Rund jeder Dritte qualmt in Herne

Rauchfrei ins Jahr 2021 starten

Nichtrauchen ist für viele Menschen in Herne ein wichtiges Ziel für das Jahr 2021. Rauchen schädigt nahezu jedes Organ im Körper. Dennoch greift rund jeder Dritte in Herne zur Zigarette.
Nichtrauchen ist für viele Menschen in Herne ein wichtiges Ziel für das Jahr 2021. Rauchen schädigt nahezu jedes Organ im Körper. Dennoch greift rund jeder Dritte in Herne zur Zigarette. Foto: AOK/hfr

„Zum Jahresbeginn steht der Wunsch, mit dem Rauchen aufzuhören, für viele Menschen in Herne ganz weit oben auf der Liste der guten Vorsätze“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock. In Herne wird weiterhin zu viel geraucht: So qualmten im Jahr 2017 insgesamt 28,1 Prozent der Bevölkerung (Schnitt Nordrhein-Westfalen 22,6 Prozent), 33,5 Prozent aller Männer und 23,2 Prozent aller Frauen griffen zum Glimmstängel. Das weiß die AOK NORDWEST auf Basis der aktuellen Mikrozensus-Auswertung des Statistischen Bundesamtes aus 2017.

„Rauchen schädigt nahezu jedes Organ im Körper. Dennoch greift rund jeder Dritte in Herne zur Zigarette. Das zeigt uns, dass wir nicht nachlassen dürfen, über die Gefahren des Rauchens aufzuklären und für die Vorteile des Nichtrauchens zu werben. Und das so früh wie möglich, damit Kinder und Jugendliche idealerweise erst gar nicht mit dem Rauchen anfangen“, sagt Jörg Kock.

Rauchen ist neben Stress, mangelnder Bewegung und ungesunder Ernährung einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislaufkrankheiten, chronische Atemwegserkrankungen, Krebs und Diabetes. Laut Tabakatlas 2020 verursacht Rauchen bis zu 80 Prozent aller Lungenkrebsfälle und erzeugt daneben zahlreiche weitere Krebsarten. Darmkrebs ist nach Krebsarten der Atemwege die häufigste Krebsart, die durch das Rauchen entsteht. An den Folgen des Rauchens sterben in Deutschland jedes Jahr rund 127.000 Menschen. Dies entspricht 13,3 Prozent aller Todesfälle.

Zigarette? Nein, Danke.
Zigarette? Nein, Danke. Foto: AOK

Die Mehrheit der Raucher hat schon einmal versucht, mit dem Rauchen aufzuhören. Im Jahr 2019 versuchten 15 Prozent der Rauchenden einen Rauchstopp „Obwohl die Gesundheitsgefahr, die vom Rauchen ausgeht, seit langem bekannt ist, ist die Raucherquote immer noch hoch. Die physische und psychische Abhängigkeit ist meist stark und das Rauchen hat eine wichtige Funktion: Es gibt dem Alltag eine Struktur, dient dem Stressabbau oder spielt bei sozialen Kontakten eine wichtige Rolle. Für diese Funktionen müssen für einen langfristigen Rauchstopp Alternativen gefunden werden. Nur so kann ein „Verzicht“ zum „Gewinn“ werden - eine wichtige Voraussetzung für einen langfristigen Rauchstopp. Doch mit Unterstützung und einem klaren Bekenntnis zum Aufhören ist ein dauerhafter Rauchverzicht möglich“, so Kock.

Die AOK NORDWEST unterstützt ihre Versicherten auf dem Weg zum Nichtrauchen mit zahlreichen Angeboten und speziellen Kursen – auch digital liveonline gemeinsam mit anderen oder online für sich allein. Darüber hinaus bietet die AOK NordWest im Internet ein AOK-Expertenforum zum Nichtrauchen an.

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