Mehr als Kamine sauber halten
RP mit Bezirksschornsteinfeger unterwegs
Andreas Quentmeier, Obermeister und Geschäftsführer der Schornsteinfegerinnung für den Regierungsbezirk Arnsberg, hat Regierungspräsident (RP) Heinrich Böckelühr in das Schornsteinfegerhandwerk eingeführt. Ausgestattet mit Gesellenmütze, schwarzer Arbeitskleidung, Handschuhen und allerhand Werkzeugen begleitete er Bezirksschornsteinfeger Stefan Melchers in seinen Kehrbezirk in Wanne- Eickel. Stefan Melchers ist auch Lehrlingswart der Schornsteinfegerinnung.
Auch technische Dienstleistungen werden erbracht
Der Beruf des Schornsteinfegers hat in den vergangenen Jahren eine große Wandlung erfahren. Zu dem Beruf gehört deutlich mehr als das klassische „Kehren von Kaminen“. Schornsteinfeger sind viel mehr auch technische Dienstleister und Berater, die mit Hilfe von komplexen digitalen Messtechniken auch Themen wie die energetische Sanierung und den Klimaschutz voranbringen. Der Beruf bindet traditionelles Handwerk mit Technik und Umweltberatung. „Wer heute Schornsteinfeger wird, muss nicht nur handwerklich geschickt sein, sondern auch technisches Verständnis, digitale Kompetenz und Beratungsfähigkeit mitbringen. Umso schöner, dass ich die Gelegenheit hatte, in den Beruf einzutauchen. Der ist wirklich sehr vielfältig“, erklärt der Regierungspräsident. In Herne hat das Trio einen Rohbau besichtigt und einen Schornstein freigegeben sowie einen Pelletofen begutachtet.
320 Kehrbezirke gibt es im Regierungsbezirk Arnsberg. Das Team für Schornsteinfegerangelegenheiten bei der Bezirksregierung Arnsberg sorgt für die Ausschreibung freier Kehrbezirke, die Auswahl der bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegerinnen und -schornsteinfeger und steht auch für Anfragen zur Verfügung. „Es ist schön, dass wir heute unserem Regierungspräsidenten unser Handwerk näherbringen können. Schornsteinfeger ist nicht einfach ein Beruf, wir verstehen es als Berufung. Und eins können wir sagen: Heinrich Böckelühr hat sich gut geschlagen“, fasst Andreas Quentmeier zusammen.
Nach getaner Arbeit konnte Obermeister Andreas Quentmeier dem Regierungspräsidenten am Ende des Tages noch eine Freude bereiten: Die Gesellenmütze wurde gegen einen Zylinderhut als äußeres Zeichen des Berufsstandes eingetauscht, den Heinrich Böckelühr mit besonderem Stolz angenommen hat.
Weitere Informationen zu Schornsteinfegerangelegenheiten gibt es im Internet unter bra.nrw unter dem Suchbegriff „Schornsteinfegerangelegenheiten“. Interessierte Schüler finden mehr Informationen zu dem Ausbildungsberuf auf der Homepage der Schornsteinfeger oder beim Sekretariat der Schornsteinfegerinnung für den Regierungsbezirk Arnsberg unter Telefon 02371 / 35101 0.