Besorgte Stinkefinger ziehen durch Herne

Protest gegen den Aufmarsch von Rechtsextremisten in Herne (NW), am Dienstag (05.11.2019). Im Bild: Demonstrantin Livia Leichner auf dem Robert-Brauner-Platz.Foto: Stefan Kuhn
Eine Demonstrantin tritt für "Bunt statt Braun" ein. Foto: halloherne

Das Bündnis Herne hatte auch am Dienstag (5.11.2019) zum Protest gegen die als Spaziergänge getarnten Aufmärsche der selbsternannten "besorgten Bürger" durch die Innenstadt eingeladen. Und auch an diesem Dienstag haben sich über 300 Demonstranten auf dem Robert-Brauner-Platz versammelt.

Protest gegen den Aufmarsch von Rechtsextremisten in Herne (NW), am Dienstag (05.11.2019). Im Bild: Teilnehmer des Open-Air Friedensgebetes an der Kreuzkirche.Foto: Stefan Kuhn
Das Open-Air Friedensgebet an der Kreuzkirche. Foto: halloherne

Zuvor hatten sich gut 180 Menschen zum ökumenischen Open-Air Friedensgebet vor der Kreuzkirche getroffen. Dieses wurde gehalten von Pfarrerin Melanie Jansen von der Ev. Kreuzkirchengemeinde und ihrem katholischen Kollegen, Vikar Christian Schmidtke, von der St. Dionysius-Gemeinde.

Protest gegen den Aufmarsch von Rechtsextremisten in Herne (NW), am Dienstag (05.11.2019). Im Bild: Protest gegen den Aufmarsch von Rechtsextremisten in Herne (NW), am Dienstag (05.11.2019). Im Bild: die Veranstaltung auf dem Robert-Brauner-Platz.Foto: Stefan Kuhn
Die Veranstaltung auf dem Robert-Brauner-Platz. Foto: halloherne
Protest gegen den Aufmarsch von Rechtsextremisten in Herne (NW), am Dienstag (05.11.2019). Im Bild: die Veranstaltung auf dem Robert-Brauner-Platz.Foto: Stefan Kuhn
Parteifahnen unerwünscht, kreativer Protest ist willkommen. Foto: halloherne

Auf dem Robert-Brauner-Platz gab es an diesem Abend eine kleine Programm-Abweichung. Das gesprochene Wort übernahmen bei dieser Veranstaltung exzellente Poeten. Mit den beiden Poetry-Slammern aus Essen, Micha-El Goehre und Jay Nigthwind, und der Poetry-Slammerin Eva Lisa aus Duisburg, betraten wahre Wortkünstler die Bühne und ernteten reichlich Beifall für Beiträge, die in der Mehrzahl Menschen des rechten Spektrums ad absurdum führten. Mal laut, mal leise, mal lustig und mal nachdenklich. Begleitet wurde die Veranstaltung durch die Agentur - WortLautRuhr - die auch für die musikalische Seite der Veranstaltung sorgte.

Protest gegen den Aufmarsch von Rechtsextremisten in Herne (NW), am Dienstag (05.11.2019). Im Bild: Polizei versperrt den Gegendemonstranten den Durchgang zur Bebelstraße.Foto: Stefan Kuhn
Gegendemonstranten an der Bebelstraße. Foto: halloherne

Ach ja, dann gab es noch den Spaziergang. Nachdem ihr letzter Spaziergang nicht stattfand, trafen sich an diesem Dienstag circa 60-80 "besorgte Bürger", die durch Herne liefen. Auch diesmal wurden sie wieder von Bereitschaftspolizisten dicht begleitet. Für einen Demonstrationszug mit Herner "besorgten Bürgern" hatte es auch dieses Mal kaum gereicht. Gesichtet wurde unter anderem eine ganze Horde von "Steeler Jungs", die sich unter den Marsch gemischt hatten. An der Bebelstraße schossen dann aus den Reihen der "besorgten Bürger" reihenweise die Mittelfinger gegen die Vertreter des "Herner Bündnis" entgegen.

Protest gegen den Aufmarsch von Rechtsextremisten in Herne (NW), am Dienstag (05.11.2019). Im Bild: rechtsextreme
"Steeler Jungs" als Teilnehmer des "Spaziergangs besorgter Bürger" auf der Markgrafenstraße. Foto: halloherne

An der Markgrafenstraße - gegenüber dem Mahnmal für die Opfer des Faschismus - hatten sich zuvor, wie an vielen weiteren Stellen auf der Route der "besorgten Bürger", erneut dutzende Gegendemonstranten eingefunden, um ihren Protest lautstark zum Ausdruck zu bringen. Der Protest gegen die Rechtsextremen verlief an diesem Abend wiederum ohne Zwischenfälle. Oder wie es ein Polizist ausdrückte: "Lautstark und friedlich".

Protest gegen den Aufmarsch von Rechtsextremisten in Herne (NW), am Dienstag (05.11.2019). Im Bild: Sticker des Bündnis Herne.Foto: Stefan Kuhn
Sticker des Herner Bündnis. Foto: halloherne
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