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'Stop Look And Listen' – Jörg Lippmeyer stellt im Sodinger Kunstpunkt aus.

Jörg Lippmeyer im Sodinger Kunstpunkt

'Stop Look And Listen'

„Wir sollten viel öfter etwas tun, das kein Ziel verfolgt, keine Eile hat und sich nicht lohnen muss ...“ lautet das Motto auf seiner Homepage. Für ihn selbst hat es offenbar keine Gültigkeit, denn der 1954 in Wanne-Eickel geborene Jörg Lippmeyer, der sich als „Maler“ versteht, ist unermüdlich in den unterschiedlichsten künstlerischen Genres unterwegs.

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1976 in Dortmund zum Grafikdesigner ausgebildet malt er vornehmlich in Acryl und Öl auf Leinwand, in den letzten Jahren vor allem unter dem Label „New Pott Art“ äußerst farbenfroh in der plakativen Pop-Art-Manier des US-Amerikaners Robert Indiana. Aber auch die Farb- und Formexperimente des Bottropers Josef Albers finden sich gespiegelt in ganz unterschiedlichen Werken Lippmeyers, die den Betrachter suggestiv beeinflussen.

Malerei von Jörg Lippmeyer in der Kunstpunkt Galerie in Sodingen.

Die Kunst der Fuge

Wie jetzt im Mittelteil der Ausstellung „Stop Look And Listen“ im Sodinger Kunstpunkt des Herner Künstlerbundes in programmatischer Hängung: rechterhand angelehnt an die variantenreiche Sammlung „Die Kunst der Fuge“ Johann Sebastian Bachs, vis-a-vis an der Säule zwei Bilder, die an die expressiven Gitarrenriffs eines Jimi Hendrix erinnern.

Zur enormen Bandbreite seines Œuvres gehören auch Aquarelle, Zeichnungen, Grafiken und Monotypien, Mischtechniken, Filzarbeiten, Objekte und sogenannte Bilduren, Bilder an Skulpturen in Zusammenarbeit mit dem Bildhauer HaWe Hubert. Seit 2024 gehört Lippmeyer zu einer Künstlergruppe, die unter dem Titel „crikraculum“ Objekte und Installationen im Miniaturformat gestaltet. 2015 begann seine Tätigkeit als Zeichner und „Cool Cats“-Karikaturist bei dem Nachrichtenportal „halloherne“. Seit 2020 schließlich hat er mit dem Videoprojekt „Rettet die schönen Wörter“ bei YouTube für erhebliches Aufsehen gesorgt (halloherne berichtete).

Werke des Wanne-Eickeler Künstlers Jörg Lippmeyer in der Sodinger Galerie Kunstpunkt. Titel: 'Stop Look And Listen'

Jetzt zeigt Jörg Lippmeyer in der Galerie Kunstpunkt neben dem Hochbunker an der Mont-Cenis-Straße rund 25 aktuelle, in 2024 entstandene Bilder, Acryl auf Leinwand, die man auf den ersten Blick unter „New Pott Art“ subsummieren könnte. Wie etwa die vierteilige ABBA-Serie, von der nur noch drei Arbeiten zu sehen sind, da ein Bild bereits vorab verkauft wurde.

Beim zweiten Hinsehen offenbaren sich hintergründige Feinheiten etwa in der Serie „Finde deine Mitte“, wo das opake Quadrat stets die Bildmitte sucht und doch nie findet. Oder eine dreiteilige Serie von quadratischen Bildern, in denen die strenge grafische Ordnung durch Farbexplosionen durchbrochen wird. Im mittleren Bild hat der Wanne-Eickeler in England erworbene Farbpigmente des berühmten, leuchtenden Yves-Klein-Blau verarbeitet.

Rechts im Bild die Text-Bild-Collage unter dem Titel „Hitchcock trifft Picasso“.

Vier ältere Arbeiten ergänzen die aktuellen Werke: zwei „Wächterbilder“ an beiden Stirnseiten, Öl-Pastell-Kreidezeichnungen wie die Aufforderung „Mach mal Pause“ am Kaffeetisch in der Mitte sowie gleich am Eingang eine weitere Text-Bild-Collage unter dem Titel „Hitchcock trifft Picasso“: Auf dem Hintergrund der weißen Friedenstauben des Spaniers und der düsteren Rabenvögel des englischen Filmemachers der Appell „Stopp den Krieg in der Ukraine. Überall“.

Ohne Texte, aber mit Erklärungen

Die Ausstellung „Stop Look And Listen“, die vom 21. April bis zum 19. Mai 2024 in der Galerie Kunstpunkt, Mont-Cenis-Straße 296 mittwochs und sonntags jeweils zwischen 15 und 18 Uhr geöffnet hat, soll nicht nur zum Sehen animieren, sondern geradezu zum Zuhören. Weshalb Jörg Lippmeyer auf begleitende Texte verzichtet hat, bei der Eröffnung und in der Folgezeit aber gern für alle Fragen zur Verfügung steht.

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Vernissage mit dem Gitarristen Norbert Müller

Zur vom Gitarristen Norbert Müller musikalisch umrahmten Vernissage am Sonntag, 21. April 2024, um 11.30 Uhr spricht Dr. Volker Eichener, Professor der Soziologie und Politologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Vorsitzender des Kulturvereins Hülsmannbrauerei.

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  • Sonntag, 21. April 2024, um 11:30 Uhr
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  • Mittwoch, 24. April 2024, von 15 bis 18 Uhr
  • Sonntag, 28. April 2024, von 15 bis 18 Uhr
  • Mittwoch, 1. Mai 2024, von 15 bis 18 Uhr
  • Sonntag, 5. Mai 2024, von 15 bis 18 Uhr
  • Mittwoch, 8. Mai 2024, von 15 bis 18 Uhr
  • Sonntag, 12. Mai 2024, von 15 bis 18 Uhr
  • Mittwoch, 15. Mai 2024, von 15 bis 18 Uhr
  • Sonntag, 19. Mai 2024, von 15 bis 18 Uhr
| Autor: Pitt Herrmann
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