'Vom Wesen des Unsichtbaren'

Annette Ihme-Krippner im Kunstpunkt

Annette Ihme-Krippner vor einer Kopf-Serie in Mischtechnik auf gerissener Filzpappe.
Annette Ihme-Krippner vor einer Kopf-Serie in Mischtechnik auf gerissener Filzpappe. Foto: Pitt Herrmann

Dass frau die Lockdown-Monate der Corona-Pandemie auch gewinnbringend nutzen kann, zeigt die Ausstellung „Vom Wesen des Unsichtbaren“ in der Galerie Kunstpunkt des Herner Künstlerbundes HKB ’90, die am Sonntag, 31. Juli 2022, um 11:30 Uhr an der Mont-Cenis-Straße in Sodingen eröffnet wird.

Die seit 1998 künstlerisch tätige Psychotherapeutin Annette Ihme-Krippner zeigt noch bis zum 28. August 2022 knapp fünfzig Arbeiten, die sämtlich nach 2018 entstanden sind und bis auf zwei Ausnahmen erstmals öffentlich präsentiert werden. Die gebürtige Wanne-Eickelerin, die am Wattenscheider Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie (IBKK) ein zweijähriges Studium der Malerei und Grafik absolvierte, betreibt seit vergangenem Jahr in Constantin mit „Kunstwerk 7“ eine eigene Galerie (halloherne berichtete).

Frauenbewegte Bilder in Mischtechnik auf Casani-Holzkästen.
Frauenbewegte Bilder in Mischtechnik auf Casani-Holzkästen. Foto: Pitt Herrmann

Nach Anfängen im Informel wendet sich Annette Ihme-Krippner vorzugsweise dem weiblichen Porträt zu, und das in abstrahierender Weise ohne konkrete Vorlagen. Wie sie überhaupt intuitiv malt und zeichnet, sich etwa von Farben, Formen, aber auch eigenen Gefühlen inspirieren lässt. Häufig sind ihre Bilder, zumeist Mischtechniken und Collagen auf unterschiedlichem Malgrund, durch großangelegte, sich schichtweise verdichtende Farbaufträge gekennzeichnet. Spachtel und Kratzspuren, Stifte, Tuschen und andere Elemente ergänzen den Farbauftrag.

Hingucker im Kunstpunkt-Schaufenster: Zwei Collagen auf Holz und drei kunterbunte Objekte.
Hingucker im Kunstpunkt-Schaufenster: Zwei Collagen auf Holz und drei kunterbunte Objekte. Foto: Pitt Herrmann

Annette Ihme-Krippner setzt sich seit Jahren mit existentiellen Themen der Menschheit auseinander, schwerpunktmäßig mit der gesellschaftlichen Rolle der Frau, aber auch der weiblichen inneren Realität in einem nach wie vor patriarchalischen Umfeld. Sie interessiert gleichermaßen das Unsichtbare in der Kunst, indem sie dem Wesen ihrer emotionalen Wirkung auf Künstler und Betrachter nachspürt.

Modefotografien inspirierten Annette Ihme-Krippner zu dieser plakativ-bunten Serie in Mischtechnik auf Papier.
Modefotografien inspirierten Annette Ihme-Krippner zu dieser plakativ-bunten Serie in Mischtechnik auf Papier. Foto: Pitt Herrmann/Miriam Klanthe

Gewisse kunstgeschichtliche Einflüsse verleugnen weder ihre farbenfrohen Objekte, welche an die „Nanas“ genannten Plastiken der französischen Künstlerin Niki de Saint Phalle erinnern, noch eine Mischtechnik auf Papier mit Bezügen auf die „Kopffüßler“ bzw. die späteren „Köpfe“ des Karlsruher Grieshaber-Schülers Horst Antes. Von Modefotografien ließ sich die seit 2009 in Herne lebende Künstlerin zu ihren jüngsten, überraschend bunten und plakativen Arbeiten inspirieren, die man auch als Reminiszenz an die Pop-Art „lesen“ kann.

Die Ausstellung „Vom Wesen des Unsichtbaren“ ist noch bis zum 28. August 2022 in der HKB-Galerie Kunstpunkt neben dem Sodinger Hochbunker an der Mont-Cenis-Straße 296 jeweils mittwochs und sonntags zwischen 15 und 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist wie immer frei.

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Sonntag, 14. August 2022, von 15 bis 18 Uhr Galerie Kunstpunkt , Mont-Cenis-Straße 296 , 44627 Herne
Weitere Termine (4) anzeigen...
  • Mittwoch, 17. August 2022, von 15 bis 18 Uhr
  • Sonntag, 21. August 2022, von 15 bis 18 Uhr
  • Mittwoch, 24. August 2022, von 15 bis 18 Uhr
  • Sonntag, 28. August 2022, von 15 bis 18 Uhr
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  • Sonntag, 31. Juli 2022, um 11:30 Uhr
  • Mittwoch, 03. August 2022, von 15 bis 18 Uhr
  • Sonntag, 07. August 2022, von 15 bis 18 Uhr
  • Mittwoch, 10. August 2022, von 15 bis 18 Uhr
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