit mehreren Jahren leerstehende Hallenbad Eickel.

Wie es genau weitergeht, erläutert Stadtsprecher Christoph Hüsken auf Nachfrage von halloherne. „Zuerst werden die Listen geprüft. Wir vermuten keinen Betrug, aber es muss rechtlich auf sicheren Beinen stehen. Ebenso könnten doppelte Angaben dabei sein“, so Hüsken. „Bei jeder nicht gültigen Unterschrift wird dokumentiert, warum sie nicht zählt. Wie lange es dauert, ist noch nicht abzusehen. Bei der Menge wird es einige Wochen dauern, auch weil das zuständige Team die NRW-Landtagswahl am 15. Mai 2022 bereits vorbereitet.“

Rat der Stadt hat zwei Möglichkeiten

Ist die Prüfung abgeschlossen, wird eine Vorlage für eine Ratssitzung angefertigt. Dann gibt es, wie bereits berichtet, zwei Möglichkeiten. „Die Politik kann der Forderung der Initiative folgen oder es kommt, nach einer Ablehnung, zu einem Bürgerentscheid. Dies muss aber innerhalb von drei Monaten nach der Ratssitzung erfolgen“, erläutert der Sprecher.

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Horst Schröder hofft, sowohl aus finanziellen als auch organisatorischen Gründen, dass bei einem notwendigen Bürgerentscheid dieser am Tag der Landtagswahl „in einem Abwasch“ erfolgen könnte. Dazu gibt Christoph Hüsken noch keine Prognose ab. Für Schröder steht zumindest fest: „Es würde ein hoher Aufwand sein. Aber auch da sind wir optimistisch.“

Susanne Adami, Mitglied der Gruppe, war bei Wind und Wetter mit den Unterschriftenlisten und ihren Plakaten unterwegs.
| Autor: Marcel Gruteser

Auszeichnung ist nun in Herne

Total-E-Quality-Prädikat

Freuen sich über das Zertifikat: (v.l.) Sabine Schirmer-Klug, OB Dr. Frank Dudda und Cordelia Neige.

Nach 2019 hat die Stadt Herne in diesem Jahr das Total-E-Quality Prädikat zum zweiten Mal erhalten. Nun haben Sabine Schirmer-Klug und Cordelia Neige vom städtischen Büro für Gleichstellung und Vielfalt die Urkunde in Erfurt entgegengenommen. Total E-Quality-Management ist ein Organisations‐ und Personalmanagement-Instrument, das sich an Geschlechter‐ und Diversitätsgerechtigkeit orientiert. Das Total-E-Quality‐Prädikat würdigt Unternehmen und Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung für ihr Engagement bei der Verankerung und beim Ausbau von Chancengleichheit und Vielfalt im Unternehmen. Grundsätzliche Haltungen, Strategien, Maßnahmen und deren Monitoring werden in der Bewerbung dokumentiert. Eine unabhängige Jury prüft die Bewerbungsunterlagen im Auftrag des Vereins und entscheidet über die Vergabe. Kriterium ist, dass die Organisationen einen Konsens erzielen zwischen wirtschaftlichen Belangen einerseits und Strategien zur Umsetzung von Chancengleichheit im Interesse der Mitarbeitenden andererseits. Dabei werden die unterschiedlichen Ausgangssituationen und Gegebenheiten der Bewerber*innen durch die Jury berücksichtigt. Das Prädikat wird jeweils für drei Jahre verliehen. Die Preisträger erhalten eine Urkunde und können das Total-E-Quality‐Logo in allen Innen‐ und Außenbeziehungen zur Präsentation und Imagepflege verwenden. Ein Teil der Jurybegründung 2022 für die Stadt Herne lautete: „Die Stadt Herne hat Chancengleichheit sehr gut strukturell wie strategisch in Planungs- und Steuerungselementen zur Organisationsentwicklung verankert. Das gesellschaftspolitische Bekenntnis zu Chancengleichheit ist klar sichtbar. Die Stadt Herne strebt eine Unternehmenskultur an, die auf Wertschätzung basiert. In einem Arbeitsumfeld, das von gegenseitigem Respekt geprägt ist und die Gleichbehandlung aller Beschäftigten sicherstellt, wird die Motivation der Mitarbeitenden, sich engagiert und kompetent für die Aufgaben und ihre Arbeitgeberin einzusetzen, erhöht.“ Weitere Informationen gibt es online.

Gedenken zum Welt-Aids-Tag im Café 22

HIV ins Bewusstsein bringen

Der diesjährige Weltaidstag fand im Café 22 statt.

„Wir wollen heute ein Zeichen des Miteinanders und der Solidarität mit Betroffenen setzen", so Hernes 1. Bürgermeister Kai Gera bei der Gedenkveranstaltung zum Welt-Aids-Tag am Donnerstag (1.12.2022) im Café 22 (halloherne berichtete). „HIV ist mittlerweile gut behandelbar. Die Betroffenen können und wollen normal leben. Doch Stigmatisierung und Vorurteile machen ihnen das Leben stellenweise weiterhin unnötig schwer." Jedoch machte er ebenfalls deutlich: „Aber immer noch haben weltweit nicht alle Menschen Zugang zu den überlebenswichtigen Medikamenten. Dies ist etwas, was sich dringend ändern muss." Zahlreiche Menschen fanden an diesem Tag den Weg ins Café 22. So wurde den Besuchern auch einiges geboten. Neben leckerem Essen und Getränken, gab es unter anderem ein Spendenrad und Musik von Rondoprinz, der mit einem Mix aus Rock, Pop und Alternativ das Publikum unterhielt. Sein neues Album 'Die Dramatik der Vergeblichkeit' erscheint am Samstag, 28. Januar 2023. Kristin Pfotenhauer, Vorsitzende der AIDS-Hilfe Herne, zeigte sich erfreut über die Vielzahl an Teilnehmern: „Wir sind überwältigt, dass so viele Menschen gekommen sind und wir so gemeinsam ein Zeichen für die Betroffenen setzen können. Wir sind dankbar für alle Kooperationspartner und denken darüber nach, diese Veranstaltung in ähnlicher Form wieder zu machen." Ebenso wurde dieser Tag zur Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit genutzt. „Es ist wichtig, dass das Thema Aids wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen gebracht wird. Es muss wieder mehr Aufklärungsarbeit stattfinden, da man das Gefühl hat, dass diese Thematik in den Hintergrund gerückt ist", so Julia Steinbach vom Vorstand der AIDS-Hilfe Herne. Vor dem Café gab es einen Covid-19-Impfbus und einen Trödelmarkt für Winterbekleidung. „Es ist toll, dass wir an diesem Tag die Möglichkeit bekommen, bedürftige Menschen unterstützen zu können. Wir bieten den Menschen von Winterjacken bis Mützen alles, was sie für die kalten Tage brauchen", so Sylwia von der Initiative 'Du bist nicht allein'. Auch Fabian Rybak, der als Streetworker am Buschmannshof tätig ist, war beim Weltaidstag zugegen. „Die Präventionsarbeit ist in der Öffentlichkeit in den Hintergrund gerückt und die Themen Aids sowie HIV sind fast nur am Weltaidstag präsent, dabei betrifft Aids so viele Menschen. Es ist wichtig, dass sich betroffene Menschen angenommen fühlen und wissen, dass auch sie Unterstützung erfahren", so der Streetworker. Die AIDS-Hilfe Herne zog insgesamt ein positives Resümee der Veranstaltung. „Die vergangenen zwei Jahre lang sind die Themen HIV und Aids durch die COVID-19-Pandemie in den Hintergrund gerückt und die öffentlichen Veranstaltungen mit persönlichem Kontakt zum Welt-Aids-Tag waren nicht möglich. Doch nun sind wir mehr als dankbar, dass diese Veranstaltung heute und hier im Café 22 stattfinden konnte", so Kristin Pfotenhauer abschließend. Gleichzeitig konnte sich die AIDS-Hilfe Herne über neue Mitgliedsanträge freuen, die durch die Veranstaltung an Interessierte vermittelt werden konnten. Weitere Informationen über die AIDS-Hilfe Herne mit Sitz an der Hauptstraße 94, gibt es unter Tel 02325 60990 oder per Mail sowie über den Instagram-Account.

Friedhelm Wessel präsentiert alte Bilder und Anekdoten

Neues Buch: Schalke 04 in den 70er-Jahren

Sieger in blau: Die A-Jugend von Schalke 04 siegt 1976 im Stadion am Schloss Strünkede in Herne im Finale um die Deutsche Meisterschaft gegen Rot-Weiss Essen.

So mancher Fan von Schalke 04 genießt möglicherweise momentan die Bundesliga-freie Zeit - auch wenn er sich nicht für die Fußball-WM in Katar interessiert. Denn in der Liga läuft es nach dem Aufstieg im Sommer 2022 für die Knappen bekanntlich schlecht. Nur zwei Siege und insgesamt neun Punkte sammelten die Königsblauen in den bisherigen 15 Spielen. Doch auch wenn es aktuell sportlich nicht so läuft und bisher keine Deutsche Meisterschaft errungen werden konnte - 2001 war man sehr nah dran - gab es in der langen Geschichte bessere Zeiten. Darunter fällt unter anderem das Jahrzehnt der 70er. Auch wenn hier vor allem die Teams von Borussia Mönchengladbach und vom FC Bayern dominierten, hielt Schalke hier bis auf vereinzelte Ausreißer gut mit. In dieses Jahrzehnt fällt auch die Tätigkeit von Friedhelm Wessel bei den Ruhr Nachrichten. Von 1973 bis 1976 war der Herner zunächst nur Fotograf, anschließend auch Redakteur. Der fußballinteressierte Rentner, der im Ruhestand zum Autor geworden ist, hat nun ein neues Buch herausgebracht. Im Werk „Schalke 04 in den 70er-Jahren - Ein königsblaues Jahrzehnt in Bildern“, welches im Sutton Verlag erschienen ist, sind auf 128 Seiten über 160 Fotos sowie mehrere Geschichten und Anekdoten veröffentlicht. „Das ist bereits mein sechstes Fußballbuch und das 40. insgesamt. Bei den Fotos habe ich mich aber nicht nur auf Spielszenen beschränkt, es werden auch Begegnungen außerhalb des Stadions, Ehrungen, das Training und die Spieler auf der Ersatzbank gezeigt“, erzählt Friedhelm Wessel im Gespräch mit halloherne. „Vor allem ist nicht nur der legendäre Klaus Fischer zu sehen. Ich habe versucht, von allen Spielern, die zu meiner Fotografen- und Reporterzeit aktiv waren, ein paar Bilder zu finden.“ In den verschiedenen Geschichten werden Dinge erzählt, die bisher kaum bekannt sind. „Vier Fans, die damals regelmäßig dabei waren, beschreiben ihre Erlebnisse. Dazu kommen zwei ehemalige Spieler zu Wort“, erläutert Wessel. Der eine ist Roland Kosien, der einst sein Bundesligadebüt für Schalke gab und nach nur zwei Einsätzen zunächst zu Westfalia Herne wechselte und später beim DSC Wanne-Eickel mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga seine wohl stärkste Zeit erlebte. Der andere ist Rudi Schonhoff, der die Möglichkeit hatte, Profi zu werden, sich aber dagegen entschied und lieber Immobilienkaufmann wurde. „Außerdem gibt es eine Geschichte über Torwart Norbert Nigbur, der sogar Nationalspieler wurde. Er wurde mal bei einem Spiel im Bochumer Ruhrstadion auf der Toilette eingeschlossen. Bis das jemand merkte, fehlte er minutenlang“, erinnert sich der Autor. Auch Klaus Fischer, der für seine Fallrückzieher bekannt war, ist mit Text im Buch vertreten: Er hat das Vorwort geschrieben. „Ich habe ein großes Archiv von damals mit vielen Negativen und habe dem Verlag mal die Idee vorgeschlagen. Auch wenn es derzeit bei den Schalkern nicht so läuft, gab es das Ok für das Buch - es werden ja die guten alten Zeiten erzählt“, freut sich Wessel. Er selbst bezeichnet sich als Fußballfan der Ruhrgebietsvereine - nicht im Speziellen nur von Schalke, dem BVB oder sonstigen Teams. „Wenn sie gewinnen, freue ich mich.“ Mitte 2021 hatte Friedhelm Wessel ein Buch über den talentierten Siegfried „Siggi“ Grams veröffentlicht, der ebenfalls bei Schalke 04 1966 sein Debüt in der Bundesliga gab. Allerdings sollte es sein einziges Spiel in der obersten Liga bleiben (halloherne berichtete). Das neue Buch - es wird sehr wahrscheinlich nicht das letzte von Wessel bleiben - ist im Buchhandel sowie im Internet erhältlich und kostet 22,99 Euro. ISBN: 978 396303327 8.

Mittelalter Adventsmarkt im Schloss und Park

Leuchtende Sterne für Herne

Der Mittelalterliche Adventsmarkt am Schloss Strünkede kehrt zurück.

Schmiedefeuer, Fackelschein, Glühweinduft, Harfenklänge, Livemusik, Feuerspucker, Handkurbel-Karussell, Mandel- und Lebkuchenduft, Handwerk- und Handelsstände und über all dem leuchten mehr als zwei Dutzend Sterne, die den Park zu Strünkede in ein sanftes Gelb tauchen. In der Zeit von Freitag, 9., bis Sonntag, 18. Dezember 2022, kehrt das Mittelalter in einer romantischen Variante nach Herne zurück – der mittelalterliche Adventsmarkt lockt in das Schloss und den Park. Die Stadtverwaltung und das Kulturbüro haben – gemeinsam mit der Agentur „Sündenfrei“ aus Torgau – dafür gesorgt, dass der Markt nach dem Erfolg des Vorjahres mit einer Neuauflage durchstartet. An zehn Tagen erwarten Krämer, Handwerker und Gastronomen 'aus aller Herren Länder' die Besucher. Rund 40 Stände hat die Agentur rund um Chef Henri Bibow für dieses Jahr verpflichtet. Dies sei in Zeiten von Energiekrise und Personalmangel keine leichte Aufgabe, erzählt Bibow im halloherne-Gespräch: „Doch es ist uns gelungen, einen ganz besonderen Markt für diesen schönen Ort im Ruhrgebiet zusammenzustellen.“ In der hektischen Weihnachtszeit sollen Fackeln, Kerzen und Feuer, die den Markt stimmungsvoll erleuchten, den Markt in eine kleine Oase der Ruhe und Besinnlichkeit für die ganze Familie verwandeln. An den Ständen bieten Händler ihre Waren an, Handwerksmeister sind bei der Arbeit zu bewundern. Aufgebaut werden unter anderem eine Schmiede, ein Riemenschneider, eine Schnitzerei mit Bogenbau, die Lederwerkstatt, eine Schneiderei und auch Hersteller von Düften und Seifen werden nach Herne reisen. Verkauft werden zudem Keramik, Glas, Schmuck, Felle, Eisen- und Lederwaren, Kinderspielzeug, Mineralien und Kleidung. So können sich die Besucher auf einen Einkaufsbummel im Mittelalter freuen und es wird gehandelt, gefeilscht, gearbeitet und beköstigt wie in der „guten alten Zeit“ der Rittersleute zu Strünkede. Genüsse wie Spanferkel, Speisen aus dem Orient sowie Glühwein, Bier und Met sorgen für die Stärkung der Gäste. Einige Wege und die große Wiese bekommen einen Fußboden aus hölzernen Platten, damit die Gäste trockenen Fußes an Stände, Sitzplätze und die Bühne kommen. Fackeln und Feuerstellen laden zum Aufwärmen und Verweilen ein und auf der Bühne im Park und im Schlosshof erfreut ein Programm aus Livemusik, Gaukelei, Feuerspuckerei und Märchen die kleinen und großen Besucher. Eine Krippe erzählt im Schlosshof die Weihnachtsgeschichte, ein handbetriebenes Karussell dreht die Kleinen im Kreise, eine Bogenbahn steht bereit und hier und da gibt es die Möglichkeit, an einem der Stände etwas zu basteln oder auszuprobieren. An allen zehn Tagen erzählt Elain Morgain mit Hilfe ihrer Harfe keltische Märchen im Schlosshof. Im Märchenwagen zeigt die Laterna Magica mit Einbruch der Dunkelheit Grimmsche Märchen für Rotznasen und deren Aufpasser. Und als Höhepunkt eines jeden Tages versprechen die Veranstalter die abendliche Feuershow. Natürlich sorgen die Veranstalter auch bei diesem Markt wieder für Musik, die die verschiedensten Spielleute darbieten: So spielen am ersten Markt-Wochenende das Duo Absolemio, die Spielleute Ralf & Michael und der Gaukler Lautnhals auf. Am zweiten Wochenende erleben die Marktbesucher die Spielleute The Sandsacks, Absolemio und den Gaukler Tamino. Aber auch an allen Wochentagen werden Spielleute auf dem Gelände unterwegs sein und die Besucher mit ihren Moritaten und Lieder erfreuen. Der Eintritt kostet wie im Vorjahr an den Wochenenden 5 Euro für Erwachsene, Kinder zahlen 3 Euro; von Montag bis Donnerstag liegt der Eintritt bei 3 Euro beziehungsweise 2 Euro für Kinder. Es gibt keinen Ticketvorverkauf. Freien Eintritt haben Kinder im Vorschulalter. Hunde an der Leine sind erlaubt. Einzelheiten zum Programm sind auf der Homepage www.mittelalter-advent.de zu finden.

Nun dreht es sich an der Jugendverkehrsschule

Neue Heimat für ein altes Stadtwappen

Neue Heimat für ein altes Stadtwappen: Mitglieder der Verkehrswacht W-E, Mondritter und die beiden Stifter des Wappens: 4. und 5. v.l. Frank und Ralf Scheffer.

Als Herne noch Herne war, bekam die Stadt im Jahr 1954 steinerne Stadtwappen, die die Eingänge in die Stadt markierten. Abgesegnet vom damaligen Hauptausschuss – aus Gründen der Stadtwerbung – wurden davon rund zehn Stück nach Entwürfen des Herner Künstlers Hermann Gesing angefertigt und aufgestellt. Pro Stein kostete es damals die Stadt 470 DM. Als im Jahr 1975 die NRW-Gebietsreform den Zusammenschluss der Städte Wanne-Eickel und Herne vorgab, das Wappen und auch die Stadtgrenzen sich veränderten, verloren die Steine ihre eigentliche Funktion und verschwanden aus dem Blickwinkel. Nach nunmehr 47 Jahren sind jetzt vereinzelte Stein wieder aufgetaucht und über die Gruppe „Herne von damals bis heute“ dem digitalen Geschichtsbuch für Herne und Wanne-Eickel entstand ein Kontakt zu den Mondrittern. Ritter Horst Schröder: „Der Besitzer eines Stadtwappens fragte, ob wir Interesses an einen Stein hätten und versicherte uns, dass der Stein noch in einem guten Zustand sei. Daraufhin haben wir ihn uns angesehen, ihn für gut befunden und den Transport organisiert.“ Ein möglicher Standpunkt war schnell gefunden: Das Gelände der neuen Jugendverkehrsschule. Die Mondritter nahmen Kontakt mit der Verkehrswacht Wanne-Eickel auf, die das Gelände betreut. Nachdem die Verantwortlichen ihre Zustimmung gegeben hatten, schritten die Ritter zur Tat und bereiteten den neuen Standplatz – eine gut sichtbare Ecke des Verkehrsübungsplatzes – vor. Nach allen abgeschlossenen Arbeiten wurde das steinerne Wappen, das jetzt auf einem drehbaren Untersatz steht, am Donnerstag (1.12.2022) offiziell vorgestellt und Ritter Horst Schröder erzählt mit einem Augenzwinkern: „Im Vorfeld haben wir das Wappen zu einem Restaurator gebracht, da der Stein ja schön werden sollte, die Patina aber, die sollte erhalten bleiben." Und somit zog er das Tuch, das den Stein bis dahin verhüllte ab – aber das Wappen war fort. Ein kleiner Scherz am Rande, zeigte es doch die freie Rückseite des Steins. Das damalige Herner Stadtwappen ziert nach wie vor eine Seite des Steins. Allerdings haben sich die Mondritter ein kleines Gimmick einfallen lassen und ein Wappen der Stadt Wanne-Eickel anfertigen lassen, das nun die leere Seite des Steins ziert. Schröder dazu: „Wir haben den Platz sozusagen verdoppelt: Die Kids können nun, da der Stein ja drehbar ist, in Wanne-Eickel und in Herne die Verkehrsregeln üben.“ Auch Stadtarchivar Jürgen Hagen findet die Idee großartig: „Hier haben wir jetzt doch ein Stück Stadtgeschichte, das im öffentlichen Raum steht, was greifbar ist und was sicherlich auch die Kinder, die hier üben, neugierig macht.“ Sein Tipp ist allerdings: „Sie sollten sich den Stein doch lieber anschauen, bevor sie das Fahren üben, denn es gibt einen Bericht aus dem Jahr 1971, darin steht, dass ein Stein, der an der Stadtgrenze zu Bochum stand von einem Autofahrer umgefahren wurde und ersetzt werden musste.“ Möglich gemacht haben dies alles die Brüder Ralf und Frank Scheffer, die bei dem Termin am Donnerstag auch anwesend waren. Sie erzählen: „Unser Vater war technischer Angestellter bei der Stadt Herne und als die Steine abmontiert wurden und alle auf einem Schuttberg lagen, da dachte er sich, dass es zu schade sei, die Steine zu zerschreddern. Also hat er sich den besten ausgesucht, der fortan in unserem Garten stand.“ Dort stand er lange und gut. Als der Vater starb und das Haus verkauft wurde, wollten die Brüder, dass der Stein eine dauerhafte Bleibe bekommt, begaben sich in die Gruppe 'Herne von damals bis heute' und nahmen Kontakt zu den Mondrittern auf.

Das Ehepaar Lindsay überträgt Flipper-Turniere bei Twitch

Mit Pinball-Streams Spenden sammeln

Haben ein seltenes Hobby mit Flippern: Dina (re.) und Jim Lindsay übertragen mit der Technik auf dem Tisch über Twitch Pinball-Turniere und Meisterschaften. Zusammen haben sie eine Spendenaktion für das Lukas-Hospiz und das Palliativnetzwerk ins Leben gerufen und werden die Summe verdoppeln.

Sie blinken in vielen verschiedenen Farben, haben meist Filmszenerien zum Vorbild, geben Töne von sich und um den Kugeln zu folgen und diese auch zu treffen, braucht man schon flinke Augen und Finger. Die Rede ist von Flippertischen, auch bekannt als Pinball. Früher standen sie oft in Kneipen, heutzutage sind sie entweder bei Sammlern zu Hause, in speziellen Museen, Jugendeinrichtungen oder in manchen Spielhallen zu finden, in denen kein Geld eingesetzt wird. Doch es gibt auch eine Community, die damit Turniere veranstaltet und Flippermeisterschaften austrägt - dank zweier Herner werden diese sogar im Internet übertragen. Diese beiden Personen sind Dina Lindsay und ihr Mann Jim. Sie sind ebenfalls Fans vom kompetitiven Pinball. Die beiden kamen eher zufällig zu diesem Hobby - einen Anteil daran hat die britische Band „The Who“, die 1969 den Song „Pinball Wizard“ veröffentlichte. „Irgendwann haben wir Lust aufs Flippern bekommen und haben dann regelmäßig an Turnieren teilgenommen“, erzählt Dina Lindsay im Gespräch mit halloherne. Über den Verein „Freeplay.Ruhr“ in Herten ging das schließlich soweit, dass auch internationale Turniere auf dem Plan standen. „Dann kam uns die Idee, über die Streamingplattform Twitch die Spiele zu übertragen. Am Anfang war das noch nicht so ausgereift, aber mit der Zeit hatten wir bessere Technik und mehr Möglichkeiten. So wurden wir immer bekannter und hatten Zuschauer aus der ganzen Welt“, erläutert die 39-Jährige. So kam es auch dazu, dass die International Flipper Pinball Association (IFPA) mit Sitz in Chicago in den USA anfragte, ob die Lindsays die Weltmeisterschaft 2019 in Italien übertragen möchten - sie wollten. „Das war dann ein ganz besonderes Erlebnis, im Finale hatten wir viele Zuschauer. Aktuell haben wir rund 1.600 Abonnenten bei Twitch und über 1.100 bei YouTube.“ Seitdem sind die beiden Herner in Europa unterwegs und geben so die Möglichkeit, von zu Hause aus die spannenden Partien zu verfolgen. Die Turniere laufen (verkürzt gesagt) so ab: Man hat drei Bälle nacheinander zur Verfügung, gespielt wird im Modus Head-to-head, es gibt jeweils eine bestimmte Anzahl an Runden, dazu werden verschiedene Geräte, also Flipper, genutzt. Die gesammelten Punkte entscheiden über Sieg oder Niederlage. Das genaue Regelwerk kann man auch auf der IFPA-Seite nachlesen. „Die Vorbereitung als auch die Nachbereitung bedeuten schon viel Zeitaufwand. Als Gegenleistung müssen wir aber die Turniergebühren, meist so 50 Euro pro Tag, nicht bezahlen. Ab und zu ist auch mal die Verpflegung und die Unterkunft mit dabei“, berichtet Dina Lindsay, die im Maschinenbau für Bergbau arbeitet. Mitte November ging es zu den Dutch Open im niederländischen Flipper-Museum in Rotterdam. Jedoch stehen beim Ehepaar auf jeden Fall der Spaß und das Hobby im Vordergrund, nicht etwa die Bezahlung. Das macht auch eine andere Aktion deutlich. „Im September 2022 ist meine Mutter an einer Krebserkrankung gestorben. In den drei Monaten zuvor wurde sie vom Palliativnetzwerk betreut und hat die letzte Woche ihres Lebens im Lukas-Hospiz verbracht“, sagt die Twitch-Streamerin gegenüber halloherne. „Beide Organisationen haben uns sehr geholfen und leisten grundsätzlich phänomenale Arbeit, also haben wir uns entschieden, im Namen meiner Mutter eine Spendenaktion zugunsten der beiden Vereine zu starten.“ So sind bereits über 2.000 Euro zusammengekommen. „Die absolute Mehrheit von den Spenden stammen von der Pinball-Community weltweit, darunter Australien, ganz Europa bis nach Kanada, und wurden von unseren Twitch-Followern beigesteuert. Wir wollen die Summe aus eigenen Mitteln verdoppeln. Somit bekommen beide Organisationen jeweils 2.000 Euro“, kündigt Lindsay an. Im Dezember 2022 soll das Geld übergeben werden. Bis dahin kann noch unter diesem Link gespendet werden.

'Alle Jahre wieder' – eine Verlosung

Das Rätselbuch zur Weihnachtszeit

Ursula Herrmann stellt das neue Rätselbuch vor: Alle Jahre wieder – das Rätselbuch zur Weihnachatszeit.

Alle Jahre wieder – so lautet der Titel des neuen Rätselbuches von Ursula Herrmann und Wolfgang Berke, das die beiden Wanne-Eickeler Freunde passend zu Weihnachten auf den Markt bringen. Alle Jahre wieder – so könnte allerdings auch der Anfang dieses Artikels lauten, denn Berke und Herrmann, die unter anderem Rätselerfinder sind, können oder wollen es nicht lassen: Gemeinsam haben sie mehr als zehn Rätselbücher auf den Markt gebracht. Zum Beispiel Rätselbücher für die 50er bis 90er Jahrzehnte, je eines für Frankfurt, München, Bremen, Hamburg oder auch das Ruhrgebiet und zudem ein Buch zum Renteneintritt. Nun also haben sie sich der Weihnachtszeit gewidmet. Weihnachten – Plätzchenduft, Kerzenlicht, Weihnachtsbaum, Liedersingen, Bibelgeschichten: Wer kennt sie nicht, die heimischen Bräuche rund ums Fest. In ihrer bekannt amüsanten und kurzweiligen Art fragen die beiden Autoren dieses Wissen ab. Dazu bedienen sie sich neben scharfsinniger Quizfragen, auch Bilder-, Kreuz- oder Silbenrätseln. Das Buch bietet zudem ein Zahlenrätsel mit lustigen Weihnachts-Elchen oder aber auch knifflige Fragen zu Weihnachten in der Literatur, in Liedern oder auch im Film. Wer prüfen will, wie textsicher er bei den Weihnachtsliedern ist, der ist bei dem Liederrätsel 'Jetzt wird mitgesungen' goldkehlenrichtig: Dazu stehen auf der linken Buchseite Liedtitel und auf der rechten Seite haben die Autoren jeweils Textzeilen platziert, die dem richtigen Titel zugeordnet werden müssen. In dem Buch, das wieder im Wartberg Verlag erschienen ist, geht es allerdings nicht nur um heimische Weihnachtsbräuche, die alle Jahre wieder mit einer gewissen Beständigkeit unsere Stuben erfüllen. Nein, Herrmann und Berke haben über den Tellerrand geschaut und fragen das Wissen nach Weihnachten in anderen Ländern ab. So erfahren wir zum Beispiel, dass im Land der Trolle und Elfen der Weihnachtsmann durch 13 wilde Kerle ersetzt wird, dass es Länder gibt, in denen der Heiligabend gänzlich unbekannt ist und dass in Japan Weihnachten kein offizieller Feiertag ist. Und wie immer halten sie in ihren Rätselbücher für alle, die einmal nicht mehr weiter wissen, am Ende des Buches die Lösungen parat. Dazu gibt es quasi als Zückerchen obendrauf interessante Zusatzinformationen. In Zusammenarbeit mit dem Wartberg Verlag verlost halloherne fünf Rätselbücher. Wer an der Verlosung teilnehmen möchte der sollte uns eine Mail schreiben an gewinnen@halloherne.de. Letzter Teilnahmetag ist Dienstag, 6. Dezember 2022, 12 Uhr. Die Gewinner werden von uns benachrichtigt. Ach so, wer mit Weihnachten so gar nichts anfangen kann, für den haben Ursula Herrmann und Wolfgang Berke noch ein frisches Hunde-Rätsel-Buch auf den Markt geworfen, das ebenfalls im Wartberg Verlag erschienen ist. Dabei geht es kreuz und quer durch die rätselhafte Hundewelt. In diesem Buch dreht sich alles rund um den Hund. Es geht um unsere tierischen Stars in Film und Fernsehen, in der Musik, in der Kunst, im Comic, in Redewendungen und Zitaten. Das Rätselbuch zur Weihnachtszeit – Alle Jahre wieder ist im Wartberg Verlag erschienen: 64 Seiten, Broschur, Farb- und S/w-Fotos, 12 Euro, ISBN 978-3-8313-3342-4. Erhältlich überall dort, wo es Bücher gibt. Das Rätselbuch für Hundefans – ist im Wartberg Verlag erschienen: 64 Seiten, Broschur, Farb- und S/w-Fotos, 12 Euro, ISBN 978-3-8313-3343-1. Erhältlich überall dort, wo es Bücher gibt.

'Wanne-Süd leuchtet auf' bietet an 24 Tagen Programm

Nachhaltige Adventsaktionen im Quartier

Vorstellung vom Adventsprogramm "Wanne-Süd leuchtet auf" mit (v.li.) Feline Gerstenberg, Stadtteilkoordinatorin Soziale Stadt Wanne-Süd, Charlotte Doba (Praktikantin Bildungsbüro), Gemeindereferentin Uta Trosien (Pfarrei St. Christophorus), Barbara Kruse (Bildungsbüro), Petra Urban (Quartiersmanagerin des DRK) und Ulrike Gaus (Awo).

Gerade einmal rund sechs Wochen sind die Überlegungen alt, nun steht pünktlich Ende November das Programm: Mehrere Akteure im Stadterneuerungsgebiet „Soziale Stadt Wanne-Süd“ haben umfangreiche Aktionen von Donnerstag, 1. Dezember, bis Heiligabend am Samstag, 24. Dezember 2022, geplant. Unter dem Titel „Wanne-Süd leuchtet auf“ gibt es eine nachhaltige und interkulturelle Adventsaktion im Quartier - zwei Mal gab es bereits Lichterspaziergänge. Mitte Oktober hatte es mit der Bepflanzungsaktion „Wanne-Süd blüht auf“ bereits eine ähnliche Zusammenarbeit gegeben (halloherne berichtete). Beteiligt daran sind das Stadtteilbüro Wanne-Süd, das Bildungsbüro der Stadt Herne, das DRK, die Pfarrei St. Christophorus Wanne-Eickel, die AWO Herne im Unterbezirk Ruhr-Mitte. Die Idee entstand in der Ideenschmiede zum Bundesmodellprojekt „Bildung-Nachhaltigkeit-Kommune“. Alle Kooperationspartner haben sich im Anschluss zusammengesetzt und Programm an 24 Tagen entwickelt - alle betonen die Wichtigkeit der Vernetzung untereinander sowie die gemeinsame Aktion, anstatt mehrerer einzelner Möglichkeiten. So gibt es unter anderem einen Adventsspaziergang, bei denen Müll gesammelt wird, verschiedene Bastelangebote, die auch mit der Natur zu tun haben, mehrere Gottesdienste, ein faires und interkulturelles Frühstück, gemeinsames Singen von Weihnachtsliedern und nachhaltiges Baumschmücken. Auch im noch eher unbekannten Jugendclub „Zum Adler“ ist gemeinsames Basteln angesagt. Zudem sind die evangelischen Gemeinde sowie die afrikanische Gemeinde mit im Boot. Das komplette Programm ist auf Plakaten gedruckt, die an verschiedenen Stellen in Wanne-Süd hängen, sowie online unter diesem Link und als PDF verfügbar. „Alles soll die Begegnung untereinander fördern“, sagt Barbara Kruse vom Bildungsbüro. „Ein Highlight ist eine Art gemeinsamer Abschluss am Mittwoch, 21. Dezember 2022. Hier treffen wir uns am Tauschschrank am Sportpark Eickel und schmücken die Tannenbäume - die Utensilien dazu hat Entsorgung Herne gesammelt. Zudem gibt es noch kleine Preise für die richtigen Lösungssätze vom Rätsel.“ Das sieht so aus: An sieben Einrichtungen hängt jeweils ein gelbes Sternplakat mit einer Silbe und einer Zahl. Wenn man die Silben sammelt und in die richtige Reihenfolge bringt, ergeben sie die Lösung. „So können Familien zum Beispiel im Quartier spazieren gehen und dabei das Rätsel lösen“, sagt Kruse. „Insgesamt kommen wir bei den Aktionen in eine Diskussion über Nachhaltigkeit.“ 2019 habe es die erste „Wanne-Süd leuchtet auf"-Aktion gegeben, nun sei alles deutlich größer geplant, teilt Petra Urban, Quartiersmanagerin vom DRK, mit. Ulrike Gaus von der AWO fügt hinzu: "Jeden Tag wird etwas geboten.“ Feline Gerstenberg, Stadtteilkoordinatorin Soziale Stadt Wanne-Süd, ergänzt: „16 Institutionen sind nun dabei, das bedeutet, es wird sehr vielfältig - so haben es sich auch die Bürger gewünscht. Über eine digitale Karte von Google Maps, die per QR-Code abrufbar ist, sieht man alle Standorte.“ Anmeldungen sind vereinzelt notwendig, beispielsweise für das Basteln mit Familien im Gemeindezentrum am Freitag, 2. Dezember 2022, von 15:30 bis 17:30 Uhr (Mail an christina.beckmann@web.de) und das Adventsfrühstück am Samstag, 3. Dezember 2022, von 9 bis 12 Uhr im DRK Quartiersbüro, Hauptstraße 166 (Mail an p.urban@drk-herne.de). Die allermeisten Veranstaltungen sind kostenlos, ansonsten sind geringe Unkostenbeiträge zu zahlen. Kontakt bei Fragen: Stadtteilbüro unter Tel 0163 5656 534 und das Bildungsbüro unter Tel 02323 16 3316.