Vom Revier hinaus in die Welt

Bochumer SZ-Autor legt neuen Roman vor

Hilmar Klutes neuer Roman „Oberkampf“ wird am Sonntag, 22. November 2020, um 23:30 Uhr im ARD-Kulturmagazin „Titel, Thesen, Temperamente“ vorgestellt.
Hilmar Klutes neuer Roman „Oberkampf“ wird am Sonntag, 22. November 2020, um 23:30 Uhr im ARD-Kulturmagazin „Titel, Thesen, Temperamente“ vorgestellt. Foto: Jan Konitzki

Metaphernreich, eindringlich, emphatisch: Der SZ-Autor Hilmar Klute, Bochumer vom Jahrgang 1967, hat einen neuen Roman im Galiani-Verlag herausgebracht. „Oberkampf“, so der Titel, bezieht sich auf das gleichnamige Pariser Viertel und damit auf den Schauplatz eines Seelen- aber auch Gesellschaftspanoramas mit zirkulären autobiographischen Bezügen. Sein Protagonist bricht nach einer gescheiterten Beziehung alle Brücken zu Deutschland ab und begibt sich in die Stadt der Freiheit, um eine Schriftsteller-Biographie zu erstellen. Der Roman wird am Sonntag, 22. November 2020, um 23:30 Uhr im ARD-Kulturmagazin „Titel, Thesen, Temperamente“ vorgestellt.

Paris ist eine Stadt im Ausnahmezustand, auf die der angehende Autor Jonas Becker trifft. Ein paar Schritte neben seiner Wohnung findet das schreckliche Attentat auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo statt. Der Neuankömmling sieht sich einer ganzen Reihe von Fragen ausgesetzt, die drängendste ist: Wie kann es uns gelingen in dieser aus den Fugen geratenen Welt frei und selbstbestimmt zu leben? Geht das überhaupt? Und viel grundsätzlicher: Was bedeutet (individuelle) Freiheit eigentlich?

Hilmar Klute weilte selbst 2015 in der Seine-Metropole. In seinem zweiten Roman „Oberkampf“ entfaltet der seit zehn Jahren Verantwortliche und seit 2009 „der“ Verfasser par excellence des allseits geschätzten „Streiflichts“ der „Süddeutschen Zeitung“ nicht nur das Seelenpanorama eines Schriftstellers, der einen Neubeginn sucht und wagt, sondern zeigt auch den Makrokosmos Gesellschaft, der sich auf gravierende Veränderungen einzustellen hat. Auf 320 Seiten gelingt dem heutigen Wahl-Berliner dies ganz souverän. Mit den drei Merkmalen, die schon 2018 sein Romandebüt „Was dann nachher so schön fliegt“ auszeichneten (halloherne berichtete): Metaphernreich, eindringlich und emphatisch.

Vorbehaltlich der weiteren Corona-Entwicklung wird Klute am Montag, 25. Januar 2021, von 20 bis 22 Uhr in der Duisburger Zentralbibliothek, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg, bei einer Autorenlesung mit Diskussion zu Gast sein. „Oberkampf“ ist im Galiani-Verlag erschienen (ISBN 978-3-86971-215-4) und für 22 Euro im Buchhandel erhältlich.

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