Verein zur Förderung der Stadtteilarbeit

25 Jahre Volkshaus Röhlinghausen

v.l. Eva Fajkus, Hedwig, Kostrzewa und Maria Poprawa, Jürgen Cokelc, Günter Varney und Markus Bader. 25 Jahre Verein zur Förderung der Stadtteilarbeit Röhlinghausen.
v.l. Eva Fajkus, Hedwig, Kostrzewa und Maria Poprawa, Jürgen Cokelc, Günter Varney und Markus Bader. 25 Jahre Verein zur Förderung der Stadtteilarbeit Röhlinghausen. Foto: Privat

Mit 350 Gästen feierte der Verein zur Förderung der Stadtteilarbeit Röhlinghausen am Mittwoch (27.11.2019) im Volkshaus sein 25-jähriges Jubiläum. Bei freiem Eintritt begann die Jubiläumsveranstaltung mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken. Der Akkordeon-Solist Peter Schmidt sorgte bis zur Begrüßung durch den Vereins-Vorsitzenden Jürgen Cokelc für die Hintergrundmusik. „Ohne das Engagement des Sports, ohne den SSB Herne und ohne den TV Wanne 1885 würde es das Volkshaus vermutlich nicht mehr geben. Ohne die Initiative einzelner Aktiver gäbe es den heutigen ´Trägerverein´ des Hauses nicht.“ So Jürgen Cokelc, der in seiner Begrüßung den Gründungsmitgliedern Lothar Sommer, Hermann Stelter, Heinz Huschenbeth, Reinhard Michalak und seinem Vorgänger und Ehrenvorsitzenden Günter Varney für deren Einsatz dankte.

„Herr Oberbürgermeister, wir haben – trotz vieler Rückschläge und Anfeindungen durchgehalten. Wir haben alles richtig gemacht“, wandte sich der Vereinsvorsitzende an den Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, bevor er diesen zu einem Grußwort auf die Bühne bat. In einer launigen Ansprache dankte der Oberbürgermeister allen Akteuren für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement und bekräftigte Jürgen Cokelc in seiner Aussage.

v.l. Günter Varney, Eduard Belker, Hermann Stelter, Reinhard Michalak, Gerhard Misterek, Jürgen Cokelc. 25 Jahre Verein zur Förderung der Stadtteilarbeit Röhlinghausen.
v.l. Günter Varney, Eduard Belker, Hermann Stelter, Reinhard Michalak, Gerhard Misterek, Jürgen Cokelc. 25 Jahre Verein zur Förderung der Stadtteilarbeit Röhlinghausen. Foto: Privat

„Alles richtig gemacht, ist auch das Fazit des Arbeitskreises Volkshaus, so dass der Rat der Stadt die Fortführung des Volkshauses als öffentliche Begegnungsstätte durch den Verein zur Förderung der Stadtteilarbeit Röhlinghausen beschlossen hat. Ausgestattet mit einem Zuwendungsbescheid über 185.000 Euro jährlich für die Dauer von fünf Jahren, wird die Arbeit des Vereins zum Wohle der Bürger gewürdigt. Außerdem überbringe ich eine kleine Anerkennung zum Jubiläum“, schloss Dr. Dudda sein Grußwort.

Weitere Ehrengäste hatten sich auf den Weg ins Volkshaus gemacht: Heinz P. Drenseck, der frühere Kämmerer, Günter Ganteföhr und Wolfgang Stohr, ehemals Vorsitzende des Sportausschusses sowie Manfred Eckenbach, ehemals Bezirksvorsteher und Horst Paulus, ehemals Bezirksbürgermeister. Während einer kleinen Ehrung überreichte der Vereinsvorstand langjährigen Mitarbeitern Ehrenurkunden und Blumen. Aus den Händen vom Dr. Dudda erhielten außerdem Jürgen Cokelc (21 Jahre stellvertretender Vereinsvorsitzender, jetzt Vorsitzender und Günter Varney (21 Jahre Vorsitzender, jetzt Ehrenvorsitzender) die Ehrenurkunde für 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit. Umrahmt wurde die Feierstunde vom Shanty-Chor des M.G.V. Röhlinghausen.

25 Jahre Verein zur Förderung der Stadtteilarbeit Röhlinghausen - im Bild der Trixi-Mädchenchor.
25 Jahre Verein zur Förderung der Stadtteilarbeit Röhlinghausen - im Bild der Trixi-Mädchenchor. Foto: Privat

In einem kurzen Lichtbildvortrag ging der Sozialwissenschaftler und Mitglied der DGB-Geschichtswerkstadt, Norbert Kozicki, der Frage nach: Warum Volkshäuser – warum auch in Röhlinghausen? Heinz P. Drenseck (ehemaliger Kämmerer), Lothar Sommer, (Ehrenvorsitzender SSB Herne), Gerhard Misterek (TV Wanne 1885) und Reinhard Michalak erinnerten daran, wieviele Vorgespräche notwendig waren, bis zur Wiedereröffnung des Volkshauses, also zur Nutzung als öffentliche Begegnungsstätte. „Ohne die Fördermittel des Landes, ohne die Bereitschaft der Ehrenamtlichen im Sport und ohne die Energie und Überzeugungskraft der damaligen Sportdezernentin Dr. Dagmar Goch, wäre es nicht zur Gründung des Vereins gekommen“, fasste Reinhard Michalak die Ereignisse treffend zusammen.

Wie wichtig und zeitgemäß öffentliche Begegnungsstätten sind, verdeutlichte der Wanne-Eickeler Professor Dr. Volker Eichener (Experte für Stadtentwicklung Hochschule Düsseldorf). Hendrik Bollmann moderierte Runde mit Pascal Krüger (Grüne), Manuela Lukas (SPD) und Dr. Martin Krause (Geschäftsführer des DRK). Alle Teilnehmer der Runde stellten die Bedeutung des Volkshauses für den Stadtteil, für die Stadt Herne, für die Region heraus. Und besser hätte man diese Aussagen nicht umsetzen und anschaulich machen können als mit dem musikalischen Abschluss des Nachmittagsprogramms: Unter Leitung Peter Mellinghaus versammelten sich Sänger unterschiedlichster Chöre auf der Bühne. Gemeinsam sangen der Trixi-Mädchenchor, ehemalige Mitglieder der Chorgemeinschaft Concordia 1864, der M.G.V. Röhlinghausen mit den Shantys sowie der Mehrgenerationenchor CHORios der evangelischen Kirchengemeinde: „Glück auf der Steiger kommt“. Günter Varney, der Moderator der Jubiläumsveranstaltung, gelang es, alle anwesenden Gäste zur Mitsingen zu animieren. Mit stehenden Ovationen wurden die Sängerinnen und Sänger von der Bühne verabschiedet.

Auch das anschließende Abendprogramm traf voll die Erwartungen des Publikums: Frank Lindner sang, moderierte und war als DJ in Aktion. Chris Alexandros begeistere die Röhlinghauser ebenso und wurde nicht ohne Zugabe entlassen. Höhepunkte aber setzten am frühen Abend das Trixi-Ballett, die Artisten des Circus Schnick Schnack, die Square Dancing-Knights-Baukau. Den umjubelten Abschluss bildeten die jungen Frauen der Akrobatik-Gruppe des TV Röhlinghausen. Ach, ja, getanzt wurde auch – und zwar mit Begeisterung.

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