'Wir sind weiterhin für Familien da'

Angebote der Jugendhilfe sollen sichtbarer werden

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Durch Corona haben die Sorgen von Kindern und Jugendlichen zugenommen. Foto: Stefan Kuhn

Aufgrund der Corona-Pandemie sind zahlreiche Angebote für Kinder und Jugendliche eingeschränkt. Außerdem gibt es in vielen Familien aufgrund von Homeoffice, Homeschooling, Kontaktbeschränkungen, finanziellen sowie gesundheitlichen Sorgen und dem engen Aufeinanderhocken massive Probleme. Die Verantwortlichen der städtischen Jugendhilfe wissen um die Sorgen und Nöte dieser Familien. Als Teil der nun gestarteten landesweiten Aktionswochen möchten sie zeigen: „Wir sind weiterhin für euch da."

Beim digitalen Pressegespräch am Mittwoch (12.5.2021) erläuterten Fachbereichsleiterin Stephanie Jordan sowie Sabine Bittner, Leiterin der Familien- und Schulberatung, Markus Knapp vom Fachbereich Kinder-Jugend-Familie und Ronald Schüssler, Abteilungsleiter vom Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD), welche Herausforderungen die Jugendhilfe derzeit für Kinder, Jugendliche und Familien sieht und wie sie während der Aktionswochen die Angebote sichtbarer machen wollen.

„Die bundesweite Kampagne will die Angebote von Jugendhilfen näher bringen. Normalerweise würden wir Aktionen auf dem Robert-Brauner-Platz veranstalten, aber durch die Pandemie ist das nicht möglich", so Fachbereichsleiterin Stephanie Jordan.

Dennoch wollen die Verantwortlichen, dass die Standorte mehr Aufmerksamkeit bekommen. Die Eingangsbereiche werden mit Luftballons geschmückt, das Pferd als Stadtlogo wird in den Stadtfarben vor die Eingangsbereiche des jeweiligen Standortes mit Sprühkreide gesprüht. Die Aktion 'Sichtbar machen' sei in Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule entstanden.

Trotz Corona gibt es noch Angebote

„Wir wollen zeigen, dass wir viele Angebote haben, auch in Zeiten der Pandemie. Außerdem wollen wir auf die Situation von Kindern und Jugendlichen aufmerksam machen. Denn die Auswirkungen sind groß, auch psychisch", die Fachbereichsleitern weiter.

Geschicklichkeits-Pacours im Heisterkamp.
Auch das Jugendzentrum Heisterkamp bietet online Angebote an. Foto: Julia Blesgen

„Unser Ziel ist es, alle Einrichtungen sichtbar zu machen", sagt Markus Knapp vom Fachbereich Kinder-Jugend-Familie. „An sich sind alle Einrichtungen geschlossen, aber wir bieten zahlreiche Online-Angebote beispielsweise über die Plattform Discord an und auch Eins-zu-Eins-Beratungen sind möglich." So wurde beispielsweise in den Jugendeinrichtungen Die Wache oder auch im Heisterkamp Kochabende digital veranstaltet. Hier bekamen die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit zum Austausch.

Zu beginn der Pandemie habe man ebenso auf Outdoor-Angebote gesetzt. „Jedoch mussten wir sie nach und nach einstellen, da es die Corona-Schutzverordnung nicht mehr zuließ", so Knapp. Während der Aktionswoche werden außerdem an allen Einrichtungen Takeaway-Tüten ausgehändigt, diese enthalten kleine Präsente für die Kinder und Infos zu den Angeboten.

Psychische Auswirkungen der Pandemie

Sabine Bittner, Leiterin der Familien- und Schulberatung, macht deutlich wie sehr Familien unter der Krise leiden: „Die jetzige Situation für Familien ist nicht mehr zu Vergleichen mit dem ersten Lockdown. Die Familien, insbesondere die Eltern sind, sehr gestresst. Es kommt vermehrt zu Konflikten innerhalb der Familien."

Deshalb ihr Appell: „Wir sind da, wenn der Druck in den Familien zu groß wird. Melden Sie sich: Wir können dabei helfen, dass Familien Entlastung finden."

Mehr Schüler und Studenten nutzen Online-Lernmaterialien.
Das Homeschooling stresst die Kinder sowie die Eltern. Foto: Pixabay

Ebenso hoffen die Verantwortlichen der Jugendhilfe, dass die Kinder und Jugendlichen bald Impfungen bekommen können, damit sie ihre sozialen Kontakte wieder aufnehmen und in die Schule gehen können. „Uns ist bewusst, vor welchen Herausforderungen die kleinen Menschen schon in die Schule starten. Das wird durch Corona nicht besser. Ein Jahr in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist ganz anders, als bei Erwachsenen", ergänzt Stephanie Jordan.

„Deshalb haben wir uns auch gleich zu Beginn der Pandemie bemüht, unsere Angebote aufrechtzuerhalten. Seit nun anderthalb Jahren können wir unser Angebot und den Kindesschutz durchgehend sicherstellen", berichtet Roland Schüssler, Abteilungsleiter vom Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD).

Allen Beteiligten ist die große Belastung für Kinder, Jugendliche und Familien bewusst. Ihnen ist es wichtig, Ansprechpartner zu sein und Angebote zu liefern, die Familien in dieser schweren Zeit entlasten können.

Weitere Informationen gibt es für Familien hier.

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