Tod im Internat

TV-Zweiteiler mit Joachim Król

Susanne (Karoline Eichhorn, l.) und Herbert Wichert (Joachim Król, r.) sind in großer Sorge um ihre verschwundene Tochter Sophie.
Susanne (Karoline Eichhorn, l.) und Herbert Wichert (Joachim Król, r.) sind in großer Sorge um ihre verschwundene Tochter Sophie. Foto: Reiner Bajo /ZDF

Das verschwundene Mädchen“ und „Schattenwelten“ lauten die Einzeltitel des Fernseh-Zweiteilers „Tod im Internat“ mit dem Herner Schauspieler Joachim Król, den der Kulturkanal 3-Sat am Freitag, 23. Juli 2021 sowie am Freitag, 30. Juli 2021, jeweils um 20:15 Uhr ausstrahlt. „Auch stilistisch mehr als ein moderner Krimi über ‚Revoluzzer‘ von einst, die heute die Ärztekammer befehligen und ‚Schatten der Vergangenheit‘, die immer wieder auftauchen“ hieß es bei der Uraufführung im Programmheft des 13. Festivals des deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein: „Eingebettet in große Gefühle werden politische Sachstände verhandelt und persönliche Rätsel gelöst. ‚Deutsche Geschichte‘ ist stets präsent in diesem spannenden Zweiteiler.“

Das verschwundene Mädchen

Sophie (Emma Drogunova), Tochter des designierten LKA-Präsidenten Herbert Wichert (Joachim Król), verschwindet spurlos aus einem Elite-Internat. LKA-Fahnderin Isabell Moosbach (Nadja Uhl) ermittelt undercover als Sportlehrerin. Dann wird ein Schüler erschossen aufgefunden. Bei ihren Ermittlungen stößt Isabell Mosbach, die vom LKA unter dem Decknamen Karla Parker eingeschleust worden ist, auf frühere DDR-Verbindungen, die bis zu den Frankfurter Polizistenmorden an der Startbahn West 1987 reichen.

Herbert Wichert (Joachim Król, l.) kann seine Tochter Sophie (Emma Drogunova, r.) wieder in die Arme nehmen.
Herbert Wichert (Joachim Król, l.) kann seine Tochter Sophie (Emma Drogunova, r.) wieder in die Arme nehmen. Foto: Reiner Bajo /ZDF

Eigentlich ist Isabell Mosbach gerade mit dem Nachlass ihrer verstorbenen Mutter beschäftigt. Der leitende Ermittler Sellinger (Hanno Koffler) nimmt zunächst widerwillig die Zusammenarbeit mit ihr hin. Isabell verschweigt ihm, dass sie als junges Mädchen selbst einige Zeit auf dem „Erlengrund“ verbrachte und das Internat nach dem plötzlichen Verschwinden ihres Vaters bei Nacht und Nebel verlassen musste.

Schnell fällt Isabell der hochbegabte Schüler Felix Baumschulte (Valentino Fortuzzi) auf, der regelmäßig seine Mitmenschen provoziert und bei Sophies Freund Till Rückert (Merlin Rose) verhasst ist. Isabell findet heraus, dass Sophie schwanger ist und neben ihrer Freundschaft zu Till scheinbar eine heimliche Beziehung mit einem älteren Mann führt.

Am vierten Tag des Undercover-Einsatzes wird Felix tot im See aufgefunden. Bald stellt sich heraus, dass er durch eine Waffe starb, mit der in den 1980er-Jahren an der Startbahn West zwei Polizistenmorde verübt worden waren. Der damalige Täter Volker Jens (Martin Feifel) flüchtete ins Ausland und kam später bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Er lebte damals mit Felix' Vater, Frank Baumschulte (Oliver Stokowski), in einer Linken-WG. Zum Freundeskreis gehörten auch Herbert Wichert und seine heutige Frau Susanne (Karoline Eichhorn). Markus Dietze (Johann von Bülow), der Sohn eines der ermordeten Polizisten, glaubt bis heute nicht, dass Volker Jens ein Einzeltäter war.

Isabell entdeckt im Nachlass der Mutter (Martina Ysker), dass diese in den vergangenen 25 Jahren regelmäßig Geldbeträge von einer Stiftung überwiesen bekam, die im Verdacht steht, über verschollenes SED-Vermögen zu verfügen. Und genau diese Stiftung finanziert auch heute noch das Nobel-Internat des Schulleiters Thomas Weiss (Peter Lerchbaumer). Die Begegnung mit dem eilig herbeigerufenen Stiftungsvorsitzenden Winfried Maas (Manfred Zapatka) ruft bei Isabell schmerzliche Erinnerungen an ihren seit 25 Jahren vermissten Vater hervor.

Schattenwelten

Isabells Welt gerät aus den Fugen, als sie ein Foto vom Begräbnis ihres Vaters im Haus der Mutter findet. Es trägt ein Datum, an dem Isabell noch nicht geboren war. Eine Reise nach Jena bringt Aufklärung und führt zu einer Konfrontation mit Stiftungsvorstand Winfried Maas. Währenddessen fädelt Herbert Wichert einen infamen Verrat ein, um seine Karriere und seine Familie zu retten, und geht dabei über Leichen.

Wichert instrumentalisiert Markus Dietze für seine Zwecke, der wie besessen der Verschwörungstheorie hinterherjagt, dass der „Staat“ hinter den Polizistenmorden an der Startbahn West steckt. Nach und nach gelingt es Sellinger und Isabell, das Puzzle weiter zusammenzusetzen. Die Macht und Machenschaften der Stiftungs-Seilschaften um Maas reichen weit über „Erlengrund“" hinaus. Während alles darauf hindeutet, dass Dietze der Mörder von Felix ist, findet Isabell heraus, was sich tatsächlich in der Nacht der tödlichen Schüsse am See ereignet hat - und wer ihr Vater wirklich war...

„Tod im Internat“ ist am 3. September 2017 beim 13. Festival des deutschen Films in Ludwigshafen uraufgeführt und als Zweiteiler am 9. und 11. Oktober 2017 im ZDF erstausgestrahlt worden. Der Kulturkanal 3-Sat zeigt „Das verschwundene Mädchen“ am 23. Juli 2021 und „Schattenwelten“ am 30. Juli 2021 jeweils um 20:15 Uhr.

Juli
23
Freitag
Freitag, 23. Juli 2021, um 20:15 Uhr

Weitere Termine:

  • Freitag, 30. Juli 2021, um 20:15 Uhr
Quelle: