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Die Cranger Kirmes ist gestartet: Ein großes Thema bleibt aber das Geld. Die Kosten und damit auch die Preise sind gestiegen. Wie weit kommt man mit 40 Euro? halloherne hat einen Test gemacht.

Crange: Wie weit kommt man mit 40 Euro?

Rundgang über die Kirmes mit begrenztem Budget

Schon bevor überhaupt die Cranger Kirmes am Donnerstag (3.8.2023) ihre imaginären Türen für Karussells und die Imbiss – sowie Getränkestände öffnete, war ein Thema besonders im Fokus: Das Geld und die Preise für die Attraktionen und die Verpflegung. Bereits 2022 waren vielen die hohen Preise aufgefallen, nach steigender Inflation war aber schon klar, dass die Preise noch höher ausfallen werden.

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Aus diesem Grund kamen schon bei der Vorberichterstattung zur Kirmes viele Kommentare in den sozialen Medien auf, dass selbst eingefleischte Crange-Fans über ihren Besuch oder die Anzahl der Besuche kritisch nachdenken und ein Limit haben – manch einer wollte gar direkt zu Hause bleiben

Kirmesplatz wieder gut gefüllt

Nach der offiziellen Eröffnung am Freitag (4.8.2023, halloherne berichtete) füllte sich der Kirmesplatz schon wieder ordentlich – ein großer Boykott sieht also anders aus. Dennoch machte die halloherne-Redaktion mal einen kurzen Test, wie weit eine Person mit 40 Euro auf der Kirmes kommt.

Angemerkt sei, dass dieser Betrag rein subjektiv und nahezu zufällig ausgewählt wurde, zudem sind alle Interessen stets unterschiedlich – der eine trinkt nur, der andere fährt ausschließlich, wiederum andere bringen ihre Getränke selbst mit und sparen so Geld. Ebenso sei angemerkt, dass die Auswahl der Karussells und Stände zufällig entstand, von fast jedem Stand oder Fahrgeschäft gibt es mindestens zwei, die ähnlich sind - oft ist die Auswahl deutlich größer. In der Rechnung fehlen ebenso mögliche Kosten für die Anreise (Pkw oder ÖPNV) sowie mögliche Parkplatzkosten – mit dem Fahrrad oder zu Fuß ist es bekanntlich am günstigsten.

Eine Runde im Autoscooter kostet beispielsweise 3,50 Euro.

Los geht es am großen blauen Eingangstor an der Rathausstraße. Kurz hinter dem Start lockt das Loopingkarussell „Infinity“. Wer hier seinen (hoffentlich leeren) Magen testen möchte, zahlt 7,50 Euro für eine Fahrt. Hoch hinaus geht es ebenfalls beim 85 Meter hohen Freefall-Tower „Hangover“. Für den zweimaligen Absturz in Richtung Boden muss man sieben Euro am Kassenhäuschen auf den Tresen legen.

Die Bratwurst fängt bei 3,50 Euro an

Bestimmt knurrt dann auch mal langsam der Magen. Eine Bratwurst gibt es ab 3,50 Euro, je nach Ausführung (zum Beispiel eine Krakauer) steigt der Preis noch an. Als Alternative lässt sich hier einer der vielen Backfischstände nennen. Hier beginnen die Preise ab sechs Euro, teils sind auch sieben Euro fällig.

Wer im Anschluss mal etwas die Kehle anfeuchten möchte, kann dies, wie viele andere, bei Steinmeisters Biergarten erledigen. Ein Bier mit 0,4 Litern kostet hier 4,90 Euro. Wer auf den beliebten Gummibärchenschnaps nicht verzichten möchte, zahlt noch einmal weitere drei Euro.

Für eine Fahrt im Riesenrad Bellevue muss man acht Euro am Kassenhäuschen bezahlen.

Rasant, aber gleichzeitig auch mit Spaß, verbringt man die Zeit in einem der vier Autoscooter. 3,50 Euro kostet eine Fahrt, bei der man allen anderen Fahrern ausweichen kann oder die direkte Kollision sucht.

Das Schmalhaus-Kirmeseis gibt es ab zwei Euro

Sehr gemächlich geht es im Riesenrad Bellevue zu, welches mit einigen Neuerungen nach Crange gekommen ist (halloherne berichtete). Dafür kostet eine Fahrt mittlerweile aber auch acht Euro. Auf dem Rückweg nach Hause kommt man dann vielleicht noch am beliebten Schmalhaus-Eisstand vorbei. Die kleinste Portion beginnt hier bei zwei Euro. Somit ist man, wenn man eine normale Bratwurst gewählt hat, bei einem Gesamtbetrag von 39,40 Euro angekommen – mit Backfisch bei rund 42 Euro.

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Es zeigt sich, man bekommt einiges an Action sowie Verpflegung für rund 40 Euro geboten - allerdings ist dieser Spaß auch begrenzt. Dennoch dürfte viele das bei „ihrer“ Cranger Kirmes nicht ganz so stören. Schließlich gilt: Sparen kann man das ganze Jahr und Crange ist nur einmal im Jahr.

| Autor: Marcel Gruteser