Maria 2.0 – Frauen bestreiken die Kirche

Protestaktion am Muttertag

Der Kugelbrunnen in der Herner City.
Treffpunkt: der Kugelbrunnen in der Herner City. Foto: Wolfgang Quickels

Ausgehend von einer Münsteraner Frauengruppe (Gemeinde Heilig Kreuz) werden Frauen im Rahmen der Aktion Maria 2.0 dazu aufgerufen, eine Woche lang in Kirchenstreik zu treten und ihre Dienste ruhen zu lassen. Auch in Herne und Castrop-Rauxel treten Frauen in den Streik. Frauen der Pfarrei St. Dionysius in Herne laden am Sonntag, 12. Mai 2019, 11 Uhr, in die Herner Innenstadt ein. Auf Höhe des Kugelbrunnens/ St. Bonifatius-Kirche möchten sie Gottesdienst feiern und miteinander diskutieren. Frauen der Gemeinde Hl. Kreuz in Castrop-Rauxel laden ebenfalls am Sonntag, 12. Mai 2019, 11 Uhr, zu einem Wortgottesdienst und einer Agape vor der Kirche ein.

Die Frauen aus Münster sind nach intensiver Beschäftigung mit der aktuellen Situation der katholischen Kirche zu dem Ergebnis gekommen, dass bei dem Grauen der Missbräuche, das in letzter Zeit immer mehr zu Tage getreten ist und keine Reformen zur Abschaffung der männerbündischen Machtstrukturen in Sicht sind, Handeln nötig ist. Ein stillschweigender Austritt sei keine Option. Die Frauen wollen kämpfen, auch für zukünftige Generationen, damit es wieder Freude macht, in der Kirche zu bleiben. Damit war Maria 2.0 geboren.

Die Frauen in Münster werden im Marienmonat Mai, in der Woche von Samstag bis Samstag 11.-18. Mai 2019, in einen ‚Kirchenstreik treten und rufen alle Frauen auf mitzumachen. Es wird keine Kirche betreten und kein Dienst getan. Gottesdienste werden vor den Kirchen gefeiert und dabei die Klagen und Forderungen nachdrücklich und kreativ zum Ausdruck gebracht. Die Frauen aus Münster hoffen, dass sich viele Frauen in Deutschland und gerne auch darüber hinaus, ihnen anschließen werden.

Mit einem Offenen Brief an Papst Franziskus sind sie gestartet. Dieser Brief kann noch bis zum 18. Mai 2019 online unterzeichnet werden.

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Sonntag, 12. Mai 2019 Herner Innenstadt , Herne
Quelle: