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Die Konsolen wurden heiß, die Spiele waren oft umkämpft, manchmal aber auch sehr deutlich: Das zweite Qualiturnier der

Das halloherne-Team scheitert im H2Ö, Veranstalter improvisieren

'GG Open': Zweites Qualiturnier beendet

Wie kurzfristig die Veranstalter der „GG Open“ (halloherne berichtete) bei ihrem FIFA-Turnier improvisieren können, stellten sie beim zweiten Qualiturnier im Stadtteilzentrum H2Ö am Hölkeskampring unter Beweis. Am Donnerstag (7.9.2023) fanden sich hier leider nur sieben Zweierteams ein, sodass kurzerhand von einem Modus mit Gruppenphase auf eine Liga mit Hin- und Rückspiel umgestellt wurde. Alle Teams durften so am Freitag (8.9.2023) nochmal antreten.

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Festzuhalten bleibt, es herrschte jederzeit friedliche Atmosphäre, Fair Play wurde großgeschrieben. Jedoch hätte eine Klimaanlage dem Veranstaltungsraum im H2Ö gutgetan - durch die Hitze von draußen, aber auch Playstation 5-Konsolen wurde es schnell ziemlich warm. Hier könnte die Stadtverwaltung oder Politik für die Zukunft (und eben andere Veranstaltungen) mal ansetzen.

Team 'Borussia Hoffnungslos' wird Erster

Am Ende standen mit dem Team „Borussia Hoffnungslos“, bestehend aus den Brüdern Justus und Felix Lichau die Sieger fest, drei weitere Teams haben sich für das große Finale in den Flottmann-Hallen im Dezember 2023 qualifiziert. Einziger Wermutstropfen (aus Redaktionssicht): Das halloherne-Team, bestehend aus Redakteur Marcel Gruteser sowie Fabian May, spielte sich auf den sechsten Platz. Hier besteht auf jeden Fall noch Verbesserungspotenzial.

Im Spiel FIFA 23 duellierten sich die Teams, dabei wurde im 2on2-Modus gespielt.

Mit den weiteren Events im Sportpark Eickel (Donnerstag und Freitag, 12. und 13. Oktober 2023) sowie in der Akademie Mont-Cenis (Donnerstag und Freitag, 9. und 10. November 2023) ist die Finalteilnahme noch für weitere acht Teams möglich. Zuvor lief bereits das erste Turnier im Pluto (halloherne berichtete und berichtete).

Doch zurück zum H2Ö. Eigentlich waren zehn Teams angemeldet, eins hatte kurzfristig abgesagt, die anderen beiden fehlten unentschuldigt. Damit alle übrigen Teilnehmer genügend Spiele bekommen würde, wurde von der Turnierleitung von der geplanten Gruppen- und anschließenden K.O.-Phase auf ein Ligasystem umgestellt. Für das halloherne-Team startete die Liga allerdings denkbar schlecht: Die ersten vier Spiel gingen alle mehr oder weniger deutlich (0:6, 0:3, 1:7, 1:3) verloren.

Abstimmungsprobleme in der Abwehr

Zur Wahrheit gehört auch, dass aus zeitlichen Gründen vorher kein Einspielen mehr möglich war und es einige Abstimmungsprobleme in der Abwehr gab. Im fünften Spiel gelang jedoch mit einer konzentrierten und verbesserten Leistung mit einem 3:0-Sieg das erste Erfolgserlebnis. Im abschließenden sechsten Spiel glich man kurz vor Ende zum 3:3 aus, um doch noch den Gegentreffer zum 3:4 hinnehmen zu müssen.

Konzentriert im Spiel auf der rechten Seite: (v.re.) Fabian May und halloherne-Redakteur Marcel Gruteser für das Team halloherne.

Immerhin: Im Twitch-Stream des DSC Wanne-Eickel lagen die Sympathien der Zuschauer klar bei unserem Team. Ein User kommentierte: „halloherne einfach Gigachads.“ Für alle ab 25 Jahren: Damit ist in einem Internet-Meme das Sinnbild größter Männlichkeit gemeint (Anm. d. Red.: Der Autor weiß es auch nur dank Google).

Zeitrückstand wurde wieder aufgeholt

Mike Lautenschläger, der während des Turniers die Ergebnisse verwalteten und den Chat im Stream betreute, war es ein guter erster Tag: „Es war schade, dass drei Teams fehlten, so mussten wir etwas umbauen. Durch die klare Aufteilung in der Tabelle ist etwas die Spannung raus.“ Der kleine Zeitrückstand wurde durch gute Organisation wieder reingeholt.

Der zweite Tag: Alle Teams kamen wieder ins H2Ö, die Controller wurden aufgeladen und letzte Taktiken besprochen. Auch das halloherne-Team wollte nochmal angreifen, auch wenn das Weiterkommen nur noch theoretisch möglich war. Fabian May, seines Zeichens Kommunalpolitiker der Herner Grünen, sitzt auch für seine Partei im Rat der Stadt, nutzte seine freie Zeit nach seinem Job als Gymnasiallehrer in Gelsenkirchen um noch fleißig zu trainieren.

Hat die Ergebnisse und den Streamchat im Blick: Organisator Mike Lautenschläger, der die Turnierleitung übernommen hat.

Die Ernüchterung folgte aber schnell: Im Rückspiel gegen Borussia Hoffnungslos gab es erneut eine 0:6-Niederlage. Ein 3:3-Unentschieden lies die Stimmung kurz besser werden, bevor es eine satte 3:12-Klatsche gab. Davon erholte sich das Team aber schnell, nach einem 3:1-Erfolg gingen die beiden letzten Partien jedoch mit 1:4 und 5:6 verloren. So stand am Ende der sechste Platz bei sieben Teams - dennoch hat die Teilnahme sehr viel Freude bereitet. May bilanzierte: „Es hat jederzeit Spaß gemacht, aber man merkt, dass Esport ein harter Sport ist, in dem sich Training auszahlt. Wir waren immer motiviert, aber die Konkurrenz war stärker.“

Prima Location, alles hat gut funktioniert

Auch die Veranstalter zogen ein eindeutiges positives Fazit. Dennis Kazakis als operativer Projektleiter und Moderator sagt im halloherne-Gespräch: „Es lief alles wie am Schnürchen, das H2Ö war eine prima Location, die auch super dekoriert wurde. Es war noch schöner, als beim ersten Mal. Trotz eines großen Skill-Gaps waren es tolle Spiele. Bei der Technik und im Stream ist alles noch besser geworden. Wir haben unsere Ausbaupotenziale genutzt.“ Jetzt gelte es nur noch, mehr Teilnehmer zu generieren.

Dogan Özdogan, der beim ersten Turnier urlaubsbedingt noch fehlte und nun mit Kazakis zusammen das Moderations-Duo bildete, ergänzt gegenüber halloherne: „Ich war auch mega geflasht. Ich hätte nicht gedacht, dass alles so reibungslos abläuft. Trotz der Skillunterschiede sind alle happy und ich habe Tore gesehen, die hätte ich nie im Leben hinbekommen.“

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Bleiben noch die übrigen feststehenden Finalteilnehmer: Das sind die Teams „FC EL-LAHIB“, „JÄÄÄBÄÄÄ“ sowie „FC Youngboys“. Herzlichen Glückwunsch dazu an dieser Stelle. Jetzt bleibt erstmal etwas Zeit, bis Qualiturnier Nummer drei ansteht. Bis dahin können alle weiter trainieren und die Controller glühen lassen. Wer sich anmelden möchte, kann dies bereits jetzt für beide noch folgenden Events erledigen. Alle Infos dazu unter www.ggopen.de. Achja: halloherne wird so schnell auch nicht aufgeben. Wir werden uns wiedersehen.

Die späteren Sieger spielen gerade: (vorne, v.li.) Justus Lichau und sein Bruder Felix, unten rechts Moderator Dennis Kazakis, hinten rechts Moderator Dogan Özdogan.
| Autor: Marcel Gruteser