Nahmobilitätskonzept (NMK) wird erarbeitet
Herne stellt den Nahverkehrsplan (NVP) neu auf
Die Stadt Herne stellte am Mittwoch (17.6.2026) in einem Pressegespräch den Mobilitätssalon vor und wies dabei auf die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung hin, mit dem Ziel, dass sich möglichst viele Anwohner mit praxisnahen Rückmeldungen beteiligen.
Der Nahverkehrsplan, der nun neu aufgestellt werden soll, ist das zentrale Planungsinstrument für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Herne. Er ist die Grundlage dafür, wie Bus und Bahn in der Stadt in den kommenden Jahren bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Alle interessierten Herner können sich an seiner Gestaltung beteiligen und Verbesserungsmöglichkeiten einbringen.
Darum geht es
Wo fehlt vielleicht eine Verbindung, wo sind die Takte zu bestimmten Zeiten zu dünn oder wie kann die Umsteigesituation verbessert werden? Auch die Barrierefreiheit und die Zugänglichkeit von Fahrgastinformationen gehören zum Thema.
Christian Gutsmann, Abteilung Mobilität und Verkehr dazu: „Der Mobilitätssalon, zu dem wir als Stadt Herne Anfang Juni eingeladen hatten, war mit rund 50 Bürgern, die sich genau mit diesen Themen beschäftigt hatten, gut besucht.“ (halloherne berichtete). Außerdem erinnert Gutsmann daran, dass der letzte Nahverkehrsplan für Herne 20 Jahre alt ist und von 2006 stammt und der neue Plan somit umso wichtiger ist.
Auf der Beteiligungsplattform herne-mobil können Bürger ihre Verbesserungsvorschläge bis Sonntag, 12. Juli 2026, online einbringen.
Ein neuer Themenpunkt des Nahverkehrsplans ist die geplante Seilbahn auf dem Blumenthal-Gelände und die neu gebaute Hochschule der Polizei.
Der nächste Mobilitätssalon und seine Themen
Der nächste Mobilitätssalon findet am Montag, 29. Juni 2026, von 17 bis 19 Uhr, im Stadt Forum an der Bahnhofstraße statt. Er wird sich mit dem Thema Nahmobilität beschäftigen, also mit den Fußgängern und den Radfahrer. Interessierte können dort in Kleingruppen alltägliche Erfahrungen einbringen.
Können bestehende Radwege als Vorlage für weitere Radwege herangezogen werden? Welche Ampeln in Herne haben zu lange Wartezeiten? Welche Bordsteine müssen für Rollstuhlfahrer oder Rollatoren gesenkt werden? Diese Fragen können online oder im Stadt Forum besprochen werden.
Die Online-Beteiligung zum Thema Nahmobilität ist bis Sonntag, 26. Juli 2026, möglich. Die Beteiligungsplattform ist unter nmk.herne-mobil erreichbar.
Die Nahmobilität in Herne
Bei dem Thema Nahmobilität geht es vor allem um die Reduzierung des Pkw-Verkehrs und eine Steigerung der Fahrradmobilität formulierte die Radverkehrsbeauftragte der Stadt Herne, Lea Gemmeke, als ein Ziel.
Ein wichtiger Teil des Nahmobilitätskonzepts seien dabei auch sichere Schulwege zu den Herner Grundschulen. Dabei zeigen die Schulwegpläne sowohl sichere Wege, aber auch die vielen problematischen Stellen.
Um das Radverkehrsnetz von Herne zu erfassen, neue Fahrradzonen zu schaffen, wobei auch Unfallstatistiken mit herangezogen werden, wurden die Planungsbüros IGS aus Neuss und DialogWerke aus Hamburg beauftragt.