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Hanno Dähne betreibt die Aktionsbrauerei Dähne an der Eschstraße 48 in Horsthausen. Er bietet verschiedene Sorten von Hannos' Bier an.

Hanno Dähne braut sein eigenes Bier

Ein Leben für den Gerstensaft

Angefangen hat alles in der Küche von Hanno Dähnes Mutter und einem Buch von Jean Pütz übers Bierbrauen. Das inspirierte Dähne zum Selbstbrauen. Also funktionierte der damals 18-jährige Hanno kurzerhand die elterliche Küche zur Bierbrauerei um.

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Die richtigen Utensilien fehlten noch, also nutzte Dähne damals Küchengeräte und Möbel für seinen ersten Selbstversuch. Da beispielsweise kein Filter vorhanden war, spannte er eine unbenutzte Babywindel über einen Stuhl und zum Mahlen nutzte er die teure Küchenmaschine seiner Mutter.

'Küche eingesaut, aber Liebe zum Brauen geweckt'

„Das Ende der Geschichte war, dass ich die komplette Küche meiner Mutter eingesaut und ihre geliebte Küchenmaschine geschrottet hatte. Begeistert war sie natürlich nicht vom ersten Brauversuch, aber meine Liebe zum Brauen war geweckt", erinnert sich Hanno Dähne lachend im Gespräch mit halloherne.

Mit den Jahren verbesserten sich die Brauergebnisse zunehmend, dass sein Hobby in der Aktionsbrauerei Dähne an der Eschstraße mündete. Seit nun mehr 30 Jahren braut Hanno Dähne nun schon selbst sein Bier und wird damit immer erfolgreicher. Zunächst braute er seine Biere im Keller seines eigens konstruierten Hauses, das wie ein Bierfass anmutet.

Im Bild der Braukessel von Hanno Dähne.

Mit der erhöhten Nachfrage, kam aber der Platzmangel hinzu und Dähne und seine Brauerei zogen in eine Garage samt Kühlraum auf seinem Grundstück um. „Fürs Brauen braucht man eigentlich nicht viel Platz, viel eher für das Lagern", erläutert der 59-Jährige. Heute kann der Hobbybrauer seine Biere in einem 30 Kubikmeter großen Kühlraum lagern.

Solarenergie hilft beim Strom erzeugen

Gebraut wird das Bier in zwei großen Kesseln. Bis ein Bier verkaufsfertig ist, dauere es mehrere Wochen. Aber der Gerstensaftexperte setzt bei seinem Brauvorgang auch auf Nachhaltigkeit. So nutzt er beispielsweise für den Strom des Brauvorgangs Solarenergie, die durch die auf dem Dach befindliche Photovoltaikanlage generiert wird.

„Nach dem Kochen muss der Sud des Bieres übrigens heruntergekühlt werden, dass geschieht bei uns nun auch über einen nachhaltigeren Weg. Über ein Umwälzungsverfahren mit dem Wasser unseres Whirlpools kommt es zu keiner Wasserverschwendung", sagt Hanno Dähne. Bis heute liebt es Dähne, seine Brautechnik und die Verfahren stetig zu verbessern.

Ferner bemüht sich der Bierbrauer auch darum, regionale Produkte zu verwenden. So komme das Gerstenmalz beispielsweise von einer Gelsenkirchener Firma. Den Hopfen für sein Craftbier bezieht der gelernte Elektroingenieur aber aus den USA.

Pils, Weizen, Bock und Craft

In seinem Sortiment hat der 59-Jährige zehn Sorten, unter anderem Pils, Weizen, Bock und Craft-Biere. Dazu gibt es dann immer wieder Aktionsbiere wie Hannos' Pott-Bier. Das beliebteste Bier sei aber nach wie vor das Pils.

Zu den Sorten zählen unter anderem Pils, Weizen, Bock, Craft und Aktionsbiere.

Mittlerweile finden sich die klassischen Biersorten wie Pils oder Weizen auch in Herner Supermärkten zu Preisen zwischen 1,39 und 1,49 Euro. Weitere Bierabnehmer seien Buchhändler oder auch Geschenkshops. Hier gäbe es dann aber eher die Aktionsbiere für Preise um circa 3,90 Euro zu kaufen.

Verkauf im Gleiscafé Fritzchen

Durstige Gäste können das Bier auch seit Juni 2023 im Gleiscafé Fritzchen ordern (halloherne berichtete). Weitere Verkaufsmöglichkeiten nutzt Hanno Dähne bei verschiedenen Veranstaltungen wie beispielsweise dem Feierabendmarkt in Sodingen oder auch bei der Cranger Kirmes. „In diesem Jahr bin ich wieder neben Meinken und dem Lehnerts Hof zu finden", sagt Dähne. „Leider hatte ich es versäumt, mich frühzeitig beim Stadtmarketing zu melden, sodass ich nun nicht auf dem Plan zu finden bin."

Aber obwohl Hanno Dähne nahezu ständig von Bier umgeben ist, schmeckt ihm der Gerstensaft selbst immer noch. „Im Urlaub kaufe ich selbst noch gerne verschiedene Biere. Erstens um andere Brauer zu unterstützen und zweitens, weil es mir schmeckt", verrät der Bierliebhaber.

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Dähne glaubt übrigens, dass man selbst die größten Bierverweigerer zum Hopfengold bringen kann. „Es gibt kein schlechtes Bier. Das Bier musss nur zu demjenigen passen, der es trinkt", so der Brauer abschließend.

| Autor: Julia Blesgen