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Das Widumer Quartier umfasst einen großen Garten mit zwei Wohnkomplexen.

Bauprojekt der Kettler Baugenossenschaft Herne abgeschlossen

Widumer Quartier ist zum Leben erwacht

Sonnenstrahlen scheinen in die grüne Oase, die zum Verweilen einlädt. Wo man hinsieht, viele Pflanzen, saftig grüne Wiesen und Sträucher. Dazu Sitzbänke und Spielmöglichkeiten für Kinder. Dieser einladende Ort ist Teil - und gleichzeitig das Herzstück - des neuen Widumer Quartiers der Kettler Baugenossenschaft Herne an der Widumer Straße 26.

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Hier können sich Mieter im gemeinschaftlichen Garten treffen oder auch im eigens konzipierten Gemeinschaftshaus aus Massivholz mitsamt Küche und Fernsehanschluss an kälteren Tagen zusammen kommen.

'Lebens- und Aufenthaltsqualität im Quartier stärken'

Wie gut das funktionieren könnte, testeten die Mieter am Donnerstag (14.9.2023) bei der großen Eröffnungsparty der Kettler Baugenossenschaft zum Ende der Bauarbeiten gleich mal aus. Bei leckerem Essen, Getränken und in lockerer Atmosphäre lernten sich die einzelnen Bewohner des Komplexes kennen und schmiedeten teilweise schon erste Pläne für Zusammenkünfte.

„Wir freuen uns sehr, dass die Rückmeldung der Bewohner sehr positiv ist und es uns - in Zusammenarbeit mit dem Architektenbüro Laboda - gelungen ist, einen für die Bewohner schönen und lebenswerten Ort zu gestalten," so Heribert Ganswind, Vorstandsmitglied der Kettler Baugenossenschaft.

Vom Dachgeschoss aus hat man einen prima Blick über die gesamte Anlage.

Zuzüglich zur großen gemeinschaftlichen Außenanlage sind im Übrigen auch zwei großzügige Wohngebäudekomplexe entstanden. „Uns war es wichtig, mit dem Bau die Lebens- und Aufenthaltsqualität im Quartier zu stärken. Ich glaube, mit den neuen Komplexen und der Außenanlage ist es uns auch gelungen", freut sich Paul Borski, der zuständige Architekt des Architektenbüro Laboda. Für die neue Wohnanlage mussten ab Baubeginn 2019 sechs alte Mehrfamilienhäuser von Kettler weichen.

Barrierefreie Mehrfamilienhäuser mit 45 Wohnungen

Entstanden sind zwei neue barrierefreie Mehrfamilienhäuser mit 31 und 14 Wohnungen. Die Größe der bebauten Fläche beträgt 1.450 Quadratmeter. „Insgesamt gibt es nun 45 Wohnungen, die zwischen 50 bis 120 Quadratmeter groß sind. Wir haben in den Häusern auch Penthouse-Wohnungen mit großen Dachterrassen", berichtet der Architekt im Gespräch mit halloherne. Mittlerweile seien alle Wohnungen vermietet. Die Kosten lagen im ersten Gebäude bei zehn Euro pro Quadratmeter und im zweiten bei 10,50 Euro pro Quadratmeter.

Eine Innenansicht des Widumer Quartiers.

Für die Außenfassade haben Borski und sein Team sich für einen leicht warmgelblichen Beige-Ton mit Verklinkerung entschieden. „Die Verklinkerungen dienen gleichzeitig als Hommage an die abgerissenen Gebäude", schildert Borski. Die Zugänge zu den einzelnen Wohnungen erreichen die Bewohner über einen sogenannten Laubengang - einen durch ein Dach überdeckter, offener Gang zu den Wohnungen. Unter dem Aspekt der Barrierefreiheit öffnen sich die Türen eklektisch und die einzelnen Etagen sind ebenso über einen Fahrstuhl erreichbar.

Konstruktionen mit viel Liebe zum Detail

Sowohl die Außen- als auch die Innenanlage sind mit viel Liebe zum Detail konstruiert worden. So finden sich beispielsweise auf jeder Etage bunte Grafiken wieder, die die Etagenzahl enthalten sowie Pflanzen, die den einzelnen Stockwerken Wärme und Leben einhauchen. „Was ich an meinen Job so liebe ist, dass Architektur das Leben der Menschen verändern kann, ohne das sie es groß merken. Deshalb waren uns bei diesem Projekt auch die vielen Kleinigkeiten so wichtig, damit die Bewohner eine tolle Lebensqualität in dem Komplex und außerhalb haben", sagt Paul Borski.

Der Garten des Widumer Quartier lädt zum Verweilen ein.

Unter anderem wurde das Quartier unter Nachhaltigkeitsaspekten konstruiert. So werde zum Beispiel über ein Blockheizkraftwerk geheizt. Außerdem bestehe bei den hauseigenen Stellplätzen die Möglichkeit, Wallboxen für E-Autos zu installieren. Insgesamt seien 10 Millionen Euro als Investitionsvolumen in das Bauprojekt geflossen.

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Nur kleinere Verzögerungen

Obwohl das Projekt - wie alle Bauprojekte in den vergangenen Jahren - unter den Folgen der Corona-Pandemie litt, sei alles, wenn auch mit kleinen Verzögerungen reibungslos abgelaufen. „Der Kettler Baugenossenschaft und uns war vor allem wichtig, dass sich die Menschen hier wohlfühlen und gut leben können. Ich denke, anhand der Rückmeldung von den Bewohnern kann hier eine tolle Gemeinschaft entstehen", sagt Borski abschließend.

Das Widumer Quartier umfasst insgesamt 45 Wohneinheiten.
| Autor: Julia Blesgen
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