„Yakari – Der Kinofilm“ auch in Herne

Letztes Familien-Vergnügen vor dem Lockdown

Kinofilm - Yakari: Yakari auf der Schmetterlingswiese.
Kinofilm - Yakari: Yakari auf der Schmetterlingswiese. Foto: Leonine

Yakari hat einen Traum: Er möchte eines Tages auf Kleiner Donner reiten, dem Wildpferd, das noch von keinem Sioux gezähmt werden konnte. Als die Jäger seines Stammes eine Herde Mustangs einfangen, kann Kleiner Donner mit einem mächtigen Sprung wieder entkommen. Yakari folgt dem jungen Pferd und befreit es, als es seinen Huf unter einem Felsen eingeklemmt hat. Für diese mutige Tat verleiht ihm Großer Adler, Yakaris Totem, was soviel wie Beschützer meint, die Gabe, mit Tieren zu sprechen.

Yakaris Stamm hat seine Wigwams am Fuße der Bärentatzenberge errichtet. Über diese würde der stets von seinem Lieblingshund Knickohr begleitete Knabe gern fliegen können – wie ein Vogel. Er ist nicht nur mutig, sondern bringt allen Lebewesen, ja der Natur überhaupt Liebe und Respekt entgegen. Eine Eigenschaft, die ihm auf seinem weiteren Weg eine große Hilfe sein wird. Als es Zeit wird, die Zelte abzubrechen, um der zu neuen Weidegründen wandernden Bisonherde zu folgen, befiehlt Häuptling Stiller Fels, noch ein paar Mustangs für den Transport zu fangen.

Kinofilm - Yakari: Yakari und Kleiner Donner werden Freunde.
Kinofilm - Yakari: Yakari und Kleiner Donner werden Freunde. Foto: Leonine

Auf der Suche nach Kleiner Donner gerät Yakari, der die Erwachsenen insgeheim verfolgt, in einen reißenden Fluss. Er klammert sich an einen Baumstamm, stürzt aber dennoch einen Wasserfall herab und treibt den Fluss hinunter - weit weg von seiner Heimat. Nun ist es Yakari, der die Hilfe von Kleiner Donner braucht: Gemeinsam machen sie sich auf den weiten und abenteuerlichen Rückweg durchs Gebirge. Dabei treffen die beiden nicht nur viele verschiedene Tiere, es machen ihnen auch Kälte und Hunger zu schaffen. Dazu sind ihnen Jäger eines feindlichen Stammes auf der Spur. Schließlich bringt auch noch ein Sturm Kühner Blick und Schimmernde Zöpfe, Yakaris Eltern, die auf der Suche nach ihrem Sohn sind, in Gefahr…

Der naturliebende Sioux-Indianerjunge Yakari begeistert seit Generationen mit seinen Abenteuern und Themen wie Freundschaft, Mut und einer magischen Verbindung mit der Natur weltweit unzählige Fans. André Jobin alias Job war der Szenarist, Claude de Ribaupierre alias Derib der Zeichner der Serie. Ihren ersten Comic brachte am 12. Dezember 1969 die Schulzeitschrift „Le Crapaud à lunettes“ in der Schweizer Romandie heraus. Inzwischen besteht die Serie aus 41 Bänden, die seit 1999 vom belgischen Comicverlag Le Lombard in der französischen Originalsprache ediert werden – und auf Deutsch seit 2005 bei Salleck Publications im pfälzischen Wattenheim erscheinen.

Xavier Giacometti hat fürs Pantoffelkino über 200 Episoden zu je 13 Minuten verfilmt, die ab Weihnachten 2005 in Frankreich und drei Jahre später auch im deutschen Kinderkanal (KiKa) ausgestrahlt wurden. „Uns wurde schnell klar“, so der französische Regisseur, „dass man für Yakaris ersten Auftritt im Kino auf alle Fälle die Geschichte erzählen muss, wie Yakari zu dieser außergewöhnlichen Persönlichkeit wurde, die wir aus der Serie kennen. Wie es dazu kam, ist noch nie mit den fantastischen Mitteln, die das Kino bietet, dargestellt worden.“ So erzählt der spannende, mit grandiosen Landschaften ausgestattete Animationsfilm für die ganze Familie auf der großen Leinwand, wie Yakari seine magische Gabe, mit Tieren zu sprechen, erhält und wie seine wunderbare Freundschaft mit dem Wildpferd Kleiner Donner begann. Die 1986 in Hamburg geborene Synchronsprecherin, Sängerin und Musikerin Mia Diekow leiht Yakari ihre Stimme, Diana Amft spricht den spitzbübischen Biber Lindenbaum, Hans Sigl den majestätischen Großer Adler und Patrick Bach Yakaris ungestümen Freund Kleiner Dachs.

Xavier Giacometti: „‘Yakari‘ ist eine zutiefst menschliche Geschichte, die erzählt, wie ein Kind die Welt entdeckt; sie hält die Balance zwischen Action, Abenteuer, Entdeckungen, Wissen und Comedy. Dabei sind die Abenteuer unseres jungen Helden durchzogen von einem tiefgehenden Sinn für Freiheit und dem Respekt vor den Tieren und der Natur.“ Am 12. August 2020 mit großem Erfolg in Frankreich gestartet feierte der 80-minütige Film seine Deutschland-Premiere in Anwesenheit von Patrick Bach und Diana Amft am 18. Oktober 2020 in den Zeise Kinos Hamburg, Bundesstart ist am 29. Oktober 2020 – zu erleben auch in der Filmwelt Herne.

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