Wie die Städte Starkregen und Hitze trotzen können

6. Expertenforum der EGLV und der Städte

Die hohen Niederschläge im Februar sorgten auch für Hochwasser an der Emscher-Mündung in Dinslaken.
Die hohen Niederschläge im Februar sorgten auch für Hochwasser an der Emscher-Mündung in Dinslaken. Foto: Jörg Saborowski/EGLV

Ausrichter des 6. Expertenforums zur wasserbewussten Stadtentwicklung der Emschergenossenschaft und der Städte- Klimawandel: Wie die Städte Starkregen und Hitze trotzen können - ist im Jahr 2021 die Stadt Herne. Fachleute aus Verwaltungen im Ruhrgebiet treffen sich unter dem Motto „Heiße Region – coole Strategien – blau-grüne Zukunftsstädte“ am 22. und 23. November 2021 zum digitalen Expertenforum der Zukunftsinitiative von Emschergenossenschaft und Kommunen.

Das Jahrhundert-Hochwasser im Juli 2021 hat die Folgen des Klimawandels deutlich vor Augen geführt. Extreme Wetterereignisse wie Starkregen oder Hitzeperioden nehmen zu: Dieser Herausforderung müssen sich Städte und Wasserverbände stellen.

Die Folgen des Klimawandels beschäftigen sie alle: Die Stadt- und Raumplaner, Tiefbau-Ingenieure oder Wasserwirtschaftler in den Städten im Ruhrgebiet. Denn sie alle haben die Aufgabe, ihre Städte zukunftssicher und lebenswert zu gestalten. Über konkrete Maßnahmen und Strategien tauschen sich die Fachleute nun zum sechsten Mal bei einem Expertenforum aus – 2021 Corona-bedingt überwiegend digital bei der Fachtagung.

'Wasser in der Stadt von morgen'

Ausrichter der digitalen Austausch- und Innovationsplattform ist in diesem Jahr die Stadt Herne die, wie 15 weitere Emscher-Kommunen, Teil der Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ ist, die Emschergenossenschaft und Städte ins Leben gerufen haben. In dieser arbeiten viele Akteure aus den Stadtverwaltungen, Politik und Wirtschaft seit 2014 gemeinsam städte- und fachbereichsübergreifend an einer wasserbewussten Stadtentwicklung. Dazu gehört, dass mehr Wasser dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt wird, dass Regenwasser vor Ort versickern und verdunsten kann, so nicht in der Abwasserkanalisation landet und damit positive Effekte gegen Klimawandel-Folgen entfaltet.

(v.l.) Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft (EG) und Lippeverband (LV), Dr. Frank Dudda, Ratsvorsitzender der EG, Bodo Klimpel, Ratsvorsitzender vom LV, sowie Dr. Emanuel Grün, Technischer Vorstand von EGLV haben bei einer Pressekonferenz in Marl konsequente Maßnahmen zum Hochwasserschutz vorgestellt.
v.l. Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der EGLV, Dr. Frank Dudda, Ratsvorsitzender der EG, Bodo Klimpel, Ratsvorsitzender vom LV, Dr. Emanuel Grün, Technischer Vorstand von EGLV bei einer Pressekonferenz in Marl konsequente Maßnahmen zum Hochwasserschutz vorgestellt. Foto: Ilias Abawi/EGLV

Zu der Fachtagung sind neben den Fachleuten aus den Rathäusern der Emscher-Städte auch die aus weiteren Kommunen des Ruhrgebiets eingeladen. Außerdem konnten sich Bürger für eine Teilnahme bewerben. Als Redner und Workshopgeber unterstützen das Expertenforum am ersten Tag Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft / Lippeverband (EGLV), Dr. Emmanuel Grün, Technischer Vorstand EGLV, Dr. Markus Bradtke, Technischer Dezernent Stadt Bochum, Nina Frense, Beigeordnete Umwelt und Grüne Infrastruktur des RVR, und Dr. Ralf Togler von der Kommunalagentur NRW.

Die Zukunftsinitiative

Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das nach dem Genossenschaftsprinzip Aufgaben für das Gemeinwohl erbringt. Mit der 2014 gegründeten Zukunftsinitiative (ZI) „Wasser in der Stadt von morgen“ arbeitet die Emschergenossenschaft zusammen mit den Städten an einer wasserbewussten Stadt- und Raumentwicklung. Teil der Initiative ist das Projekt „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ der Ruhrkonferenz des Landes Nordrhein-Westfalen, an dem sich seit Anfang 2020 alle Wasserverbände und Kommunen der Region (RVR-Raum) beteiligen. Die ZI-Serviceorganisation bei der Emschergenossenschaft setzt mit den Städten Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels um. Für den klimafesten Umbau der Städte im Ruhrgebiet (RVR) stehen bis 2030 rund 250 Millionen Euro zur Verfügung. Bis 2040 sollen 25 Prozent der befestigten Flächen abgekoppelt werden und die Verdunstungsrate um 10 Prozentpunkte gesteigert werden. Stadterneuerung, Quartiersumbau, Wasserwirtschaft und Stadtnatur sind die Themenfelder der ZI-Serviceorganisation.

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Montag, 22. November 2021

Weitere Termine:

  • Dienstag, 23. November 2021
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