Strom- und Gaspreise steigen ab Januar

Gaszähler.
Gaszähler - sollte man ab Januar 2019 im Blick haben. Foto: Wolfgang Quickels

Steigende Beschaffungskosten und die staatlich regulierten Netzentgelte drücken derzeit auf die Energiekosten. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke hat darum in seiner Sitzung am Mittwoch (7.11.2018) einer Erhöhung der Strom- und Gaspreise zum 1. Januar 2019 zugestimmt. Beim Strom sind insbesondere die deutlich höheren Großhandelspreise für die Preissteigerung beim Arbeitspreis verantwortlich. Kostete die Megawattstunde nach Angaben des Branchenverbandes BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserversorger) im Jahr 2017 durchschnittlich noch 30 Euro an der Energiebörse, so waren es in diesem Jahr schon über 50 Euro. Auch die Kosten für die CO2-Zertifikate haben sich in den letzten zwölf Monaten verdreifacht.

Stromzähler.
Stromzähler - sollte man ab Januar 2019 im Blick haben. Foto: Wolfgang Quickels

Gleichzeitig bleibt die Steuer- und Abgabenlast auf einem historisch hohen Niveau. Denn während die EEG-Umlage sinkt, steigt die Offshore-Netzumlage. Unterm Strich bedeutet das im Steuer- und Abgabenblock so gut wie keine Entlastung für die Verbraucher. Hinzu kommen die von der Bundesnetzagentur regulierten und genehmigten Netzentgelte, die diesmal für eine Preissteigerung im Grundpreis verantwortlich sind. In Summe können Energieversorger rund 80 Prozent des Strompreises nicht mehr beeinflussen. Bei dem noch verbleibenden Spielraum, so die Stadtwerke, werde man die entstehenden Mehrkosten nicht im vollen Umfang an die Herner Stromkunden weiter geben.

In Zahlen bedeutet das: Der Arbeitspreis in der Grundversorgung StadtwerkeComfort Strom steigt um 0,6 ct/kWh. Der monatliche Grundpreis liegt ab Januar bei 10,55 Euro. Dem durchschnittlichen Haushalt mit einem Verbrauch von 1.900 kWh im Jahr entstehen so monatliche Mehrkosten von 3,33 Euro. In über drei Jahren hatten die Stadtwerke den Gaspreis zweimal hintereinander gesenkt. Auch konnte man in den ersten drei Monaten der bereits laufenden Heizsaison die stark angezogenen

Preise der Gaslieferanten und die Netzkosten noch auffangen. Ab Januar steigt der Preis für die Kilowattstunde Erdgas jedoch um 0,6 Cent. Wer jährlich 15.000 kWh zum Heizen benötigt, zahlt dann für StadtwerkeComfort Gas monatlich 7,50 Euro mehr.

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