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Der Blutspendedienst West ruft zur Blutspende auf.

Stark angespannte Versorgungslage mit Blutpräparaten in Nordrhein-Westfalen

Blutspendedienst West ruft zur Blutspende auf

Der Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wendet sich mit einem dringenden Appell an die Bevölkerung in NRW. Grund ist die stark angespannte Versorgungslage mit Blutpräparaten. Die Menschen in NRW sind aufgerufen, dringend Blut zu spenden.

Starke Grippe- und Erkältungswelle

Im Gespräch mit halloherne-Redakteurin Julia Blesgen erläutert Stephan David Küpper, Leiter der Unternehmenskommunikation, die Gründe für die angespannte Versorgungslage. Die Gründe für den derzeitigen Engpass seien vielfältig.

„Wir haben derzeit eine starke Grippe- und Erkältungswelle sowie immer noch Corona-Infektionen, aufgrund dessen unsere Spender vorübergehend wegfallen. Ebenso ist auch zu beachten, dass sie auch im Falle einer Genesung vier Wochen ausfallen“, so Küpper im Gespräch mit halloherne. Ferner spiele auch die derzeitige unbeständige Wetterlage eine Rolle, da zahlreiche Blutspendetermine witterungsbedingt kurzfristig abgesagt werden mussten.

Blut reicht nur noch für 1,3 Tage

Die Versorgungslage mit Blutpräparaten ist derzeit angespannt.

Mit Stand von Mittwochnachmittag (14.1.2026) reichen die Spenden nur noch für 1,3 Tage. Dies sei laut Küpper schon sehr problematisch. „Unser Anspruch ist eine Lagerreichweite von vier bis fünf Tagen. Dies stellt eine gesicherte Versorgung dar, alles unter zwei Tagen ist kritisch“, zeigt sich Küpper besorgt.

Er macht deutlich, dass Blutpräparate nur begrenzt haltbar sind und aus dem Grund nicht auf Vorrat produziert werden können. Schon wenige Tage mit zu wenigen Spenden, wirken sich negativ auf die Patientenversorgung aus. Blutpräparate werden bei Operationen, dringenden Notfälle oder Krebstherapien täglich benötigt.

Dauerhafte Entspannung der Lage angestrebt

Um die Situation zu stabilisieren bitten Küpper und seine Kollegen um zahlreiche Blutspenden. „Wir freuen uns über jede Person, die sich nun kurzfristig zum Blutspenden entschließt. Aber um eine dauerhafte Entspannung der Lage zu erreichen, bitten wir Menschen eine Blutspenderoutine einzurichten - das heißt, dass sie sich regelmäßig zur Spende entscheiden“, sagt der Blutspendedienst West-Pressesprecher.

Spendenaktion in Herne

Eine Möglichkeit für Herne gibt es dazu am Sonntag, 25. Januar 2026, vom DRK Herne/Wanne-Eickel im DRK-Altenhilfezentrum an der Bergmannstraße 20 von 10 bis 14 Uhr. „Wir freuen uns, wenn möglichst viele Menschen zum Termin kommen. Was ich sagen kann ist, dass unsere Spender ganz toll sind und zu unseren Blutspendeterminen immer in einer großen Zahl erscheinen“, so die Ehrenpräsidentin des DRK Herne, Magdalene Sonnenschein im Gespräch mit halloherne.

Aufgrund der aktuell NRW-weit angespannten Lage hoffen die Verantwortlichen, dass dies wie immer zum Termin im DRK-Altenhilfezentrum auch so bleibt. Blut spenden kann im Übrigen jede Person ab 18 Jahren, der sich gesund fühlt. Eine obere Altersgrenze gibt es nicht mehr. Die Dauer der eigentlichen Blutspende beträgt bis zu zehn Minuten. Eine Spende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten helfen. Zum Termin sind Personalausweis oder Führerschein mitzubringen.

Das DRK Herne/Wanne-Eickel ruft zur Teilnahme an der Aktion auf.
Januar
25
Sonntag
Sonntag, 25. Januar 2026, um 10 Uhr DRK-Altenhilfezentrum, Bergmannstraße 20, 44651 Herne
Mittwoch, 14. Januar 2026 | Autor: Julia Blesgen