SPD bei der RVR Wahl knapp vorne

Wahlbeteiligung: 46,93 Prozent

HCR-Bus mit dem Slogan „Mach es zu deinem Revier.“ dem Motto der ersten Direktwahl zum Ruhrparlament.
HCR-Bus mit dem Slogan „Mach es zu deinem Revier.“ dem Motto der ersten Direktwahl zum Ruhrparlament. Foto: Fabian Dobbeck

Zeitgleich mit der Kommunalwahl fand am Sonntag (13. 9.2020) die Wahl des Ruhrparlaments - die Verbandsversammlung des Regionalverbands Ruhr (RVR) - statt. Zum ersten Mal in der 100-jährigen Geschichte des RVRs durften die Bürger in direkter Wahl bestimmen, wer die 91 Plätze im Parlament für die nächsten fünf Jahre besetzen wird. Das Motto im Jahr 2020 des RVRs: Mach es zu deinem Revier. Insgesamt bewarben sich 21 Parteien und Wählergruppen um den Einzug ins Ruhrparlament. Hier gilt anders als bei der Kommunlawahl eine Sperrklausel, die bei 2,5 Prozent liegt. Bisher wurden Abgeordnete von den Kommunalparlamenten in das RVR-Gemium geschickt.

Ergebnisse RVR-Wahl

Die SPD zieht mit einem Vorsprung von 2,20 Prozent vor der CDU in das Ruhrparlament ein. SPD 29,30 Prozent, 538.253 Stimmen, 29 Sitze; CDU 27,18 Prozent, 497.915 Stimmen, 27 Sitze; GRÜNE 20,32 Prozent, 372.154 Stimmen, 20 Sitze; DIE LINKE 4,11 Prozent, 75.282 Stimmen, 4 Sitze; FDP 3,69 Prozent, 67.635 Stimmen, 4 Sitze; AfD 7,06 Prozent, 129.309 Stimmen,7 Sitze; Sonstige 8,25 Prozent, 0 Sitze.

Wahl der Verbandsversammlung des RVR.
Wahl der Verbandsversammlung des RVR. Grafik: halloherne

Damit ziehen insgesamt 6 der 21 angetretenen Parteien in das Ruhrparlament ein. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,93 Prozent. Insgesamt Wahlberechtigt waren 3.977.676 Menschen, von denen 1.866.885 von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten. 1,88 Prozent (35.080) der Stimmen waren ungültig.

Konstituierende Sitzung im Dezember

Die konstituierende Sitzung der nun neuen Verbandsversammlung ist für Freitag, 11. Dezember 2020, terminiert. Bei der jetzigen Sitzverteilung sind mehrere Koalitionen möglich: SPD/Grüne oder SPD/CDU oder CDU/Grüne. Im bisher tätigen Ruhrparlament gab es ein Bündnis aus CDU/SPD/Grüne.

Autor: