Durchbruch am Fischergraben

Durchbruch am Fischergraben.
Durchbruch am Fischergraben. Foto: Robert Freise

Am Donnerstag (23.3.2017) wurde der Durchstich für den Schmutzwasserkanal zwischen Horsthauser Straße und Langforthstraße gemacht. Der Bohrer hat damit die Arbeiten an einem 176 Meter langen Teilabschnitt der Strecke beendet Der Fischergraben ist ein Nebenlauf des Landwehrbachs. Er ist zurzeit ein offener Schmutzwasserlauf. Im Zuge des Emscherumbaus hat die Stadtentwässerung Herne (SEH) im Sommer 2016 mit der ökologischen Aufwertung des Fischergraben durch Entflechtung begonnen. Das bedeutet, das Schmutzwasser und Reinwasser voneinander getrennt werden.

Durchbruch am Fischergraben.
Der Bohrerkopf nach dem Durchbruch. Foto: Robert Freise

Für das Schmutzwasser wird ein unterirdischer Abwasserkanal parallel zum Fischergraben verlegt. Da durch Bergsenkungen keine natürliche Vorflut zum Landwehrbach mehr besteht, baut die Emschergenossenschaft ein neues Schmutzwasser-Pumpwerk in der Langfortstraße. Das Regen- und Grundwasser wird mit dem vorhandenen Pumpwerk in den Landwehrbach gehoben, um anschließend in die Emscher zu fließen.

Die Fakten: Baubeginn: Juli 2016, geplantes Bauende: Sommer 2018: Gesamtlänge: ca. 900 Meter Kanalisationdavon rund 600 Meter im Rohrvortrieb. Baukosten: rund 6 Millionen Euro

Durchbruch am Fischergraben.
Besprechung am Fischergraben. Foto: Robert Freise

Zum Rohrvortrieb: Rohrvortrieb ist eine grabenlose Technik des Leitungsbaus. Ein Bohrkopf gräbt sich mit viereinhalb Umdrehungen pro Minute durch das Erdreich dabei legt er rund einen Meter pro Stunde zurück, gleichzeitig werden mit einem Pressdruck von 360 Tonnen die Kanalrohre eingeschoben. Der Bohrkopf wiegt 15 Tonnen, die Antriebsmachine 25 Tonnen. Das angewandte Verfahren heißt Microtunneling.

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Tunneldurchbruch am Fischergraben

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