RVR will Wald klimafreundlich umbauen

Aufforstung im Constantiner Wald in Herne (NW), am Donnerstag (02.05.2019). Hier entsteht ein neuer Stadtwald mit 6.000 Bäumen. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda sowie Vertreter vom RVR und von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald pflanzten jetzt eine Wildkirsche und eine Rotbuche. Der Startschuss für eine größere Aktion im Herbst.
RVR will Wald klimafreundlicher gestalten. Foto: Stefan Kuhn

Der Regionalverband Ruhr (RVR) wird seine Wälder in den kommenden Jahren klimafreundlich umbauen und resistenter gegen Krankheiten und Schädlinge machen, das teilte der Verband in einer Pressemittteilung vonDienstag (8.10.2019) mit. Dabei setzt er auf Unterstützung aus dem Klimaschutzprogramm 2030 des Bundes. Der RVR-Eigenbetrieb Ruhr Grün wird künftig Baumarten pflanzen, denen höhere Temperaturen und weniger Regen nicht viel anhaben können. Baumarten wie die japanische Lärche, nordamerikanische Roteiche, Küstentanne und Douglasie passen sich eher den neuen Bedingungen an.

Erholungsräume und Klimaschutz

Die RVR-Waldgebiete schaffen Erholungs- und Freizeiträume für die Menschen im Ruhrgebiet und fördern die Artenvielfalt. Die Freiraumkorridore sind riesige Speicher für Kohlendioxid und damit der beste Klimaschutzbeitrag in der dicht besiedelten Region.

Hunderttausende neue Bäume

Auf den frei werdenden Flächen sind in 2019 insgesamt bis zu 500.000 Bäume geplant. In vielen Fällen muss jedoch erst das tote Schadholz abtransportiert werden. Für das Aufräumen und Aufforsten veranschlagt RVR Ruhr Grün rund zwei Millionen Euro. Anlässlich des „Waldgipfels“ der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft am 25. September in Berlin hatte der RVR seine Erwartung an die Unterstützung durch den Bund deutlich gemacht.

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