Auf dem Weg zum Erlebnisbergwerk

Im Trainingsbergwerk Recklinghausen: v.l. Peter Schrimpf (RAG), Karola Geiß-Netthöfel (RVR), Klaus Gülzau (Trainingsbergwerk), Nina Frense (RVR), Re-Bürgermeister Christoph Tesche.
Im Trainingsbergwerk Recklinghausen: v.l. Peter Schrimpf (RAG), Karola Geiß-Netthöfel (RVR), Klaus Gülzau (Trainingsbergwerk), Nina Frense (RVR), Re-Bürgermeister Christoph Tesche. Foto: RVR

Recklinghausen. Das Trainingsbergwerk (TBW) in Recklinghausen soll das größte Erlebnisbergwerk für Steinkohle in Deutschland werden. Dazu haben der Regionalverband Ruhr (RVR), die Stadt Recklinghausen und die RAG Aktiengesellschaft eine entsprechende Kooperationsvereinbarung getroffen und diese am Dienstag (1.10.2019) der Öffentlichkeit vorgestellt..

Der RVR hat inzwischen das weiterhin unter Bergaufsicht stehende Areal des Trainingsbergwerks von der RAG übernommen. Der Kaufvertrag zwischen RVR und RAG wurde vor kurzem besiegelt. Der bereits gegründete Trägerverein hat das sieben Hektar große Areal übernommen, um es instand zu halten und für Besucher zu öffnen. Die landesweit für den Bergbau zuständige Bezirksregierung Arnsberg hat bereits dem Trägerverein den weiteren Betrieb des TBW genehmigt. Ende 2021 wird geprüft, ob das TBW dauerhaft als Besucherbergwerk betrieben werden kann.

Die RAG wird bis mindestens Ende 2021 das Trainingsbergwerk für Fortbildungsmaßnahmen, zum Beispiel für die Grubenwehr, nutzen und dafür auch bezahlen. Die Stadt Recklinghausen verpflichtet sich, ein Defizit des Trägervereins bis zu einer Höhe von 40.000 Euro jährlich auszugleichen.

Zum TBW gehört ein Bergwerk, das auf 1.400 Metern Länge und 17 Metern Tiefe unter der Haldenspitze alles im Original beinhaltet, was den Steinkohlebergbau ausmacht. Dazu gehören drei Streckenvortriebe sowie Streben. Außerdem ist ein Tagesschacht vorhanden und das Stollensystem wird wie ein aktives Bergwerk bewettert. Die bergbautechnischen Geräte wie Hobel, Walzen- und Senklader, an denen früher die Auszubildenden der RAG übten, sind voll einsatzfähig. So können Besucher an funktionierenden Maschinen die Prozesse des Bergbaus hautnah erleben.

In Kombination mit dem Museum Strom und Leben, dem Landschaftspark Hoheward, dem Stadtteilpark Hochlarmark und der Drachenbrücke, die in unmittelbarer Nähe liegen, entsteht ein attraktives touristisches Angebot im Norden der Metropole Ruhr.

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