Tag gegen Gewalt an Frauen

Wir brechen das Schweigen

Frauen, die einmal Feuer spucken wollten, hatten bei der Aktion - Gegen Gewalt an Frauen - die Möglichkeit.
Frauen, die einmal Feuer spucken wollten, hatten bei der Aktion - Gegen Gewalt an Frauen - die Möglichkeit. Foto: Carola Quickels

Jede dritte Frau wird im Laufe ihres Lebens einmal Opfer von körperlicher und/oder sexueller Gewalt, das geht aus einer EU-weiten Befragung von 2014 hervor. Hilfsangebote bleiben oft ungenutzt. Am Montag (25.11.2019), dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, fand am Kugelbrunnen eine Mitmachaktion der Gleichstellungsstelle Herne gemeinsam mit dem Runden Tisch gegen häusliche Gewalt statt. Mit einer Menschenkette bildeten die Teilnehmenden ein Zeichen gegen jegliche Form von Gewalt an Frauen. Dabei konnte jede Frau, die immer schon einmal Feuer spucken wollte, sich darin üben.

Die Vätergruppe des Kommunalen Integrationszentrum unterstützt die Aktion zum Tag gegen Gewalt an Frauen.
Die Vätergruppe des Kommunalen Integrationszentrum unterstützt die Aktion zum Tag gegen Gewalt an Frauen. Foto: Carola Quickels

Unterstützt wurde die gemeinsame Aktion von der Trommel-Väter-Gruppe des Kommunalen Integrationszentrums. Die gesamte Aktion folgte dem Aufruf des bundesweiten Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen (0800-0116016) der alle Menschen dazu auffordert, sich an der Mitmachaktion Wir brechen das Schweigen! zu beteiligen, um ein starkes Zeichen gegen Gewalt zu setzen und betroffenen Frauen Mut zur Veränderung zu machen.

Ermittelte Fälle von häuslicher Gewalt verzeichnen laut Polizeistatistiken einen deutlichen Anstieg. Im Jahr 2018 gab es fast 141.000 Fälle von häuslicher Gewalt. Davon waren in 81 Prozent der Fälle Frauen betroffen. Die Dunkelziffer ist dabei deutlich höher, als die ermittelten Fälle.