Staatsanwaltschaft und Polizei

Unterzeichnen Vereinbarung

v.l. Oberstaatsanwalt Ulrich Fritsche, Polizeipräsident Jörg Lukat. Unterzeichnung einer Vereinbarung, mit der die enge Zusammenarbeit weiter verbessert werden soll. 6.11.2019.
v.l. Oberstaatsanwalt Ulrich Fritsche, Polizeipräsident Jörg Lukat. Unterzeichnung einer Vereinbarung, mit der die enge Zusammenarbeit weiter verbessert werden soll. 6.11.2019. Foto: Polizei Bochum

Effizientere Ermittlungen durch klare Qualitätsstandards: Der Behördenleiter der Bochumer Staatsanwaltschaft und der Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Bochum haben eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der die enge Zusammenarbeit weiter verbessert werden soll. Das Ziel: schnellere Verfahren und mehr Ökonomie. „Indem wir die Schnittstellen zwischen Staatsanwaltschaft und Polizei optimiert haben, gelingt es uns, den stetig steigenden Anforderungen der Strafverfolgung Rechnung zu tragen“, Leitende Oberstaatsanwalt Ulrich Fritsche. Gemeinsam mit Polizeipräsident Jörg Lukat hat er die Vereinbarung am Mittwoch (6.11.2019) unterzeichnet. Lukat: „Dieses Papier stärkt die ohnehin vertrauensvolle Zusammenarbeit und fördert das gegenseitige Verständnis für die verschiedenen Arbeitsweisen.“

Erarbeitet hatten das Papier Vertreter beider Behörden. Zwar arbeiten Staatsanwaltschaft und Polizei schon heute auf zahlreichen Ebenen miteinander. Die Vereinbarung fasst diese Prozesse jedoch erstmals umfassend zusammen und standardisiert die Arbeitsweisen bei allen Ermittlungsverfahren. Bei leichten Delikten, die besonders häufig auftreten - etwa Sachbeschädigungen, Diebstählen oder einfachen Körperverletzungen -, geht es vor allem darum, das Verfahren möglichst ökonomisch zu gestalten. So ist die Kriminalpolizei etwa angehalten, solche Vorgänge ohne Unterbrechung abzuschließen, um ein mehrfaches Durcharbeiten der Akten bei Staatsanwaltschaft und Polizei zu vermeiden. Auch für den Umgang mit Lichtbildfahndungen, Zeugenvernehmungen und für die generelle Aktenführung finden sich in dem Papier klare Regelungen, wodurch die Abläufe vereinfacht werden.

Neben ökonomischen Aspekten geht es auch um Schnelligkeit. Mithilfe des beschleunigten Verfahrens werden einfache Sachverhalte, bei denen die Beweislage eindeutig ist, rasch zu einem Ergebnis gebracht. Insbesondere bei der Verfolgung von Intensivtätern werden Staatsanwaltschaft und Polizei künftig noch enger zusammenarbeiten, um nachhaltige Abschreckungseffekte zu erzielen. Dies wird mit einer Mischung aus repressiven und präventiven Maßnahmen bewerkstelligt. Ziel ist es, kriminelle Karrieren frühzeitig zu beenden und damit das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger zu stärken.

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