Neue Brücken über Emscher und Kanal

Zwei neue und eine sanierte Brücke

Stellten neue Brückenpläne für Herne und Recklinghausen vor: (v.li.) Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne, Christoph Tesche, Bürgermeister der Stadt Recklinghausen, Prof. Dr.Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft und Karlheinz Friedrichs, Baudezernent der Stadt Herne.
v.l. Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister Herne, Christoph Tesche, Bürgermeister Recklinghausen, Prof. Dr. Uli Paetzel Emschergenossenschaft und Karlheinz Friedrichs, Baudezernent Herne. Foto: Stadt Herne

Die Städte Herne und Recklinghausen erzielten gemeinsam mit der Emschergenossenschaft einen Durchbruch bei der interkommunalen Zusammenarbeit: Bis Ende 2023 wird durch zwei neue Brücken über den Rhein-Herne-Kanal in Horsthausen und Baukau sowie einer sanierten Brücke über die Emscher das Wasser zum verbindenden Element zwischen den beiden Kommunen, teilte die Stadt Herne am Mittwoch (7.4.2021) mit.

Der Brückenschlag für Fußgänger und Radfahrer über die Emscher wird damit Realität und die Zeit der Umwege endet endgültig. Damit geben die drei Partner der klimafreundlichen Nahmobilität Vorfahrt. „Mit unseren Projekten an Emscher und Lippe verstehen wir uns ohnehin als Brückenbauer in der Region – Wasser ist dabei das verbindende Element, das erheblich zur Lebens- und Aufenthaltsqualität der Menschen beiträgt“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft.

Die gemeinsam von den beiden Städten und der Emschergenossenschaft entwickelte Linienführung für die Brückenbauwerke bringt die klimafreundliche Mobilität zwischen Herne- Nord und Recklinghausen-Süd entscheidend voran. Die Brücken steigern den Naherholungswert und die städtebauliche Attraktivität im Herzen des Ruhrgebiets deutlich.

Auch Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda ist überzeugt: „Mit diesen Brücken leben wir das Motto ,Mit Grün. Mit Wasser. Mittendrin‘. Wir stärken die klimafreundliche Mobilität, öffnen unsere Stadt weiter zum Wasser und schaffen als geografisches Zentrum des Ruhrgebiets mit unseren Partnern Radtrassen in Richtung Münsterland.“

Bessere Verbindungen für Radfahrer und Fußgänger

Durch die neuen Brückenschläge ermöglichen die drei Partner für Fußgänger und Radfahrer eine attraktive und barrierefreie Verbindung zwischen dem Herner Norden und Recklinghausen-Süd und binden den Bereich an das lokale und regionale Radwegenetz an.

Besonders die Fahrradinfrastruktur wird auf ein neues Niveau gehoben und erleichtert Pendlerbeziehungen per Fahrrad zwischen Herne, Recklinghausen und Herten. „Der Sprung über die Emscher wird ein toller Brückenschlag zu dem Natur- und Wasser-Erlebnis-Park, der gleich nebenan auch auf Recklinghäuser Gebiet entsteht“, betont der Recklinghäuser Bürgermeister Christoph Tesche.

Die Anbindungen an die Emscherinsel, die Halde Hoheward, die Streuobstwiese im Emscherland, die Kanaluferwege und den Emscherradweg eröffnen den Bürgern zudem neue Natur- und Erholungsräume und wird die regionale Lebensqualität maßgeblich steigern. Der Eigenanteil der Stadt Herne für eine Kanalbrücke betragen rund 600.000 Euro, Gesamtkosten sind rund sechs Millionen Euro teilte Stadtsprecher Michael Paternoga gegenüber halloherne mit. Gefördert werden soll der Brückenbau über die Förderrichtlinie Nahmobilität 2020.

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