Weiter am gesellschaftlichen Leben teilnehmen

Das Eva-von-Thiele-Winckler-Haus bekommt zwei Rikschas

Vorstellung einer Fahrrad-Rikscha für das Seniorenzentrum Eva-von-Tiele-Winckler-Haus des Ev. Johanneswerks, an der Düngelstraße in Herne (NW), am Montag (20.09.2021). Im Bild (v-l): Einrichtungsleiterin Margret Springkämper, Ulrich Syberg (2. Vorsitzender des Vereins Wohnen in Herne e.V.), Evelyn Scheitler (FB Umwelt und Stadtplanung) , Sven Leichner (Ev. Johanneswerk) und Lissa Peters (Stadtumbaubüro Herne-Mitte).
Vorstellung einer Fahrrad-Rikscha für das Seniorenzentrum Eva-von-Tiele-Winckler-Haus des Ev. Johanneswerks. Foto: Stefan Kuhn

Auch wenn man selbst nicht mehr eigenständig mobil sein kann, möchte man weiterhin am sozialen und kulturellen Leben teilhaben. Aus diesem Grund haben die Verantwortlichen des Altenpflegeheims Eva-von-Thiele-Winckler-Haus des Ev. Johanneswerks für ihre Bewohner eine Fahrrad-Rikscha angeschafft. Unterstützt wurde die Anschaffung der Fahrrad-Rikscha durch den Verein Wohnen in Herne e.V. und dem Stadterneuerungsprogramm Stadtumbau Herne-Mitte.

Das Projekt soll das Zusammenleben und die Integration im Quartier sowie das bürgerschaftliche Engagement fördern. Dies sei auch genau ein Projekt, welches der Verein Wohnen in Herne e.V. und das Stadterneuerungsprogramm Stadtumbau Herne-Mitte unterstützen wollen. Denn beide haben es sich zur Aufgabe gemacht, Projekte in Herne-Mitte zu unterstützen, die die Identifikation mit dem Quartier fördern und den Zusammenhalt der Bewohner stärken. So sind konnte das Projekt durch die Unterstützung von Wohnen in Herne mit 4.912 Euro und dem Stadtteilverfügungsfonds des Stadterneuerungsprogramm mit 5.000 Euro umgesetzt werden.

Alte Wohnung besuchen oder ein Eis essen

Für die Heimbewohner bedeutet das neue Projekt wieder ein Stück Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und zurückgewonnene Mobilität. „Man kann damit mal die alte Wohnung besuchen, ein Eis essen oder am Kanal entlang fahren. Es geht darum, den Radius zu erweitern und raus aus dem Heim zu kommen“, erläutert Einrichtungsleiterin Margret Springkämper gegenüber halloherne.

„Ich bin selbst zwei Mal mit einer Rikscha gefahren und kam daher auf die Idee, dass das etwas für unsere Bewohner sein könnte. Vor allem weil wir auch keine Gruppenangebote mehr machen konnten“, sagt Springkämper. „Wir haben dann geschaut, ob wir Fördergelder erhalten können. Das hat mit den Anträgen und der Lieferzeit rund neun Monate gedauert, aber jetzt sind wir froh, dass wir starten können.“

Die Heimbewohner können die Rischka kostenlos nutzen, aber auch ein Verleih innerhalb des Quartiers ist möglich. Alle anfallenden Kosten für beispielsweise eine Reparatur trägt das Heim selbst.

Ehrenamtler gesucht

Ziel sei es nun, Ehrenamtliche zu finden, die die Rikscha fahren. Nach einer kurzen Fahrstunde kann es dann schon los gehen, zwei Ehrenamtliche sind auch schon dabei. „Es ist nicht schwer und macht unglaublich Spaß“, sagt Margret Springkämper.

Besonders freut sie sich über eine Zusage zur Unterstützung der Herner Sparkasse, die ein zweites Gerät, dann für eine Person, anschaffen wird.

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