Gehört der Islam zu Europa

Dr. Michael Rosenkranz, ehemaliges Vorstandsmitglied der Jüdische Gemeinde Bochum, Herne und Hattingen, bei seinem Vortrag in der Islamischen Gemeinde Röhlinghausen.
Dr. Michael Rosenkranz, ehemaliges Vorstandsmitglied der Jüdische Gemeinde Bochum, Herne und Hattingen, bei seinem Vortrag in der Islamischen Gemeinde Röhlinghausen. Foto: Tuncay Nazik

Mit mehr als 30 Gästen war die Veranstaltung der Islamischen Gemeinde Röhlinghausen am Sonntag (24.11.2019) gut besucht. Dr. Michael Rosenkranz, ehemaliges Vorstandsmitglied der Jüdische Gemeinde Bochum, Herne und Hattingen, begann seinen Vortrag in Röhlinghausen mit der Anfangsformel: ,,Bismillahirrahmanirrahim - im Namen Gottes des Barmherzigen und Allerbarmers." Gehört der Islam zu Europa? war das Thema seines Vortrags.

„Es gibt zwei angeborene Wege mit dem Unbekannten (in diesem Fall mit dem Islam) umzugehen. Der erste Weg ist die Augen zu schließen, sich ein Monster auszumalen und das Monster so groß zu machen, dass man selbst davor Angst bekommt. Der zweite Weg ist der vernünftige. Die Augen zu öffnen, sich dafür zu interessieren und kennenzulernen. Und in den meisten Fällen führt es dazu, dass man was Neues und Gutes dazu lernt“, so Rosenkranz.

So wurden fast alle weltlichen Werke der griechischen Antike ins Arabische übersetzt. Ende des 10. Jahrhunderts lagen alle großen Werke auf Arabisch vor. Die Muslime haben es nicht nur beim Übersetzen belassen, sondern auch weiterentwickelt. All dieses Wissen fand über das muslimische Spanien seinen Weg nach Europa. Wieder begann eine Periode der Übersetzungen, diesmal vom Arabischen ins Lateinische.

„In unglaublich kurzer Zeit -vierzig Minuten- konnte Herr Rosenkranz die Geschichte des Christentums und der islamische Einflüsse in Europa, mit vielen Details und Informationen, darstellen. Es hat mir sehr gefallen und ich habe viel dazu gelernt.“, so Hafsa Nazik.

Am Ende wurde lange diskutiert. Am Ende gab Herr Rosenkranz noch ein Empfehlung: „Lernt euch kennen und lasst uns begegnen. Nur durch persönliche Annäherung können wir auch Ängste und Vorurteile abbauen.“

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