Für alle Saurier-Fans - Einblicke in die Paläontologie

Start der Webserie „Saurierland Westfalen“

v.l. Felix Dürich vom LWL-Medienzentrum für Westfalen und Moderator Fabian Nolte bei den Arbeiten zur Webserie.
v.l. Felix Dürich vom LWL-Medienzentrum für Westfalen und Moderator Fabian Nolte bei den Arbeiten zur Webserie. Foto: LWL

Münster (lwl). „Saurierland Westfalen“ - so heißt die neue dreiteilige Web-Serie rund um Saurierfunde aus Westfalen, deren erste Folge ab dem 4. 2.2021 im Internet auf YouTube zu sehen ist. Das Wissensformat des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ist als Edutainment-Serie angelegt - eine Mischung aus Education und Entertainment, aus Bildung und Unterhaltung, die sich wirklich gut anschauen lässt.

„Die kleine Webserie richtet sich mit manchem Augenzwinkern an jüngere wie ältere Saurierfans, deren vages Dinowissen vielleicht eher durch Hollywood als die Wissenschaft geprägt ist, und gibt spannende Einblicke in die Arbeit der Paläontologie“, erläutert Felix Dürich vom LWL-Medienzentrum für Westfalen, das die dreiteilige Serie in Kooperation mit dem LWL-Museum für Naturkunde in Münster produziert hat.

Eine Ausgrabungsstätte bei Balve im Sauerland gehörte zu den Drehorten von
Eine Ausgrabungsstätte bei Balve im Sauerland gehörte zu den Drehorten von "Saurieland Westfalen". Foto: LWL

Als wissbegieriger Moderator führt der Schauspieler und YouTuber Fabian Nolte durch das 'Saurierland Westfalen'. Auf seiner Spurensuche begegnet er nicht nur den Überresten gewaltiger Urzeitreptilien, sondern vor allem denen, die sie untersuchen. Die wissenschaftlichen Experten des LWL-Museums für Naturkunde löchert er mit Fragen: Wie erhalten sich Fossilien über Millionen von Jahre? Was ist Paläo-Art? Wie entsteht ein lebensgroßes Dinosaurier-Modell nach wissenschaftlichen Maßstäben? Wie präpariert man einen Ichthyosaurus?

Neben Wissenswertem zu den westfälischen Sauriern erklären die einzelnen Folgen vor allem, wie dieses Wissen zustande kommt. Moderator Fabian lässt sich wissenschaftliche Methoden erklären und probiert einzelne Arbeitsschritte selbst aus - vom Bergen eines Saurierknochens, über das „Schlämmen“ von Kleinstfunden bis zum Freilegen größerer Exemplare in der Präparationswerkstatt. Außerdem begegnet er einem jungen Paläo-Artist, der sich in seinen Aquarellen einem möglichst akkuraten Bild der Saurier annähert. Gemeinsam mit Fabian gewinnen die Zuschauer Einblick in die akribische Arbeit von Paläontologen und Präparatorinnen, die dazu beiträgt ein immer genaueres Bild der Saurier Westfalens zu zeichnen.

hier geht es zum YouTube-Kanal mit der ersten Folge die sich mit dem Wiehenvenator beschäftigt.

Hintergrund

Die Region zwischen Ruhr und Weser war vor Jahrmillionen Saurierland. Das zeigt sich an zahlreichen Fossilfunden, von denen die Serie eine Auswahl zeigt. So werden der Wiehenvenator - ein Raubsaurier aus dem Wiehengebirge bei Minden, der Westphaliasaurus - ein Wassersaurier aus dem Kreis Höxter und ein Ichthyosaurus aus Jöllenbeck bei Bielefeld in den Blick genommen. Mehr Fossilien und Saurier-Modelle sind in der Dinosaurier-Ausstellung des LWL-Museums für Naturkunde zu entdecken, wo die Webserie in Teilen gedreht wurde. Zu den weiteren Drehorten zählen eine Ausgrabungsstätte bei Balve im Sauerland, eine Präparationswerkstatt sowie die paläontologische Sammlung des LWL-Zentralmagazins. „Saurierland Westfalen“ erlaubt während des Corona-Lockdowns nicht nur einen Blick in dieses „Fort Knox der Paläontologie“, sondern auch in die Dauerausstellung des LWL-Museums für Naturkunde.

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