SPD-Landtagsabgeordneter fordert Aufklärung von Landesregierung
Vogt: 31 Bäume rechtswidrig wegen ZUE gefällt
Auf dem Gelände der geplanten Asylunterkunft (halloherne berichtete) hat die Grundstückseigentümerin Euroimmo GmbH der Thelen Gruppe ohne Genehmigung 31 Bäume fällen lassen, heißt es in einer Mitteilung von Freitag (6.3.2026). Der Herner Landtagsabgeordnete Alexander Vogt (SPD) sieht darin einen Vertrauensbruch und fordert Aufklärung durch die zuständige CDU-Grünen-Landesregierung.
Im Herner Industriegebiet Südstraße soll in leerstehenden Verwaltungsgebäuden eine Zentrale Unterbringungseinrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen für bis zu 1.000 Menschen entstehen. Die Euroimmo GmbH aus der Thelen Gruppe hat dafür 31 geschützte Bäume ohne Genehmigung fällen lassen. Die Stadt Herne prüft derzeit ein Bußgeldverfahren.
Viele kritische Fragen
Für den Herner Landtagsabgeordneten Alexander Vogt wirft der Vorgang eine Reihe kritischer Fragen auf: „Die Zentrale Unterbringungseinrichtung liegt in der Zuständigkeit des Landes Nordrhein-Westfalen und der nachgeordneten Bezirksregierung Arnsberg. Bei so einem Projekt muss von Anfang an transparent, vertrauensvoll und rechtssicher gearbeitet werden.“
Weiter sagt er: „Wenn auf dem Gelände der geplanten Unterkunft geschützte Bäume rechtswidrig gefällt werden, ist das ein Vertrauensbruch gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. Gerade weil die Situation ohnehin angespannt ist, erwarte ich von der CDU-geführten Landesregierung Konsequenzen für die weitere Planung und absolute Transparenz von der zuständigen grünen Ministerin Schäffer.“
Anfrage gestellt
Alexander Vogt hat deshalb mit einer Anfrage im Landtag Aufklärung von der schwarz-grünen Landesregierung verlangt. „Die Landesregierung muss transparent machen, wer die Verantwortung für die rechtswidrige Fällung trägt und wie unter diesen Umständen eine verlässliche Zusammenarbeit zwischen dem Land und dem Grundstückseigentümer gewährleistet werden soll. Das Land Nordrhein-Westfalen darf keinen Wilden Westen bei der Planung von Zentralen Unterbringungseinrichtungen zulassen“, so Alexander Vogt.