Polizei warnt vor Betrugsmasche
Falsche Bankmitarbeiter erbeuten EC-Karten
Gleich dreimal sind Senioren aus Herne-Wanne im noch neuen Jahr – am Freitag (2.1.2026) – Opfer einer dreisten Betrugsmasche geworden. Unbekannte Täter gaben sich als Bankmitarbeiter aus und erbeuteten ihre EC-Karten. Die Kriminalpolizei ermittelt.
1. Claudiusstraße
Der erste Fall ereignete sich im Bereich der Claudiusstraße. Hier erhielt eine 80-Jährige gegen 14:15 Uhr einen Anruf eines angeblichen Sicherheitsbediensteten ihrer Bank, der sie über ungewöhnliche Zahlungsaktivitäten auf ihrem Konto informierte. Noch während des laufenden Telefonats suchte ein weiterer vermeintlicher Bankangestellter die Wohnung der Seniorin auf und ließ sich ihre Bankkarte samt PIN aushändigen, um die vorgeblichen Probleme mit dem Konto zu beheben. Der Tatverdächtige wird laut Zeugenangaben wie folgt beschrieben: männlich, etwa 170 cm groß, ca. 30 Jahre alt, schlanke Statur, kurze gewellte schwarze Haare, deutsches Erscheinungsbild. Bekleidet war er mit einem schwarzen Parker und einer grauen Hose. Der Mann sprach Deutsch mit leichtem Akzent.
2. Kolpingstraße
Der zweite Fall ereignete sich gegen 14:45 Uhr an der Kolpingstraße. Eine 88-Jährige erhielt einen Anruf einer Frau, die sich als Angestellte ihrer Bank ausgab und ihr mitteilte, dass man die Bankkarten der Seniorin auf ihre Sicherheit überprüfen müsse. Kurz darauf klingelte ein weiterer vermeintlicher Bankmitarbeiter an ihrer Wohnungstür, betrat die Wohnung und nahm ihre Bankkarte entgegen. Als die Nichte der 88-Jährigen hinzukam, entfernte sich der Tatverdächtige in unbekannte Richtung. Beschrieben wird der Unbekannte wie folgt: männlich, etwa 170 cm groß, ca. 30 Jahre alt, schlanke, sportliche Statur, glattes dunkles Haar, deutsches Erscheinungsbild. Er soll akzentfrei Deutsch gesprochen haben.
3. Am Stöckmannshof
Zu einem weiteren Fall kam es zwischen 15 und 16 Uhr an der Straße "Am Stöckmannshof". Hier erhielt ein 91-Jähriger den betrügerischen Anruf. Zeitgleich erschien ein vermeintlicher Bankangestellter an der Wohnungstür des Seniors. Angeblich sei es zu einer falschen Abbuchung auf seinem Konto gekommen. Für die Stornierung und Anzeigenfertigung bräuchte man seine Bankkarte und PIN. Der 91-Jährige händigte beides aus. Der Tatverdächtige soll etwa 30 Jahre alt und 170 cm groß sein. Er habe ein mitteleuropäisches Erscheinungsbild, schwarze mittellange Haare und einen rasierten Bart. Bekleidet war er mit einer dunklen Jacke. Der Unbekannte soll akzentfrei Deutsch gesprochen haben.
Zeugen bitte melden
Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich an das ermittelnde Kriminalkommissariat zu wenden unter 0234 909-4135 oder -4441 (Kriminalwache).
So schützen Sie sich vor falschen Bankmitarbeitern
Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche, bei der Täter die Gutgläubigkeit ihrer Opfer ausnutzen. Beachten Sie folgende wichtige Verhaltensregeln, um sich zu schützen:
- Keine Herausgabe von Daten: Bankmitarbeiter werden Sie niemals am Telefon nach sensiblen Daten wie PIN, TAN oder Zugangsdaten für
- Keine Herausgabe von Karten: Banken holen niemals EC- oder Kreditkarten an der Haustür ab. Sollte Ihnen dies angeboten werden, handelt es sich definitiv um einen Betrugsversuch.
- Ausweise prüfen: Auch wenn ein Ausweis "echt" aussieht, seien Sie misstrauisch. Kriminelle fälschen Dokumente täuschend echt. Im Zweifel fordern Sie eine Terminvereinbarung in der Bankfiliale oder rufen Sie Ihre Bank über die Ihnen bekannte, offizielle Telefonnummer zurück (nicht die Nummer, die Ihnen der Anrufer gegeben hat!).
- Misstrauisch sein: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Betrüger versuchen oft, ihre Opfer zu überrumpeln, um schnelle Entscheidungen zu erzwingen. Legen Sie im Zweifel einfach auf.
- Informieren Sie sich: Sprechen Sie mit Freunden und Familie über solche Betrugsmaschen. Ältere Menschen sind besonders häufig betroffen.
Sollten Sie Opfer eines solchen Betruges geworden sein oder haben Sie verdächtige Anrufe erhalten, informieren Sie umgehend Ihre Bank und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.