Zwei neue 'Kätzchen' unterwegs

Entsorgung stockt auf: Elektrische 'CityCat'-Kehrmaschinen

Zwei neue CityCats für Entsorgung Herne, im Bild (v.li.) Andrew Piontek, Martin Tanne, Vorstand Horst Tschöke und Carmen Donaj.
Rechts und links sind die beiden neuen Citycats, in der Mitte das Fahrzeug von 2017: (v.li.) Andrew Piontek, Martin Tanne, Vorstand Horst Tschöke und Carmen Donaj. Foto: Marcel Gruteser

Bei Entsorgung Herne wird der Fuhrpark immer emissionsfreier: Am Donnerstag (2.9.2021) wurden zwei weitere CityCats als Kehrmaschinen am Wertstoffhof vorgestellt.

Bereits 2014 begann Entsorgung Herne mit der Elektrifizierung des Fuhrparks, um der Verantwortung für Klima- und Umweltschutz gerecht zu werden. Seit 2017 schnurrt die erste CityCat leise durch die Herner Straßen (halloherne berichtete). „Damals war Herne die erste Stadt deutschlandweit und insgesamt gab es nur zehn vollelektrische Kehrmaschinen weltweit“, erinnerte Barbara Nickel, Sprecherin von Entsorgung Herne.

Mike und Meike mit dabei

Nun folgen also Nummer zwei und drei für die Fußgängerzonen und Innenstädte, während das erste Modell weiter im Betrieb ist. Außen sind erneut Meike und Mike aufgemalt worden, die beiden Comicfiguren, die dem Müll den Kampf angesagt haben (halloherne berichtete). Die neuen Modelle sehen optisch im Grunde identisch aus, jedoch sind sie aus der zweiten Generation, das heißt mit modernerer Technik ausgestattet.

„Wir werden unseren Fuhrpark nach und nach umstellen, um den Weg zu emissionsfreier Mobilität fortzuführen“, sagt Horst Tschöke, Vorstand von Entsorgung Herne. „Bei diesen Fahrzeugen sparen wir gegenüber einer herkömmlichen Dieselkehrmaschine pro Umstellung 26 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Das hat aber einen gewissen Preis.“

Zwei neue CityCats für Entsorgung Herne
Eine der beiden neuen Citycats von Entsorgung Herne. Im hinteren Teil ist die Comicfigur Meike aufgemalt. Foto: Marcel Gruteser

Knapp unter 300.000 Euro kostet eine solche Elektrokehrmaschine, rund 150.000 Euro mehr als mit einem Benzintank. Allerdings gibt es rund 80 Prozent Fördermittel, die den finanziellen Aufwand der Entsorgung somit drücken. „Sie sind derzeit noch teurer als die herkömmlichen Alternativen, aber der Markt wird sich bestimmt verändern“, ist sich Tschöke sicher. Aufgrund von Materialmangel kamen die beiden neuen Citycats rund ein halbes Jahr später als geplant an der Südstraße an.

Feuertaufe im Herbst

Bei den Fahrer macht sich allerdings kaum ein Unterschied bemerkbar. Die Feuertaufe kommt erst im Herbst, wenn Unmengen an Laub beseitigt werden müssen - dann könne auch der Akku schneller leer werden, als nun im Sommer, sagt Mitarbeiter Martin Tanne.

Insgesamt werden derzeit acht batterieelektrische Nutz- und Transportfahrzeuge bei der Entsorgung eingesetzt. Bis 2030 sollen es insgesamt 52 Fahrzeuge werden - dabei spielt auch Wasserstoff eine wichtige Rolle (halloherne berichtete). Im ersten Halbjahr 2022 soll zudem der Sortierbagger auf dem Wertstoffhof vollelektrisch werden - ohne Kabel, dafür mit einem Akku.

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