Wanne-Eickel: Tempoverstöße und überladene Lkw

Polizeikelle
Polizeikelle Foto: Polizei Bochum

Massive Kontrollen für mehr Sicherheit: Erst am Mittwoch (8.5.2019) hatte die Polizei ihren Aktionstag gegen Handynutzung am Steuer durchgeführt; am Donnerstag (9.5.2019) gingen die Beamten erneut gegen Verkehrssünder vor. Zahlreiche Polizeibeamte kontrollierten diesmal in Herne-Wanne den Fahrzeug- sowie den Güter- und Schwerlastverkehr. Besonderes Augenmerk lag auch auf den Radfahrern - die Bereitschaftspolizei trat dafür selbst in die Pedale. Das Fahrrad erfreut sich zunehmender Beliebtheit: Immer mehr Menschen treten auf ihrem Weg zur Arbeit, zur Uni oder zur Schule in die Pedale. E-Bikes und Pedelecs sind heute im Straßenverkehr weit verbreitet. Sie ermöglichen auch Senioren ein hohes Maß an Mobilität. Die Schattenseite dieser eigentlich erfreulichen Entwicklung: Die Unfallzahlen steigen signifikant an. Verunglückten 2017 in Bochum, Herne und Witten noch insgesamt 311 Fahrrad- oder Pedelec-Nutzer, waren es im Jahr 2018 bereits 387 - fast ein Viertel mehr Unfälle.

Polizei im Einsatz. (Symbolbild)
Polizei im Einsatz. (Symbolbild) Foto: halloherne

Vor diesem Hintergrund nahm eine Gruppe der Bereitschaftspolizei vor allem den Radverkehr in den Blick. Vier Radfahrer erwischten sie bei der Fahrt durch die Fußgängerzone, einen auf dem Gehweg. Ein weiterer Radler nutzte während der Fahrt unerlaubt sein Handy. Die Beamten kamen mit zahlreichen Fahrradfahrern ins Gespräch und sensibilisierten für einen sicheren Umgang mit dem Zweirad. Währenddessen nahmen die speziell geschulten Beamten des Verkehrsdienstes Lastwagen und Transporter unter die Lupe. Unterstützt wurden sie durch Kräfte der Bezirksregierung Arnsberg, die sich um das Thema Arbeitsschutz kümmerten, außerdem vom kommunalen Ordnungsdienst der Stadt Herne. Zum ersten Mal mit dabei waren Mitarbeiter des Bundesamts für Güterverkehr - sie führten auf der Bundesstraße 226 eine umfassende Mautkontrolle durch. Zwölf Fahrer fielen wegen Verstößen gegen die Lenk- und Ruhezeiten auf, bei vier Lastwagen war die Ladung nicht ausreichend gesichert - nach Nachbesserung durften sie ihre Fahrt fortsetzen. Bei elf Fahrzeugen fehlte die Umweltplakette, in zwei Fällen war die TÜV-Plakette abgelaufen. Zu hohes Tempo gilt nach wie vor als eine der Hauptunfallursachen.

Aus diesem Grund kontrollierte die Polizei an mehreren Stellen die Geschwindigkeit. Insgesamt wurden 133 Tempoverstöße zur Anzeige gebracht. Der Schnellste war mit 91 km/h bei erlaubten 50 km/h unterwegs - er bekommt zwei Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot. Ein Autofahrer fuhr vor den Augen der Beamten über eine Rotlicht zeigende Ampel, sieben waren nicht angeschnallt, einer benutzte sein Handy am Steuer. Die Polizisten schrieben zudem drei Anzeigen wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln. Die Polizei in Bochum, Herne und Witten führt regelmäßig Schwerpunktkontrollen durch. Ziel ist es, Verkehrsverstöße aufzudecken, Präsenz zu zeigen und Bürger für sicheres Fahren zu sensibilisieren. Die nächste Aktion dieser Art findet im Juni in Witten statt.

Quelle: