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Werke beider Dortmunder Künstlerinnen korrespondieren miteinander und mit den Räumlichkeiten auf Unser Fritz, hier der Schwarzkaue.

Künstlerinnen-Duo auf Unser Fritz

Ausstellung – 'In der Schwebe'

Die Künstlerzeche Unser Fritz lädt am Samstag, 1. Juni 2024, ab 17 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung „In der Schwebe“ ein. Die beiden freischaffenden Dortmunder Künstlerinnen Andrea Behn und Antje Hassinger zeigen in beiden Hallen des Kauengebäudes großformatige Gemälde, die an langen Drahtseilen hängend, einen begehbaren Bildraum bilden. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Fördervereins, Jürgen Hausmann, spielt im Dialog mit den Bildern das Kontrabass-Quartett der Dortmunder Philharmoniker: Junsu Chun, Frank Kistner, Michael Naebert und Tomoko Tadokoro.

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  • Samstag, 1. Juni 2024, um 17 Uhr

Bild und Raum im Dialog

Antje Hassingers Bilder, Öl auf Leinwand, sind Collagen aus verschiedenen Sedimenten.

Andrea Behn und Antje Hassinger zeigen eine Auswahl großformatiger Gemälde, die an langen Drahtseilen hängend einen begehbaren Bildraum in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 bilden. Freischwebend eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten, Bild und Raum in einen Dialog treten zu lassen – mit Werken der jeweils anderen Künstlerin, aber auch mit den Gegebenheiten des Gebäudes.

Die freischwebenden Bilder sind als Sandwich gehängt, sodass sich je nach Standort des Betrachters immer neue Eindrücke ergeben. Die solchermaßen rundum begehbaren Großformate können in der Schwarzkaue auch von der Empore aus betrachtet werden. Die Idee der frei hängenden Bilder entwickelten die Künstlerinnen zu Coronazeiten für eine leerstehende Halle in Dortmund, als Ausstellungen nur im Freien oder eben nicht in geschlossenen Räumen stattfinden konnten.

Gemeinsame Projekte

Seit 2012, wo sie erstmals zusammen in den Städtischen Galerien Lemgo und Herne (im Schlosspark Strünkede) ausstellten, entstehen immer wieder gemeinsame Projekte bei denen sich die Malerinnen durch unterschiedliche Räume zu einem jeweils anderen Ausstellungskonzept inspirieren lassen. Ihre Werke entstehen unabhängig voneinander, weisen auch eine unterschiedliche Materialität aus, offenbaren aber auch auf Unser Fritz gewisse Verbindungen.

Andrea Behn setzt bis zu einhundert Acryl-Farbschichten auf Papier.

Die gebürtige Dortmunderin Andrea Behn ist nach ihrem Grafikdesign-Studium an der FH Dortmund seit 1983 freischaffend künstlerisch tätig, hatte bis 2021 viele Jahre einen Lehrauftrag an der Hochschule Niederrhein in Krefeld und zwei Jahre Artist in residence an der Cité Internationale des Arts in Paris. Andrea Behn ist zudem Bühnenbildnerin und Performerin, entwickelt Kunst am Bau-Konzepte und, nach einer Gesangsausbildung, (Chor-) Sängerin.

Die gebürtige Wittenerin Antje Hassinger studierte von 1981-1986 Objekt-Design an der FH Dortmund, war 1983 Gründungsmitglied des Künstlerhauses Dortmund und 1992/93 Stipendiatin des Landes Schleswig-Holstein in Lauenburg /Elbe. Einem Artist in residence-Jahr 2009 in Barcelona folgten zwei Jahre an der Cité Internationale des Arts in Paris, nicht die einzige Parallele zur Vita Andrea Behns.

Gröberes „Werkzeug“

Arbeiten beide doch nicht klassisch mit dem Pinsel, sondern mit gröberem „Werkzeug“ vom Spachtel bis zum Besen. Während Andrea Behn bis zu einhundert Acryl-Farbschichten auf Papier aufträgt und Farbausschüttungen dem Zufallsprinzip unterstellt, sind die auf Unser Fritz gezeigten Arbeiten Antje Hassingers kleinteiliger und grafischer aufgebaut: Öl auf Leinwand-Collagen aus verschiedenen Sedimenten, zumeist in horizontaler Schichtung.

Die Künstlerzechen-Kuratorin Danuta Karsten: Durch das Schweben im Raum verändert sich die Materialität der Bilder, die Großformate wirken leichter. Sie treten untereinander und mit dem Raum in einen Dialog, der je nach Standort des Betrachters und nach Lichteinfall immer neue Eindrücke hervorruft. Bewusst sind für die fensterlose Weißkaue farbreduzierte Arbeiten ausgewählt worden.

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Zwei Sondereditionen

Zur Ausstellung sind zwei Editionen aufgelegt worden, handsignierte Fine Art Prints in einer Auflage von jeweils zwanzig Drucken. Sie sind zum Stückpreis von 75 Euro erhältlich. „In der Schwebe“ wird vom 1. bis 23. Juni 2024 auf Unser Fritz gezeigt. Zur Finissage am Sonntag, 23. Juni 2024, spricht um 15 Uhr der Herner Kunsthistoriker Dr. Falko Herlemann zum Thema „Schweben“. Anschließend findet ein Rundgang mit den beiden Künstlerinnen Andrea Behn und Antje Hassinger statt. Öffnungszeiten der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3: Mittwoch und Samstag jeweils von 15 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 17 Uhr.

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  • Sonntag, 2. Juni 2024, von 14 bis 17 Uhr
  • Mittwoch, 5. Juni 2024, von 15 bis 18 Uhr
  • Samstag, 8. Juni 2024, von 15 bis 18 Uhr
  • Sonntag, 9. Juni 2024, von 14 bis 17 Uhr
  • Mittwoch, 12. Juni 2024, von 15 bis 18 Uhr
  • Samstag, 15. Juni 2024, von 15 bis 18 Uhr
  • Sonntag, 16. Juni 2024, von 14 bis 17 Uhr
  • Mittwoch, 19. Juni 2024, von 15 bis 18 Uhr
  • Samstag, 22. Juni 2024, von 15 bis 18 Uhr
  • Samstag, 29. Juni 2024
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  • Sonntag, 23. Juni 2024, um 15 Uhr
Mittwoch, 29. Mai 2024 | Quelle: Pitt Herrmann