Ausbildung von Schlaganfall-Helfer

AWO schließt Lücke in der Nachsorge

Ulrike Gaus begrüßt die Ehrenamtlichen zur ersten Schulung.
Ulrike Gaus begrüßt die Ehrenamtlichen zur ersten Schulung. Foto: Awo

Das Thema Schlaganfall ist facettenreich und vielseitig. Umso wichtiger ist eine gute Versorgung und Unterstützung für die Betroffenen und Angehörigen. Da die Nachsorge noch verbessert werden kann, bilden die AWO Ruhr-Mitte, die deutsche Schlaganfall-Hilfe, die Stadt Herne und das Rote Kreuz Schlaganfall-Helfer aus. Ursprünglich sollte der erste Schulungstag am 13. März 2020 stattfinden. Aufgrund der schnellen Ausbreitung des Corona-Virus, wurde der Termin bis auf Weiteres verschoben. Ende September 2020 startete nun die erste Schulung.

Dazu wurden die Teilnehmenden in zwei Gruppen á zehn Personen aufgeteilt. Die zweite Gruppe trifft sich zu ihrem ersten Termin im Frühjahr/Sommer 2021. Am Samstag, 7. November 2020, bekommen die Teilnehmenden der ersten Gruppe ihre Zertifikat überreicht. Mit der Übergabe sind die Ehrenamtlichen offiziell anerkannte Schlaganfall-Helfer und können auch – entsprechend der aktuellen Corona-Lage – mit ihrer Arbeit beginnen.

Bei ihrer Arbeit, hören die Schlaganfall-Helfer den Schlaganfall-Betroffenen und deren Angehörigen zu, motivieren und bieten Unterstützung an.

Die Ausbildungsinhalte sind in unterschiedliche Themenbereiche aufgeteilt und wurden über acht Schulungstage verteilt. Themenbreiche sind unter anderem: Grundwissen über Schlaganfälle und deren Herausforderungen; Infos über das Umgehen mit Sprachstörungen nach einem Schlaganfall; das Autofahren nach einem Schlaganfall, in wie weit und unter welchen Bedingungen es möglich ist.

Bei der ersten Schulung waren neben den Teilnehmenden noch weitere Gäste eingeladen, darunter Marc Schaaf (Geschäftsführer AWO Ruhr-Mitte), Dr. Martin Krause (Geschäftsführer DRK Herne) und Stefan Stricker (Deutsche Schlaganfall-Hilfe). Marc Schaaf sagte, dass die Schlaganfall-Hilfe ein weiterer, wichtiger Baustein im Ehrenamtsportfolio der AWO sei. Dr. Martin Krause ist froh, dass die Schulungen nun trotz Corona anfangen, denn die ehrenamtlichen Schlaganfall-Helfenden schließen nach der Akutversorgung eine wichtige Lücke in der Nachsorge der Betroffenen.

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