Von der Schulter bis zum Sprunggelenk

Neueste Behandlungsmethoden für Sportverletzungen

Ärzte-Team informierte die Teilnehmer über Diagnose- und Therapiekonzepte in der Behandlung von Sportverletzungen.
Ärzte-Team informierte die Teilnehmer über Diagnose- und Therapiekonzepte in der Behandlung von Sportverletzungen. Foto: St. Elisabeth Gruppe

Oft reicht eine falsche Bewegung oder eine zu schnelle Drehung und es kommt zu einem ziehenden oder stechenden Schmerz. Im schlimmsten Fall bedeutet eine Verletzung für Sportler eine längere Pause. Betroffene können jedoch von einer engen Zusammenarbeit der behandelnden Spezialisten profitieren. Am Mittwoch (22.5.2019) stand daher im St. Anna Hospital Herne die interdisziplinäre Versorgung von Sportverletzungen auf der Tagesordnung.

Kreuzbandriss und Sprunggelenksverletzung gehören durch den Fußball zu den bekanntesten und häufigsten Sportverletzungen. Die sogenannte Sportlerschulter tritt hingegen vor allem bei Sportarten auf, die eine wiederholte Bewegung des Arms über dem Kopf erfordern, beispielsweise beim Handball. Die wiederkehrende, intensive Belastung der Schulter kann zu Instabilitäten und Sehnenverletzungen führen. Stellen sich zusätzlich zu funktionellen Beschwerden strukturelle Veränderungen, wie Sehnenrisse, in der Schulter ein, kann eine operative Behandlung notwendig sein. Die Herner Spezialisten setzen hier auf arthroskopische Eingriffe mit minimalen Schnitten.

Auch die Achillessehne, eigentlich die stärkste Sehne des menschlichen Körpers, kann durch anhaltende Reizungen so angegriffen sein, dass sie bei einer Krafteinwirkung von außen reißt. Solche Belastungen treten vor allem bei Sportarten auf, die schnelle und abrupte Richtungswechsel erfordern. Sind nach einem Riss beide Sehnenenden weit voneinander entfernt, müssen diese operativ miteinander vernäht werden, um eine Rückbildung oder Verkürzung der Wadenmuskulatur zu verhindern. Nach der Operation werden die Wadenmuskulatur und das Fußgelenk durch eine physiotherapeutische Behandlung wieder schrittweise an die Belastung gewöhnt. „Hier zeigt sich, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Physiotherapeuten ist, um die für den Patienten bestmögliche Behandlung zu ermöglichen“, so Maren Dietrich, Gesamtleitung des Zentrum für Prävention, Therapie, Rehabilitation und sportmedizinische Diagnostik.

Im Anschluss an die Vorträge nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit, mit den Referenten bei einer abschließenden Diskussionsrunde ins Gespräch zu kommen. „Das große Interesse an unseren Fortbildungsveranstaltungen zeigt, wie wichtig es für die behandelnden Spezialisten ist, sich regelmäßig über neue Behandlungsmethoden zu informieren“, erläutert Priv.-Doz. Dr. Sebastian Rütten, Direktor des Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Im Bild: Priv.-Doz. Dr. Sebastian Rütten (3. v. l.), Direktor des Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie der St. Elisabeth Gruppe und Chefarzt des Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie und Schmerztherapie, Dr. Oliver Meyer (2. v. r.), Chefarzt des Zentrum für Becken-, Hüft-, Knie- und Fußchirurgie des Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie, und Dr. Roderich Heikenfeld (l.), Chefarzt des Zentrum für Schulter-, Ellenbogen- und Handchirurgie des Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie, sowie Maren Dietrich (m.), Gesamtleitung des Zentrum für Prävention, Therapie, Rehabilitation und sportmedizinische Diagnostik, mit den Physiotherapeutinnen Natalie Andrea Berinski (r.), Ruth Hörner (2. v. l.) und Sandra Mallner.

Die nächste Fortbildungsveranstaltung des Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie und des Zentrum für Prävention, Therapie, Rehabilitation und sportmedizinische Diagnostik zum Thema „Arthrose – Die Volkskrankheit“ findet am 27. November 2019 im Kongresszentrum der St. Elisabeth Gruppe am St. Anna Hospital Herne statt.

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