Ein Rahmen für die Kunst

Bilder- und Rahmengalerie: Passepartout.
Michael Ruppert - Chef der Rahmengalerie passepartout. Foto: Carola Quickels

Michael Ruppert ist Galerist in Herne und Bochum. In Bochum hat er sein Geschäft seit 1986, in Herne eröffnete er seine Galerie passe-partout an der Schulstraße 42 im Jahr 2012. Der 61-Jährige verkauft in seinen Galerien hauptsächlich Bilder-Rahmen und unterscheidet sich mit seinem Geschäftsmodell dadurch grundlegend von dem, was landläufig als Galerie gilt. Er verkauft keine Kunst, er gibt der Kunst den Rahmen. Kunden kommen mit ihren Bildern und lassen sich von Ruppert den passenden Rahmen anfertigen.

Bilder- und Rahmengalerie: Passepartout.
Bilder- und Rahmengalerie: passepartout. Foto: Carola Quickels

Ich habe in Düsseldorf Architektur studiert und um meine Kosten zu decken, musste ich Geld verdienen." Das tat Ruppert damals als Taxi-Fahrer. "Dabei hatte ich viel Zeit zum Lesen. In einer Zeitung fand ich die Annonce eines Galeristen, der Unterstützung suchte." Ruppert stellte sich vor, bekam den Job und nach einiger Zeit dachte er sich: "Das ist etwas für dich." Das Studium brach er ab um Rahmen-Galerist zu werden. "Es ist die Mischung, die mich überzeugt hat. Die Beratung und das Handwerkliche waren die ausschlaggebenden Faktoren.

Bilder- und Rahmengalerie: Passepartout.
Lippmeyers Schweine im Schaufenster. Foto: Carola Quickels

Einen grundlegenden Unterschied zwischen der Bochumer und Herner Galerie sieht Michael Ruppert nicht, "allerdings habe ich in Bochum, an der Alten Bahnhofstraße, ein paar Rahmen mehr im Angebot." Seine Kundschaft bekommt Ruppert meist durch Mundpropaganda. "Zufriedene Kunden empfehlen mich weiter und so hat sich der Kundenstamm entwickelt." Laufkundschaft hat er so gut wie keine, aber: "Was mir aufgefallen ist, dass viele Leute, die zum Bioladen an der Viktor-Reuter-Straße gehen, meinen Laden entdecken, sich wundern, dass es hier so etwas überhaupt gibt - und reinkommen", erzählt Ruppert.

Bilder- und Rahmengalerie: Passepartout.
Michael Ruppert bei der Arbeit Foto: Carola Quickels

Die Kunden können in der Galerie an der Schulstraße unter etlichen Rahmen auswählen. Von dem klassischen Goldrahmen mit Schnörkeln, bis zum minimalistischen Stahlrahmen reicht das Portfolio bei passe-partout. Die Beratung, Verkauf und Anfertigung findet hier statt. "Allerdings mache ich auch manchmal Hausbesuche. wenn ein Bild etwa zu groß ist um gefahrlos transportiert zu werden - oder wenn Senioren der Weg zu beschwerlich ist", dann macht sich Ruppert sich auf den Weg.

Bilder- und Rahmengalerie: Passepartout.
Ausstellungsvorbereitung in der Galerie. Foto: Carola Quickels

Außergewöhnliches bekommt den passenden Rahmen: "In letzter Zeit habe ich immer wieder Fußball-Trikots gerahmt, auf denen zum Beispiel die Mannschaft von Schalke unterschrieben hat", sagt Ruppert. "Die kommen in einen Kastenrahmen, damit zwischen dem Glas und dem Stoff Platz ist. Liegt die Scheibe auf dem Trikot, kann es anfangen zu schimmeln."

Jörg Lippmeyer
Jörg Lippmeyer Foto: Veranstalter

Am Samstag, 15. Juli 2017, 15 Uhr, gibt es Kunst bei passe-partout zu sehen: halloherne Illustrator und Maler Jörg Lippmeyer eröffnet seine Ausstellung in der Galerie (halloherne berichtete). "Jörg stellt bei mir seine Ölbilder aus, ungefähr 40 Werke. Ich finde dass er ein großes Repertoire hat, seine Bilder sind geradezu poetisch", so Ruppert über Lippmeyer.

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